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Floriansjünger weihen neue Räume ein

Neuenstadt a.K.von Waltraud Langer, HSt

Die Neuenstädter Gesamt­feu­er­wehr ver­sam­melte sich in der Cle­ver­sulz­ba­cher Kel­ter­halle zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung. Außerdem wurden die neuen Räume der Abtei­lung Cle­ver­sulz­bach nach fünfmo­na­tiger Umbau­phase fei­er­lich ein­ge­weiht.

Hell­grau und rot sind die vor­herr­schenden Farben. Zu den reno­vierten Räumen, die in der Kelter von der Feu­er­wehr immer schon genutzt wurden, kam ein großer Auf­ent­halts­raum mit einer Küchen­zeile. 120 000 Euro kos­tete der Umbau. Bürger­meister Nor­bert Heuser betonte, dass mit dieser Ein­wei­hung und nach dem Bau des Feu­er­wehr­hauses für die Abtei­lungen Kochertürn/Stein nun­mehr das Feu­er­wehr­kon­zept von 2001 umge­setzt ist. Das Stadt­ober­haupt bedankte sich bei Kreis­brand­meister Uwe Vogel für die Unterstützung.

Ein Stück Lebens­qualität sah Orts­vor­steher Werner Uhl­mann im Erhalt der Abtei­lung. Abtei­lungs­kom­man­dant Jürgen Heiß ließ per Dia-Schau den Umbau Revue pas­sieren. Pfarrer Ulrich Weber gab den kirch­li­chen Segen.

Bei der anschließenden Haupt­ver­samm­lung der Gesamt­wehr lie­ferte neben den Ver­tre­tern der Jugend­wehr und den ein­zelnen Abtei­lungen Kom­man­dant Hartmut Schaf­froth einen umfas­senden Bericht über die Situa­tion der Neuenstädter Wehr. „Wir haben eine gute Tagespräsenz, da viele Kame­raden in örtli­chen Firmen arbeiten." Die Ausrückzeit sei unter vier Minuten.

Erfreu­lich sei, dass von ins­ge­samt 113 Aktiven 46 zwi­schen 18 und 30 Jahre alt sind. „Das sind die Früchte unserer Jugend­ar­beit", so Schaf­froth. Die lang­ge­dienten Feu­er­wehr­leute ermu­tigte er zu bleiben. „Warum soll einer nicht bis 65 mit­ma­chen, wenn er sich dazu in der Lage fühlt." Ins­ge­samt hat sich die Zahl der Aktiven von 111 auf 113, dar­unter zwei Frauen, erhöht. Die Jugend­feu­er­wehr hat um zwei Mit­glieder auf 20 zuge­nommen. In der Alters­ab­tei­lung sind 41 Feu­er­wehr­leute regis­triert.

2007 hatte Feu­er­wehr 80 Einsätze. Die Brände stellen mit 33 Einsätze nicht den Löwen­an­teil, viel­mehr sind es zuneh­mend Kata­stro­phen­einsätze nach Stürmen oder Stark­regen sowie Hil­fe­leis­tung bei Auto­bahnunfällen. „Bald brau­chen wir mehr Motorsägen, als Löschfahr­zeuge", meinte Schaf­froth. Manchmal sei man mehr­fach gefragt, so etwa in einer Nacht im Januar 2007 als man an elf ver­schie­denen Ein­satz­stellen Hilfe leisten musste.

Alles in allem waren die Feu­er­wehr­leute im ver­gan­genen Jahr 1278 Stunden im Ein­satz. Schaf­froth berich­tete auch von Lehrgängen und Schu­lungen, unter anderem am neuen Löschfahr­zeug HLF 20/16 und von der Brand­schutz­er­zie­hung in Grund­schulen und Kin­dergärten. Er zog für die Neuenstädter Wehr ein posi­tives Resumée und blickt mit Opti­mismus in die Zukunft.

Bei der Haupt­ver­samm­lung der Neuenstädter Feu­er­wehr wurden fol­gende Feu­er­wehr­leute aus der Jugend­feu­er­wehr bei den Aktiven auf­ge­nommen: Maxi­mi­lian Bohn, Daniel Gölten­both, Patrick Holl, Gabriel Wol­len­sack, Julia Schaffdroth und Thorsten Soukup.

Nach der Grund­aus­bil­dung und 70 Stunden Übungs- und Ein­satz­dienst wurden zum Feu­er­wehr­mann befördert: David Gäckle, Jürgen Rückert, Steffen Rückert und Daniel Schmel­cher. Nach fünf Jahre Ober­feu­er­wehr­mann und der Aus­bil­dung zum Gerätewart wurde Uwe Murawski zum Haupt­feu­er­wehr­mann befördert. Nach dem Grup­penführer­lehr­gang ist Timo Eichel­maier jetzt Lösch­meister. Nach min­des­tens einem Jahr als Ober­brand­meister und Kom­man­dant einer Gemeinde über 5000 Ein­wohner wurde Hartmut Schaf­froth zum Haupt­brand­meister befördert.

Bild: Sym­bo­li­sche Schlüsselübergabe: (von links) Cle­ver­sulz­bachs Abtei­lungs­kom­man­dant Heiß, Bürger­meister Heuser, Kom­man­dant Schaf­froth. (Foto: Wal­traud Langer)