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Firmenhalle zerstört: Polizei vermutet Brandstiftung

Eppingenvon Alexander Hettich, HSt

Eine leer ste­hende Fir­men­halle in der Tul­lastraße ist in der Nacht auf Samstag vollständig aus­ge­brannt. Die Feu­er­wehr war schnell zur Stelle und ver­hin­derte, dass die Flammen auf die Nach­bargebäude überg­riffen. Per­sonen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand gelegt wurde.

Super­markt geplant Am Sams­tag­mittag liegt immer noch beißender Brand­ge­ruch in der Halle, die der Han­dels­riese Lidl vom örtli­chen Bau­un­ter­nehmen Hart­mann über­nommen hat. Löschwasser tropft von der hohen Decke, der östliche Teil des Gebäudes ist ein ver­kohltes Trümmer­feld. Die Wände sind teil­weise auf­ge­rissen. Bis in die frühen Mor­gen­stunden war die Feu­er­wehr mit 36 Mann im Ein­satz und ver­hin­derte so, dass der benach­barte Super­markt oder angren­zende Hallen in Mit­lei­den­schaft gezogen wurden.

Was in der Nacht zuvor pas­siert ist? Peter Mayerhöfer kann es sich auch nicht erklären. Der Lidl-Immo­bi­li­en­leiter, der am Samstag den Schaden inspi­ziert, tippt aber auf Brand­stif­tung. Ein Kurz­schluss komme kaum infrage. „Der Strom war abge­stellt." Die Dis­counter-Kette hatte Gebäude und Grundstück vor einiger Zeit von der Eppinger Fir­men­gruppe Hart­mann erworben. „Wir stehen in Ver­hand­lungen mit der Stadt über die Ansied­lung eines Lidl-Markts", berichtet Mayerhöfer. Die aus­ge­brannte Halle hätte ohnehin abge­rissen werden sollen. Der finan­zi­elle Schaden, der zunächst nicht bezif­fert werden konnte, dürfte sich also in Grenzen halten. „Teurer wird es aber auf jeden Fall, weil wir jetzt Brand­schutt ent­sorgen müssen." Mit schwerem Gerät wird am Samstag die Decken­ver­klei­dung der Brand­ruine ent­fernt, weil die Feu­er­wehr im Dämmma­te­rial Glut­nester ver­mutet.

Ermitt­lungen laufen Auch die Polizei geht nach ersten Ermit­lungen von Brand­stif­tung aus. „Eine natürliche Brand­quelle haben wir nicht gefunden", so ein Spre­cher auf KS-Anfrage. Brand­be­schleu­niger oder Ähnli­ches sind zwar in den Trümmern nicht auf­ge­taucht. Jedoch wiesen die „äußeren Umstände" darauf hin, dass der Brand gelegt worden ist. Das leer ste­hende Gebäude habe „ver­schie­denen Leuten als nächt­li­cher Treff­punkt" gedient.

Erst vor zwei Monaten hatte ein Großbrand die Fir­men­halle einer Zim­merei im Eppinger Stadt­teil Klein­gartach in Schutt und Asche gelegt und einen Schaden von mehr als einer Mil­lion Euro ange­richtet. In diesem Fall haben die Ermittler Brand­stif­tung als Ursache weit­ge­hend aus­ge­schlossen.

Bild: Brand­ruine: Die Fir­men­halle an der Eppinger Tul­lastraße. (Foto: Alex­ander Het­tich)