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Feuerwehr probt den Ernstfall in der Leerguthalle

Gemmingenvon Nicole Theuer, HSt

Mit vier Fahr­zeugen war die Wehr vor­ge­fahren, nachdem die Brand­mel­de­an­lage Alarm ausgelöst hatte. Die Kame­raden erkun­deten zunächst die Voll- und Leer­gut­halle. Außerdem machten sich draußen die Atem­schutzträger bereit.

„Im Vor­feld habe ich erfahren, dass unsere ganzen Kunst­stoff­kisten eine so genannte Brand­last dar­stellen, die die Löschar­beiten im Ernst­fall erschweren würde“, erzählte Mar­ke­ting­leiter Joa­chim Völkel, während er die Arbeit der Feu­er­wehr inter­es­siert ver­folgte.

2400 Paletten mit vollen und leeren Fla­schen lagern in der Halle, in der es auch eine Pho­to­vol­ta­ik­an­lage und einen Gas­schieber gibt. „Bei uns hat die Feu­er­wehr offene Türen ein­ge­rannt, als sie ange­fragt haben, ob sie hier üben dürfen“, sagte Völkel. „Wir stehen immer wieder in Kon­takt mit der Wehr, sowohl für sie als auch für uns ist es wichtig, dass die Mann­schaft im Ernst­fall weiß, wo Schalt­schränke, Gas­anschlüssen oder Stromkästen sind.“

Kaum war die Was­ser­ver­sor­gung her­ge­stellt und die Schläuche aus­ge­legt, brachten die Ein­satzkräfte auch schon die ersten geret­teten Mit­ar­beiter. Kno­chenbrüche, Brand­ver­let­zungen sowie Schock­zustände mussten Helfer vor Ort und DRK-Bereit­schaft behan­deln. „Da das DRK auch mal üben wollte, wie man einem Feu­er­wehr­mann die Sau­er­stoff­fla­sche abnimmt, haben wir noch eine Not­fall­ret­tung für einen kol­la­bierten Kame­raden in die Übung ein­ge­baut“, erzählte Kom­man­dant Steffen Ebert.

Der Ver­ant­wort­liche war mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Nach 40 Minuten war das Feuer gelöscht, die Auf­stel­lung der Rie­gel­stel­lung zum Schutz des angren­zenden Gebäudes klappte ebenso rei­bungslos wie die Ret­tung der Ver­letzten.

„Wir haben den Brand in einem Strom­ver­tei­ler­kasten im Erd­ge­schoss simu­liert, von dem die Pho­to­vol­ta­ik­an­lage nicht betroffen war. Wäre dies der Fall gewesen, hätten wir auf jeden Fall die Eppinger mit der Dreh­leiter nach­alar­miert“, sagte der Kom­man­dant. Beim Brand eines Indus­triegebäudes werde ohnehin zunächst der halbe Land­kreis alar­miert. Die Gem­minger hätten im Ernst­fall aller­dings die Ver­ant­wor­tung: „Uns obliegt es, die Lage ein­zuschätzen und zu beur­teilen, welche Unterstützung wir benötigen.“

Bild: Die Feu­er­wehr­ka­me­raden löschten den Brand, ret­teten die Ver­letzten und schützten auch die anlie­genden Gebäude. (Foto: Franz Theuer)