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Feuerwehr reagiert auf immer mehr Einsätze

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Rap­penau hat eine Abtei­lung Süd gegründet. Frank Rieth wird die Abtei­lung führen, die für eine bes­sere Verfügbar­keit in der Stadt sorgen soll.

Der Arbeits­kreis Per­sonal hatte im Vor­feld der Gründungs­ver­samm­lung der Abtei­lung Süd der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau ganze Arbeit geleistet. Zügig gingen die Wahlen über die Bühne.

Frank Rieth, seit über zehn Jahren Abtei­lungs­kom­man­dant in Bon­feld, führt die neue Abtei­lung, die mit dem Tag des Ein­zugs in das geplante Feu­er­wehr­haus im Buchäcker­ring die Abtei­lungen Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen ersetzen wird. Ihm zur Seite stehen in den ersten fünf Jahren zwei Stell­ver­treter: Tobias Mayer, Vize-Abtei­lungs­kom­man­dant in Fürfeld, und der Tresch­klinger Abtei­lungs­kom­man­dant Jürgen Harrer.

„Nach fünf Jahren werden wir die Zahl auf einen Stell­ver­treter redu­zieren“, kündigte Stadt­kom­man­dant Felix Mann an, „aber wir möchten in der Anfangs­phase, dass sich jede Wehr in der neuen Abtei­lungs­spitze wie­der­findet.“

„Werden unsere Tages­verfügbar­keit ver­bes­sern“

Rieth zeigte sich von der breiten Zustim­mung - von 63 Stimmen erhielt er 61 - erfreut: „Die neue Abtei­lung ist zukunfts­wei­send. Wir werden breiter auf­ge­stellt sein und können unsere Tages­verfügbar­keit ver­bes­sern.“ Keine Hehl machte der 45-jährige Fami­li­en­vater daraus, „dass auf uns ein hohes Maß an Ver­ant­wor­tung und Auf­gaben zukommt und wir des­halb alle brau­chen“. Die breite Zustim­mung wer­tete Frank Rieth als „schönes Zei­chen, dass die Mann­schaft hinter mir steht - und das freut mich persönlich sehr“.

Neben Rieth, Mayer und Harrer wurden Sven Schuch (Schriftführer), Carolin Klum­bach (Kas­sen­ver­wal­terin) sowie Manuel Hertlein, Julian Kober, Chris­toph Pyka und Axel Klum­bach in den Aus­schuss der Abtei­lung gewählt. Als Mit­glieder im Feu­er­wehr­aus­schuss fun­gieren Rieth kraft Amtes sowie Jürgen Harrer und Carolin Klum­bach.

Künftig soll es drei Jugend­gruppen geben

Die Fusion umfasst auch die Jugend­feu­er­wehren. Als Jugend­grup­pen­lei­terin ist Jana Tiedt vor­ge­sehen. Die 29-jährige gab der Ver­samm­lung einen Ein­blick, wie die Jugend­feu­er­wehr in der Abtei­lung Süd auf­ge­stellt sein soll. Geplant sind drei Jugend­gruppen, eine für die Zehn- bis 13-Jährigen, eine für die 14- bis 16-Jährigen und die dritte für die 16- bis 18-Jährigen. Zur Gewin­nung von Nach­wuchs ist in allen drei Orten eine Aus­schrei­bung für eine gemein­same Jugend­gruppe von Zehn- bis Zwölfjährigen vor­ge­sehen, „die gleich als Team zusam­men­wachsen soll“.

Die Auf­bruchs­stim­mung und die posi­tive Ein­stel­lung zur Fusion der drei Abtei­lungen strich auch Kreis­brand­meister Uwe Vogel heraus. Er sprach von einer „bemer­kens­werten Ver­an­stal­tung, die wir nicht alle Tage haben“. Die Fusion bezeich­nete Vogel als „zielführend, her­aus­ra­gend und gut“ und betonte: „Die posi­tiven Aspekte über­wiegen.“ Er sei erstaunt, wie gerad­linig und dis­zi­pli­niert die Ver­samm­lung über die Bühne gegangen sei. „Die Zusam­men­le­gung ver­lief völlig geräuschlos, da haben wir auch schon anderes erlebt“, beschei­nigte der Kreis­brand­meister.

So viele Einsätze wie nie

Stadt­kom­man­dant Felix Mann bezeich­nete die Fusion als „rich­tigen Schritt, um für die Zukunft gerüstet zu sein“. Während die Ein­satz­zahlen in den ver­gan­genen sechs Jahren kon­ti­nu­ier­lich ange­stiegen sind, war die Per­so­nal­ent­wick­lung vor allem in Fürfeld und Tresch­klingen rückläufig.

Von mehr Auf­gaben berich­teten auch die drei Abtei­lungs­kom­man­danten im Vor­feld der Gründung, der Abtei­lungs­ver­samm­lungen vor­aus­ge­gangen waren. „Wir hatten, seit ich dabei bin, noch nie so viele Einsätze“, brachte es Fürfelds Abtei­lungs­kom­man­dant Harald Rein­hardt auf den Punkt.