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Feuerwehr Schwaigern informiert sich über die neue Biogasanlage

Schwaigernvon Volker Lang, Feuerwehr Schwaigern

Die Führungskräfte der Feu­er­wehr Schwai­gern haben sich bei einer Besich­ti­gung über die Bio­gas­an­lage der Fa. Söhner infor­miert. Wenig später hat dann die Abtei­lung Schwai­gern-Stadt dort auch eine Übung abge­halten.

In der Bio­gas­an­lage wird in einem mehrwöchigen Faul­pro­zess eines Gemi­sches aus Silage und Gülle Biogas erzeugt. Das Gas wird zunächst im Fer­menter gespei­chert und gelangt dann bei Bedarf in das Block­heiz­kraft­werk, wo es zur Wärme- und Strom­ge­winnen genutzt wird. Haupt­brenn­stoff ist dabei Methan, das im Biogas zu 50 - 80 % ent­halten ist. Bei einem Ent­wei­chen ent­mischt sich das Gas­ge­misch. Das Methan steigt noch oben, da es leichter als Luft ist, während das eben­falls ent­hal­tene CO2 nach unten sinkt. Da auch Schwe­fel­was­ser­stoff ent­halten ist, riecht es nach „faulen Eiern".

Ent­spre­chend muss sich auch die Feu­er­wehr bei einem Ein­satz auf ver­schie­dene Gefahren ein­stellen und sich ent­spre­chend ver­halten. Durch den hohen Anteil an CO2 droht in tiefer lie­genden Berei­chen Ersti­ckungs­ge­fahr. Durch den Methan­an­teil besteht Explo­si­ons­ge­fahr, sofern es an der Aus­tritt­stelle nicht zum abfa­ckeln kommt. Im Block­heiz­kraft­werk kommt dann noch die Gefahr durch die Strom­erzeu­gung hinzu. Bereits bei der Anfahrt muss des­halb die Wind­rich­tung berücksich­tigt werden. Im Bereich der Anlage darf nur unter Atem­schutz gear­beitet werden. Die Atmosphäre muss mit dem Gas­warngerät per­ma­nent auf Methan und CO2 über­wacht werden. Sollte irgendwo Gas bren­nend aus­treten, darf diese nicht gelöscht werden.

Kom­man­dant Albert Decker bedankte sich abschließend bei den Herren Schmalzhaf, Weller und Decker für die Führung und die zur Verfügung gestellten Ein­satz­hin­weisen.

Bei der wenige Tage später durchgeführten Übung der Abtei­lung Schwai­gern-Stadt ging es vor­rangig um die Was­ser­ver­sor­gung. Da der ein­zige Hydrant im direkten Bereich der Anlag für die Feu­er­wehr nicht aus­reicht, wurde mit dem Schlauch­wagen eine mehrer hun­dert Meter lange Lei­tung bis zum Schwai­gerner Indus­trie­ge­biet ver­legt. Nach Übungs­ende wurde auch der Mann­schaft die Anlage im Detail vor­ge­stellt.