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Feuerwehr zeigt ganze Palette ihres Einsatzgebietes

Obersulmvon Gustav Döttling, HSt

Gekonnt seilt sich Valentin Vollert unter dem Bei­fall der vielen Zuschauer aus 24 Metern Höhe vom Korb der Dreh­leiter ab. Mit ihren Ret­tungs­vorführungen begeis­tern die Feu­er­wehrmänner vor allem das junge Publikum. Die Abtei­lung Ober­sulm feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Im Juli 1999 wurde nach dem Zusam­men­schluss der Abtei­lungen Affalt­rach und Wills­bach für 1,7 Mil­lionen Euro das neue Feu­er­wehr­haus gebaut.

Den Schau­nach­mittag eröffnen neun Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr mit einem Lösch­an­griff. Der Aufbau einer Was­ser­ver­sor­gung vom Feu­er­wehr­auto zum Ver­teiler klappt wie am Schnürchen.

Mit der Dreh­leiter demons­trieren Vollert und seine Kame­raden eine Abseilübung und die Ret­tung eines Ver­letzten aus einem Schacht. Abtei­lungs­kom­man­dant Ger­hard Schenk kom­men­tiert das Geschehen.

Für eine realitätsnahe Demons­tra­tion einer Fett­ex­plo­sion entzünden die Wehrmänner in einer alten Ein­bauküche Fett in einem Topf. Zunächst erstickt Mathias Not­h­durft das Feuer mit dem Deckel. „So ist es richtig“, erläutert Dieter Renner. Dann wird ein Liter Wasser in das bren­nende Fett gegossen. Eine rie­sige Stich­flamme schießt aus der Küchen­zeile und ver­pufft. „Das war mir nicht mehr gegenwärtig, dass man das nicht tun darf“, ist Ute Seitz aus Weiler verblüfft.

Mit Spreizer und Schere zer­legen Feu­er­wehrmänner zwei Unfall­fahr­zeuge und zeigen, wie ein­ge­klemmte Insassen gerettet werden.

Eine Aus­stel­lung mit Fotos, Ausrüstungs­ge­genständen und Schau­ta­feln doku­men­tiert die Geschichte der Abtei­lung Ober­sulm und die ris­kan­testen Einsätze. Dieter Renner klärt über Rauch­melder und Brand­schutz­de­cken auf.

Im Hof vergnügen sich Kinder und Eltern bei den Spritz­spielen der Jugend­feu­er­wehr. „Das Tollste war die Fahrt im Feu­er­wehr­auto“, will Maxi­mi­lian von Bernus (4) einmal Feu­er­wehr­mann werden. „Es ist beru­hi­gend zu wissen, wie gut der Aus­bil­dungs­stand und die Ausrüstung sind“, ist sein Vater Jürgen beein­druckt von den Vorführungen.