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Floriansjünger suchen Nachwuchs

Beilsteinvon Margit Stöhr-Michalsky, HSt

Das Fest der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr in Beil­stein zieht. Das zeigte die große Besu­cher­schar an den zwei Fest­tagen. Alle zwei Jahre lädt Kom­man­dant Bernd Kir­cher zusammen mit den 58 aktiven Wehr­leuten und den zehn Mit­glie­dern der Jugend­feu­er­wehr zum Fest­be­trieb ein. „Die Mann­schaft ist ein­ge­spielt. Bei uns klappt alles rei­bungslos, vom Wasser bis zu den Schnit­zeln."

Fleißige Haus­frauen berei­cherten das Angebot mit selbst gemachten Kuchen. Neben der Gemütlich­keit im Feu­er­wehr­ma­gazin und auf dem Gelände gab es ausführliche Infor­ma­tionen der Einsätze und Schauübungen. Wie setze ich richtig einen Notruf ab? Welche Infor­ma­tionen sind dabei wichtig? Das erfuhren zum Bei­spiel 30 Kinder zwi­schen zehn und zwölf Jahren am Nach­mittag. Auch das Innen­leben des Ret­tungs­fahr­zeuges mit Atem­schutz­klei­dung, Ret­tungs­schere und den Was­ser­schläuchen wurde genau erklärt. „Wenn von den Kin­dern, die stark an der Arbeit der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr inter­es­siert sind, fünf zu uns kämen, das würde uns sehr freuen", sagte Kom­man­dant Bernd Kir­cher. Nach­wuchs könne die Wehr gut brau­chen.

Einer, der sich Gedanken zur Jugend­feu­er­wehr gemacht hat, ist Philipp Hensel. Der 15-Jährige aus Beil­stein ist bereits seit drei Jahren bei der Deut­schen Lebens­ret­tungs­ge­sell­schaft (DLRG) aktiv. Die Feu­er­wehr­technik und die Grup­pen­ar­beit findet er gut. Beim Fest beob­ach­tete er die Schauübung der Jugend­ab­tei­lung. Eine kleine Holzhütte brannte lich­terloh auf dem Asphalt-Gelände. Das Horn ertönte. Das Fahr­zeug rollte heran. Jugend­liche rannten mit Schläuchen zum Geschehen. Sechs Jugend­liche waren bei diesem Pro­gramm­punkt im Ein­satz. „Wasser marsch" lau­tete der Befehl. Die Was­ser­fontänen ließen dem Feuer keine Chance. Und an Wasser man­gelte es nicht. Immerhin sind bis zu 2500 Liter Wasser im Tank des Ein­satz­fahr­zeuges. „Wasser halt", rief nach einigen Minuten der Ein­satz­leiter. Der Brand­herd war gelöscht.

Zur Sicher­heit wurden die ver­kohlten Latten geprüft. Der Bei­fall der zahl­rei­chen Besu­cher zeigte: Die Jugend­wehr hat ihre Sache gut gemacht.

Nicht nervös Felix hatte zum ersten Mal bei einem Ein­satz mit rich­tigem Feuer die Was­ser­spritze gehalten. Nervös? „Nö", sagte er. Und stolz trug er das neue blaue T-Shirt mit dem Auf­druck „Jugend­feu­er­wehr Beil­stein". Die aktiven Mit­glieder zeigten anschließend in ihrer Schauübung einen Lösch­an­griff in einem Wohn­haus. Die Übung gehört zum Leis­tungs­ab­zei­chen, das im Juli in Bad Fried­richs­hall abge­nommen wird.

Foto: "Die Mann­schaft ist ein­ge­spielt. Bei uns klappt alles rei­bungslos."

Bernd Kir­cher