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Feuerwehr-Wahlen gescheitert

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

OB Blättgen for­dert Revi­sion der Feu­er­wehr­sat­zung - Lob für Kom­mando

Har­mo­nisch ging die Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau in der Fürfelder Brun­nen­berg­halle über die Bühne. Wenn­gleich Kom­man­dant Felix Mann mit einem Wer­muts­tropfen zu kämpfen hatte: Die geplante Wahl seiner beiden Stell­ver­treter musste ver­schoben werden. Die 50-Pro­zent-Hürde, die in der Feu­er­wehr­sat­zung der Stadt ver­an­kert ist, stand der Wie­der­wahl von Thomas Wachno und Axel Klum­bach im Wege. Zu wenige Ein­satzkräfte waren anwe­send.

Für Revi­sion Kein Grund zur Besorgnis, wie Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen durch­bli­cken ließ. „Diese Rege­lung fällt uns nun schon zum zweiten Mal vor die Füße. Diese Hürde, die in der Sat­zung ein­ge­baut ist, gehört drin­gend revi­diert“, erklärte das Stadt­ober­haupt. Bisher sei dies nie richtig beachtet worden. „Das ist immer so durch­ge­laufen, bis jetzt jemand darauf geschaut hat.“ Blättgen ver­sprach, prüfen zu lassen, wie damit umge­gangen werden muss.

Denn nicht nur die Wie­der­wahl der beiden Stell­ver­treter Manns schei­terte an der 50-Pro­zent-Hürde, auch die Beru­fung von Jürgen Seel zum Abtei­lungs­kom­man­danten der Kern­stadt und seines Stell­ver­tre­ters Andreas Bödinger muss wie­der­holt werden. Blättgen schlug vor, Wachno und Klum­bach kom­mis­sa­risch bis zur nächsten Haupt­ver­samm­lung im Dienst zu lassen. „Wenn das so mit den Regu­la­rien und Sat­zungen ver­einbar ist, könnten wir dieses Vor­gehen im Gemein­derat beschließen“, warf der Rat­haus­chef in den Raum.

30, 40 Jahre alt ist die Feu­er­wehr­sat­zung der Kur­stadt und in vielen Punkten nicht mehr zeitgemäß. Der OB: „Hätten bei­spiels­weise Sport­ver­eine eine solche Hürde in ihrer Sat­zung, wären sie schon lange nicht mehr beschlussfähig.“

Die Anwe­sen­heit aller Abtei­lungen nutzte Blättgen, um über den aktu­ellen Stand der Fusion von Tresch­klingen, Bon­feld und Fürfeld zur Abtei­lung Süd zu infor­mieren: „Wir sind gerade dabei, ver­schie­dene Plan­va­ri­anten für das Gerätehaus zu erstellen. Die Zuschuss­anträge sind gestellt und Kosten in die mit­tel­fris­tige Finanz­pla­nung auf­ge­nommen.“ Die Ver­wal­tung rechnet mit einer Größenord­nung von 3,5 Mil­lionen Euro.

Blättgen gra­tu­lierte in der voll­be­setzten Halle, in der sich auch die nicht wahl­be­rech­tigten Alters­ab­tei­lungen ein­ge­funden hatten, Kom­man­dant Felix Mann zur kürzlich bestan­denen Prüfung zum Brand­in­spektor. Der Ver­wal­tungs­chef lobte auch Wachno, der den Posten des ersten Stell­ver­tre­ters bekleidet, und Klum­bach für ihre enga­gierte Arbeit. Mann stieß ins gleiche Horn: „Die beiden sind zwei­fache Fami­lienväter und beruf­lich stark ein­ge­spannt. Beide unterstützen mich trotz dieser Mehr­fach­be­las­tung her­vor­ra­gend. Ins­be­son­dere auf­grund meiner Aus­bil­dung waren sie deut­lich mehr gefor­dert, als ihnen eigent­lich zuzu­muten gewesen wäre.“ Der Kom­man­dant meinte, in den ver­gan­genen Jahren sei viel bewegt und vieles angestoßen worden. Die Früchte der Arbeit stünden noch aus. Es bereite ihm große Freude, mit guten Stell­ver­tre­tern zu arbeiten. „Ich denke, wir haben das Spagat zwi­schen Ehren­amt­li­chen und Haupt­amt­li­chen gemeis­tert“, so Felix Mann.

Helden Fürfelds Orts­vor­steher Marcel Mayer betonte, die Flo­ri­ansjünger seien für ihn die wahren Helden. „Die Feu­er­wehr funk­tio­niert nur, wenn der Zusam­men­halt da ist. Die gute Jugend­ar­beit zeigt, dass hier einiges richtig läuft. Darauf dürfen Sie stolz sein.“

Bild: Zwei Stell­ver­treter, die bei der Feu­er­wehr auf ihre Bestätigung warten müssen: Thomas Wachno (links) und Axel Klum­bach (rechts) applau­dieren Kom­man­dant Felix Mann bei der Haupt­ver­samm­lung. (Foto: Franz Theuer)