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Feuerwehr ist trotz geringer Tagespräsenz gut aufgestellt

Jagsthausenvon Franz Andritsch, HSt

Der jetzt im Gemein­derat Jagst­hausen vor­ge­legte Feu­er­wehr­be­darfs­plan enthält eine Bestands­auf­nahme dessen, was eine Gemein­de­feu­er­wehr vor­halten muss, um den kon­kreten örtli­chen Verhältnissen gerecht zu werden.

Die Lage der Gerätehäuser erlaubt es, dass die Feu­er­wehr in fünf, bei Aus­sied­lerhöfen maximal in zehn Minuten an der Gefah­ren­stelle sein kann. Die Löschwas­ser­ver­sor­gung aus dem Trink­was­ser­netz ist zu 98 Pro­zent gesi­chert. Zudem kann mit einer bis zu zwei Kilo­meter langen Schlauch­lei­tung Wasser aus der Jagst ent­nommen werden, so dass das bewohnte Gemein­de­ge­biet zu 95 Pro­zent abge­deckt ist.

Das ein­zige beson­dere Gefährdungs­po­ten­zial sei die örtliche Tank­stelle. Die durch die Mar­kung ver­legte Nato-Ölpipe­line ist inzwi­schen außer Betrieb. An hohen Gebäuden gibt es ledig­lich die Götzen­burg und das Rote Schloss. Es sei gerecht­fer­tigt, dafür keine eigene Dreh­leiter vor­zu­halten, son­dern die von Möckmühl anzu­for­dern, auch wenn das eine Anfahrts­zeit von 19 Minuten bedeute, so Feu­er­wehr­kom­man­dant Karl-Heinz Fein­auer. Der Fuhr­park ist gut ausgerüstet, so dass in nächster Zeit ledig­lich zwei Ersatz­be­schaf­fungen anstehen: ein neuer Mann­schafts­trans­port­wagen für Jagst­hausen und ein neues Löschfahr­zeug. Die beiden Feu­er­wehrgerätehäuser in Jagst­hausen und Oln­hausen befinden sich laut Kämmerer Ralph Matousek »in einem guten Zustand«. Auch Karl-Heinz Fein­auer äußerte sich zum aktu­ellen Stand »zufrieden«.

Die Mann­schaftsstärke ist mit 78 Per­sonen, davon 42 aktive, aus­rei­chend. Ein »Schwach­punkt«, so Bürger­meister Roland Halter, sei, dass an Werk­tagen tagsüber nur sechs Mit­glieder in Jagst­hausen und wei­tere vier im Orts­teil Oln­hausen zu Verfügung stehen. Diese knappe Tagespräsenz erklärt sich durch das Fehlen der berufs­be­dingten Aus­pendler und sei kein spe­zi­fi­sches Jagsthäuser Pro­blem. Auf Fragen meh­rerer Gemeinderäte ver­wies der Bürger­meister auf die der­zeit 16 Per­sonen starke Jugend­feu­er­wehr, aus der schon zehn Mit­glieder in den aktiven Dienst über­ge­treten sind. Frauen gibt es der­zeit zwei, und der Bürger­meister äußerte die Hoff­nung, dass es mehr werden könnten, zumal Frauen eher tagsüber im Ort präsent seien. Der Gemein­derat bil­ligte ein­stimmig den Feu­er­wehr­be­darfs­plan.