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Fortbildungsseminar der Feuerwehrkommandanten

Landkreis Heilbronnvon Volker Lang und Marcel Karger, Medienteam KFV Heilbronn

Das Land­ratsamt Heil­bronn hatte die Feu­er­wehr­kom­man­danten der Land­kreis­wehren zum tra­di­tio­nellen Fort­bil­dungs­se­minar nach Bad Rap­penau ein­ge­laden. Landrat Detlef Pie­pen­burg betonte in seiner Begrüßung, dass Hilfe passen muss und dazu das gegen­sei­tige kennen lernen ganz wichtig ist. Trotz den span­nenden wirt­schaft­li­chen Zeiten wir es im Land­kreis­etat für die Feu­er­wehren keine großen Abstriche geben. Wich­tige Mei­len­steine der nächsten Zeit wird die Einführung der digi­talen Alar­mie­rung und der Bau der inte­grierten Leit­stelle für den Stadt- und Land­kreis sein.

Bad Rap­penaus Oberbürger­meister Heri­bert Blättgen lobte sowohl die her­vor­ra­gende Zusam­men­ar­beit der Behörden als auch der Feu­er­wehren unter­ein­ander bei den Belangen des Brand­schutzes. Als Bei­spiel nannte er die gemein­same Beschaf­fung der Dreh­lei­tern von Bad Rap­penau und Lauffen a.N. die erst vor wenigen Tagen offi­ziell überg­eben worden waren.

The­men­schwer­punkt des ersten Tages war die Zusam­men­ar­beit der Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen. Poli­zei­oberrat Rolf Lutz vom Führungs- und Ein­satz­stab der Poli­zei­di­rek­tion Heil­bronn stellte heraus, dass es viele Gemein­sam­keiten zwi­schen Polizei und Feu­er­wehr gibt. Bei­spiel­haft nannte er die Brandbekämpfung, die tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung und die Ein­satz­fahrten. Beide Orga­ni­sa­tionen arbeiten am glei­chen Sach­ver­halt, haben dabei aber ver­schie­dene Auf­gaben. Während die Feu­er­wehr Brände löscht und Men­schen rettet geht es der Polizei um die Gefah­ren­ab­wehr und die Straf­ver­fol­gung. Eine wei­tere Gemein­sam­keit ist der Umgang mit dem neuen Jour­na­lismus. Die Redak­teure arbeiten heute verstärkt vor Ort. Daher ist oft­mals eine Abstim­mung zwi­schen Feu­er­wehr und Polizei not­wendig, um widersprüchliche Aus­sagen zu ver­meiden.

Erster Poli­zei­haupt­kom­missar Jens Brock­sted, Leiter des Auto­bahn­po­li­zei­re­viers Weins­berg, stellte die Auf­gaben seiner Dienst­stelle vor. Er bat bei den Feu­er­wehren um Verständnis, dass es gerade auf der Auto­bahn oft wichtig ist, die Unfall­stelle möglichst schnell zu Räumen, damit der Ver­kehr wieder fließt. Als Lösungsmöglich­keiten für die bestehenden Inter­es­sen­kon­flikte, hier retten und löschen, dort Spu­ren­si­che­rung und Straf­ver­fol­gung, bietet er an, die örtliche Zusam­men­ar­beit zu verstärken, Stra­te­gien abzu­stimmen und gemein­same Übungen durchzuführen.

Für die ökume­ni­sche Not­fall­seel­sorge im Land­kreis refe­rierte Jürgen Rist. „Wenn das Leben ver-rückt wird!" beginnt die Tätig­keit der Not­fall­seel­sorger, indem sie „Erste Hilfe für die Seele" leisten. Bei Einsätzen können sie den Ein­satzkräften den Rücken für deren originäre Auf­gaben frei­halten, indem sie anwe­sende Angehörige, aber auch Zeugen betreuen. Gerade für die Ein­satzkräfte ist aber auch die Ein­satz­nach­be­spre­chung zusammen mit einem Not­fall­seel­sorger ein ganz wich­tiges Instru­ment für die Bewälti­gung der Gescheh­nisse.

Von der THW Geschäfts­stelle Heil­bronn zeigte Herr Müller mögliche Punkte für eine Zusam­men­ar­beit mit den Feu­er­wehren, sei es bei Ver­kehrsunfällen, bei Extrem­wet­ter­lagen oder bei Hoch­wasser, auf. Er stellte die Technik der ein­zelnen Züge vor und zeigte deren Möglich­keiten auf, um die Feu­er­wehren zu unterstützen. Die Anfor­de­rung erfolgt grundsätzlich über die Polizei, die Feu­er­wehr oder die Kom­mune. Dabei betonte er zwei ganz wich­tige Punkte bei Anfor­de­rung durch die Feu­er­wehr:

  • die THW Ein­heiten ordnen sich der örtli­chen Ein­satz­lei­tung unter
  • han­delt es sich um eine originäre Auf­gabe der Feu­er­wehr, für die diese keine Kosten ver­rechnen kann, stellt auch das THW keine Rech­nung.

Herr Schmidt vom DLRG zeigte auf, wo die Zusam­men­ar­beit mit den Feu­er­wehren möglich ist, und in wel­cher Form diese Unterstützung geboten werden kann. Offi­ziell ist in Baden Württem­berg die Was­ser­ret­tung dem DLRG übert­ragen, wobei aller­dings die Was­ser­ret­tung durch die Feu­er­wehren davon ausdrücklich unberührt ist. Als Anre­gung für die Zusam­men­ar­beit regte er an, die DLRG bei Gewässer­notfällen mit in die AAO ein­zu­binden.

Für die Ret­tungs­dienste zeigte Roland Schmitt vom ASB, wo den Feu­er­wehren neben der tägli­chen Zusam­men­ar­beit bei Einsätzen noch Unterstützung geboten werden kann. Dazu gehört neben der „Erste Hilfe - Aus­bil­dung" die Aus- und Fort­bil­dung in der Frühde­fi­bi­ri­la­tion, die rea­lis­ti­sche Unfall­dar­stel­lung (RUD), die Mit­wir­kung bei Übungen, aber auch die Bera­tung bei der Beschaf­fung von ent­spre­chenden Geräten.

Letzter Gast in diesem The­men­block war der Leiter des Veterinäramtes im Land­ratsamt, Dr. König. Die Berührungs­punkte seines Amtes zu den Feu­er­wehren liegen in erste Linie bei der Tier­seu­chenbekämpfung, wie es in der jüngeren Ver­gan­gen­heit bei der Vogel­grippe der Fall war und bei Unfällen mit Tier­trans­porten.

Mit Dr. Stefan Sen­del­bach, Fach­be­rater Chemie, erfolgte dann der Ein­stieg in den feu­er­wehr­spe­zi­fi­schen Bereich. Er stellte die Mess­taktik im Feu­er­wehr­ein­satz anhand der Großbrände in Schwai­gern und Möglingen dar. Für die Feu­er­wehren ist es sehr wichtig, dass sie sich im Vor­feld bereits über die Betriebe in ihrem Ein­satz­be­reich infor­mieren und somit im Falle der Fälle wissen, welche Pro­dukte dort ver­ar­beitet werden. Dann ist nämlich klar, auf wel­ches „Leit­gase" man sich bei den Mes­sungen kon­zen­trieren kann. Beim klas­si­schen Indus­trie­brand ver­brennt vor allem viel PVC, da dieser Stoff einen Haupt­an­teil in allen elek­tri­schen Kabeln ist. Bei der Ver­bren­nung wird Chlor frei, das sich mit der Luft­feuch­tig­keit, aber auch dem Löschwasser zu Salzsäure ver­bindet. Bei Bränden von Auto­reifen wird Schwe­fel­di­oxid frei, bei Kunstdüngern ent­stehen nitrose Gase und bei Bränden von Tep­pi­chen ent­steht Cyan­was­ser­stoff.Bei Bränden, bzw. Großbränden ist es daher wichtig, einen GW-Mess und einen Fach­be­rater an die Ein­satz­stelle zu holen. Ganz wichtig sind aber auch Rund­funk- bzw. Laut­spre­cher­durch­sagen, um die Bevölke­rung recht­zeitig zu warnen. Ver­bunden damit aber auch die Infor­ma­tion der Presse.Beachtet werden müssen auch mögliche Brand­fol­geschäden, z.B. durch Salzsäure. Letzt­end­lich kommt unter Umständen noch die Dioxin­pro­ble­matik hinzu, die spe­ziell beim Großbrand in Schwai­gern noch Tage später für Dis­kus­sionen in der Presse sorgte. Laut Dr. Sen­del­bach waren aber die Vor­aus­set­zungen für die Ent­ste­hung von Dioxin, das Vor­han­den­sein von Kupfer in Ver­bin­dung mit den rich­tigen Tem­pe­ra­turen, in diesem Fall nicht gegeben.Abschließend stellte er neue Messmöglich­keiten in den GW-Mess vor, die in den Fahr­zeugen jetzt vor­handen ist, bzw. aktu­elle gerade Beschafft wird.

Über Aktu­elles aus dem Land­ratsamt berich­tete Kreis­brand­meister Uwe Vogel. Während die digi­tale Alar­mie­rung 2009 ansteht, lässt der Digi­tal­funk weiter auf sich warten. Ende 2009 soll das Netz stehen und dann in den Pro­be­be­trieb durch die Polizei gehen. Erst wenn die Polizei bestätigt, dass eine aus­rei­chende Ver­sor­gung in allen Berei­chen des Land­kreises gegeben ist, werden auch die Feu­er­wehren umsteigen. Dies wird frühes­tens 2010 sein, er rechnet aber eher mit 2011. Der­zeit gibt es auch noch gar keine Geräte, die für die Feu­er­wehr zer­ti­fi­ziert sind. Völlig ungeklärt ist auch noch die Frage, wie künftig die Leit­stelle an dieses Netz ange­schlossen wird.Die inte­grierte Leit­stelle kommt. Die not­wen­digen Verträge werden im Frühjahr unter Dach und Fach gebracht. Es gibt drei gleich­be­rech­tigte Partner, den Stadt­kreis Heil­bronn, den Land­kreis Heil­bronn und das DRK. Ent­spre­chend sind auch bereits die Auf­gaben ver­teilt. Der Land­kreis ist für die Träger­schafts­ver­ein­ba­rung zuständig, die Stadt Heil­bronn für die Pla­nung und den Bau des Gebäudes, das auf dem Gelände der Feu­er­wache Heil­bronn ent­stehen wird, das DRK letzt­end­lich ist für die Leit­stel­len­technik zuständig. Es wird dabei auch keine logi­sche Tren­nung mehr zwi­schen Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst geben. Das bedeutet, dass das Per­sonal, das aus beiden Berei­chen kommen wird, daher sowohl eine feu­er­wehr­tech­ni­sche als auch eine ret­tungs­dienst­liche Aus­bil­dung haben muss und wird. Durch die neue Technik muss dann auch die AAO ange­passt werden, da die Ein­satz­stich­worte neu defi­niert werden müssen. Die Inte­grierte Leit­stelle wird wenn sie im Betrieb ist ca. 50.000 Einsätze im Jahr Abar­beiten, davon ca. 5.000 Feu­er­wehr­einsätze.In den Hin­weisen zur Gefährdungs­be­ur­tei­lung im Feu­er­wehr­dienst hob Vogel zwei Punkte hervor. Den Ein­satz und Übungs­dienst, bei dem dies mit der Umset­zung der UVV und der FwDv weit­ge­hend erfüllt ist. Wichtig ist aber die Umset­zung und die Doku­men­ta­tion. Das zweite ist das Feu­er­wehr­haus. Dazu ver­teilte er die Broschüre „Sicher­heit im Feu­er­wehr­haus".Bei den Förde­rungen von Beschaf­fungen wurde in lau­fenden Jahre 592.000 Euro aus­geschüttet. Die Förder­quote lag bei 60%. Ursache dafür war, dass sich das Antrags­vo­lumen fast ver­dop­pelt hat. Der Land­kreis selbst hat dabei die oben bereits erwähnten Aus­stat­tungen der GW-Mess beschafft.Abschließend ermun­terte er die Führungskräfte, bei künftigen Einsätzen verstärkt auch auf den ELW2 des Land­kreises zuzu­greifen, da sich die Ein­satz­leiter damit durch das erfah­rene Per­sonal den Rücken für ihre Kern­auf­gaben frei­halten können.

Günter Bau­mann von der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn, hob in seinem Vor­trag die Auf­gaben der Leit­stelle hervor und warb gleich­zeitig darum, dies auch ent­spre­chend in Anspruch zu nehmen.Damit Alar­mie­rungen auch erfolg­reich sind, ist es für die Leit­stelle wichtig, dass deren Daten auch aktuell sind. Dazu ist es not­wendig, dass die Wehren Ände­rungen jeg­li­cher Art zeitnah über das Land­ratsamt an die Leit­stelle melden. Dazu gehört auch, dass vorüber­ge­hende Abwe­sen­heiten von Fahr­zeugen, aber auch von Per­sonal, recht­zeitig und schrift­lich gemeldet werden.Am 1. April tritt eine neue Not­ruf­ver­ord­nung in Kraft. Wich­tige Punkte sind die Über­mitt­lung der Ruf­nummer und des Stand­ortes bei einem Notruf. Not­rufe von Handys sind dann nur noch mit gültiger SIM-Karte möglich. Die bis­he­rige Möglich­keit, dass Handys ohne SIM-Karte noch für Not­rufe genutzt werden können entfällt damit.

Letzter Redner des Tages war Feu­er­wehr­ka­merad MdL Rein­hold Gall, der kurz gefasst über aktu­elles aus der Politik berich­tete. Für die Novel­lie­rung des Feu­er­wehr­ge­setzes liegt nach wie vor kein Refe­ren­ten­ent­wurf vor. Gere­gelt wird auf jeden Fall der Übergang von der Jugend- zur Aktiven Wehr, der dann ab dem 17. Lebens­jahr möglich ist. Ebenso wird eingeführt, dass die Feu­er­wehren bei Ver­kehrsunfällen künftig auch für Ret­tung selbst Kos­ten­er­satz gel­tend mach können.Durch geplante Ände­rungen am System der Feu­er­schutz­steuer sieht er die Gefahr, dass diese Mittel künftig irgendwo ver­si­ckern und nicht mehr bei den Kom­munen ankommen.Der Brand­schutz bleibt auch künftig Teil des Kata­stro­phen­schutzes. Die aktu­ellen Mit­telkürzungen liegen mit 10% in einem erträgli­chen Rahmen.

Der Sonntag begann mit den aktu­ellen Bekannt­ma­chungen und Nach­richten des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes. Vor­sit­zender Rein­hold Korb und die stell­ver­tre­tende Kreis­ju­gend­wartin Chris­tiane Fuchs gaben einen kurzen Rückblick auf das ver­gan­gene Jahr und eine Vor­schau auf das neue.So berich­tete Korb über das Feu­er­wehr­heim Titisee. Das Albert-Bürger-Haus ist seit Oktober fertig und der Abbruch der wei­teren Anlagen hat leider Alt­lasten zu Tage gebracht die nun teuer ent­sorgt werden müssen.Auch im Jahr 2009 wird es eine Aus­gabe der KFV-Zei­tung geben. Die Feu­er­wehren sind auf­ge­rufen ihre Berichte und Ter­mine schon jetzt an das Medi­en­team zu senden.Das Medi­en­team wird im Jahr 2009 wieder eine Pres­se­spre­cher-Fort­bil­dung orga­ni­sieren. Ebenso ist ange­dacht ein Seminar über die Erstel­lung und Pflege von Feu­er­wehr-Inter­net­auf­tritten anzu­bieten.Der Ver­band plant außerdem in Heil­bronn ein Fahr­si­cher­heits­trai­ning für Maschi­nisten zu ver­an­stalten.Die Abnahme der Leis­tungs­ab­zei­chen und der Jugend­flamme werden in den nächsten zwei Jahren ver­suchs­weise zusammen abge­halten. Die Ver­an­stal­tungs­orte sowie die Ter­mine für diese kom­bi­nierten Leis­tungsprüfungen stehen bereits fest.Die GEMA hat den Ver­trag mit dem Lan­des­feu­er­wehr­ver­band für Musik­ein­spie­lungen bei feu­er­wehr­in­ternen Ver­an­stal­tungen gekündigt und bietet nun einen Ver­trag mit der dop­pelten Gebühr an. Der Lan­des­ver­band ist momentan in sehr schwie­rigen Ver­hand­lungen mit der GEMA.Korb ermahnte auch die Wehren ihre Radio- und Fern­sehgeräte in Feu­er­wehr­fahr­zeugen und Gerätehäusern bei der GEZ anzu­melden. Erste Wehren bekamen in der Ver­gan­gen­heit Besuch eines Kon­trol­leurs und müssen nun für meh­rere Jahre nach­zahlen!Chris­tiane Fuchs wies die Kom­man­danten darauf hin, das die Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tungen für die Jugend­warte und Betreuer kaum besucht werden. Jugend­feu­er­wehr­leute sind in ein paar Jahren Kame­raden mit denen man in den Ein­satz fährt, des­halb sollte man diese Top aus­bilden. Nur bei den Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tungen erhält der Jugend­leiter das nötige Know-How dazu!Im Mai 2009 findet wieder ein Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­zelt­lager statt. Die Zelte werden dieses mal in Weins­berg-Gell­mers­bach auf­ge­schlagen.

Kreis­brand­meister Vogel gab einen umfas­senden Über­blick auf die kom­mende Digi­tale Alar­mie­rung. Auf Grund­lage des bereits seit zehn Jahren bestehenden digi­talen Alar­mie­rungs­netzes der Stadt Heil­bronn wird der Land­kreis bis zum 3. Quartal 2009 für ca. 500.000€ auf die neue Technik vor­be­reitet. Das Alar­mie­rungs­netz wird einige moderne Erwei­te­rungen erhalten, mit denen es z.B. möglich sein wird inner­halb weniger Sekunden meh­rere Alarm­gruppen zu alar­mieren - vor­aus­ge­setzt die Mel­de­empfänger unterstützen diese Expres­s­alar­mie­rung. Des­halb wird der Land­kreis eine Sam­mel­be­stel­lung von Funk­mel­de­empfängern durchführen. Dadurch kann der Preis eines Mel­ders auf ca. 250€ gesenkt werden.Ab dem Start des Netzes ist es dann möglich unabhängig vom Sprech­funk­netz zuverlässig zu alar­mieren. Außerdem wird es in den örtli­chen Gerätehäusern keine Alarm­geber mehr geben. Die Alar­mie­rungs­ho­heit wird die Leit­stelle haben. Für den Not­fall wird vor­aus­sicht­lich in Neckar­sulm eine wei­tere Alar­mie­rungs­stelle ein­ge­richtet. Außerdem kann vom neuen ELW der Feu­er­wehr Heil­bronn alar­miert werden.Bis vor­aus­sicht­lich 2010 wird die bestehende ana­loge Alar­mie­rung par­allel betrieben.

Ger­hard Bin­de­reif und Oliver Wachno gaben einen kurzen Über­blick über die Geschichte und Arbeit der Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land. Die seit 1974 bestehende Orga­ni­sa­tion hat 15 bis 20 Einsätze im Jahr und stellt momentan einen zweiten MTW in Dienst. Sta­tio­niert sind die Fahr­zeuge auf der Heil­bronner Haupt­feu­er­wache. Die Alar­mie­rung wird eben­falls von der Heil­bronner Feu­er­wehr über­nommen. Das Ein­satz­spek­trum reicht von der Ver­miss­ten­suche bis zur Ein­satz­be­reit­schaft bei Bom­ben­funden.

Die Lei­tende Not­arzt­gruppe Heil­bronn wurde von Herrn Dr. Balz vor­ge­stellt. Die seit Juli 2000 bestehende Gruppe besteht der­zeit aus zwei im wöchent­li­chen Wechsel alarm­be­reiten Not­arzt­gruppen. Im Jahr werden die Notärzte zu ca. 25 Einsätzen gerufen. Unter anderem bei schweren Ver­kehrsunfällen mit einer hohen Anzahl an Ver­letzten. Auch bei Bom­ben­funden wie zuletzt in Heil­bronn ist man Sicher­heits­halber ver­treten.

Den Abschluss machte Lothar Rein­hard vom DRK KV Heil­bronn. Im Hin­blick auf die in Zukunft noch nähere Zusam­men­ar­beit zwi­schen Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst stellte er im Kurz­durch­gang den Kreis­ver­band vor und bot den Feu­er­wehren für ihre Übungen die kos­ten­freie Bereit­stel­lung von Ret­tungs­dienst­per­sonal an. So können von den Übungen beide Seiten pro­fi­tieren und Erfah­rungen sam­meln.

Bilder: Aus­stell­lung neuer Fahr­zeuge bei den Land­kreis­wehren