QR-Code zur Seite

Für den Notfall gut aufgestellt

Beilsteinvon Julia Spors, HSt

Es brennt, Notruf bei der Feu­er­wehr. Wie schnell ist sie vor Ort? Und mit ange­mes­sener Beset­zung? Der­zeit erfasst der Land­kreis Heil­bronn die Daten aller Wehren. Die Beil­steiner Flo­ri­ansjünger sind nach den Berichten im Gemein­derat gut gerüstet und gut auf­ge­stellt.

46 Kom­munen umfasst der Land­kreis, hat in diesem Gebiet 125 Feu­er­wehr­ab­tei­lungen - und nicht alle seien heut­zu­tage mehr in der Lage, im Not­fall dem Risiko einer Gemeinde selbst Herr zu werden. Struktur-Ände­rungen sollen des­halb kommen: Eine gemein­same Leit­stelle sowie ein neues Alar­mie­rungs-System bei­spiels­weise. Doch das erfor­dert Orga­ni­sa­tion und viel Hin­ter­grund­wissen. Und das fragen die Ver­ant­wort­li­chen der­zeit ab - durch Bedarfspläne. Beil­steins Kom­man­dant Bernd Kir­cher stellte den Plan im Gemein­derat vor - und konnte nur Posi­tives berichten.

Risiko „Es gibt in Beil­stein keine großen Gefahren", machte Kir­cher gleich zu Beginn seiner Ausführungen deut­lich. Der Kom­man­dant erklärte auch warum: „Wir sind eine nor­male Wohn­ge­meinde und dafür auch gut auf­ge­stellt und ausgerüstet." Das sah auch Kreis­brand­meister Uwe Vogel so und fügte an: „Die Wehr ist in der Lage, das Risiko in Beil­stein auch per­so­nell selbst zu beherr­schen. Das ist nicht mehr selbst­verständlich."

Auch die vor­ge­ge­benen Zeiten bei einem Not­fall könnten ein­ge­halten werden, berich­tete Kir­cher seinen Rats­kol­legen, wies aber auf ein Manko hin: „Wenn ein großer Unfall pas­siert, fehlt uns das schwere Gerät. Da liegen wir direkt an einem Schnitt­punkt. Die nächsten Geräte sind 20 Kilo­meter ent­fernt."

Hin­gegen sei die inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit mit der Feu­er­wehr in Obers­ten­feld und damit dem Land­kreis Lud­wigs­burg vor­bild­lich. Unter anderem teilen sich die Wehren eine Dreh­leiter. „Das soll auch wei­terhin so bleiben", machte Uwe Vogel klar.

Verfügbar­keit Zur Sprache kam auch das Thema Tages­verfügbar­keit. „Allem Gerede zum Trotz: Wir stehen da sehr gut da und haben keine Pro­bleme in diesem Zusam­men­hang", bilan­zierte Bernd Kir­cher. Auch die Jugend­ar­beit laufe gut. Nach einer Aktion, in der 600 Jugend­liche aus Beil­stein ange­schrieben wurden, kommen nun 15. „Im nächsten Jahr wollen wir dann viel­leicht auch mal einen Girls Day machen, um Frauen für die Feu­er­wehr zu ani­mieren", so Kir­cher. Zwei Feu­er­wehr­frauen hat Beil­stein zur­zeit. Alles in allem ein posi­tives Fazit, mit dem nicht nur die Feu­er­wehr-Ver­ant­wort­li­chen zufrieden sein können, son­dern auch die Kom­mune.

Im kom­menden Jahr startet in Beil­stein der Bau des neuen Feu­er­wehr­ma­ga­zins. Die Abtei­lung Schmid­hausen sowie die Abtei­lung Beil­stein sollen an der Kreis­straße 2091 in einem Gebäude zusam­mengefügt werden. Rund 2,5 Mil­lionen Euro wird das Pro­jekt kosten.

Bild: Für den Not­fall gut auf­ge­stellt­Daumen hoch bei Feu­er­wehr­kom­man­dant Bernd Kir­cher. Er sagt: „Es gibt in Beil­stein keine große Gefahren." (Foto: Julia Spors)