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Feuerwehr ist personell gut aufgestellt

Fleinvon Kirsten Weimar, HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Flein rückte im ver­gan­genen Jahr 34 Mal aus, um Brände zu löschen, bei Ver­kehrsunfällen zu helfen, Türen zu öffnen oder Tiere aus Not­si­tua­tionen zu befreien. Ähnlich viele Einsätze hatte sie zuletzt im Jahr 1999. Der aller­erste Notruf erreichte die Feu­er­wehrmänner in der Nacht zum 1. Januar 2014, als ein Klein­brand mit Feu­er­werkskörper gelöscht werden musste.

Lob „Erster Ein­satz am 1. Januar um ein Uhr. Da ist man wirk­lich nicht nei­disch und lernt Ihre Arbeit zu schätzen. Ein herz­li­ches Dan­keschön für Ihre Ein­satz­ar­beit und Bereit­schaft“, lobte Bürger­meister Alex­ander Krüger bei der Haupt­ver­samm­lung. „2014 hat sich mal wieder gezeigt, dass das Feu­er­wehr­geschäft über­haupt nicht planbar ist“, so Kom­man­dant Michael Scheer. Denn nach dem schnellen ersten Ein­satz zum Jah­res­be­ginn musste die Truppe erst wieder Anfang März ausrücken. Mit Blick auf die vielen Türöffnungen (acht Einsätze) und die eben­falls hohe Zahl von Not­rufen, bei denen Tiere befreit werden mussten, resümierte Scheer: „Man sieht bei diesen Schwer­punkten, dass wir eine typi­sche Wohn­ge­meinde sind.“ Ins­ge­samt brachte 2014 keine ganz schweren Einsätze. Der gra­vie­rendste Zwi­schen­fall, bei dem die Feu­er­wehr helfen konnte, war ein Schul­bus­un­fall am 9. Juli. Damals war ein PKW von der Straße abge­kommen und hatte einen Bus gestreift. „Alles ist glimpf­lich abge­laufen. Fünf Kinder waren leicht ver­letzt. Unser Pro­blem waren eher die Eltern, die verständli­cher­weise ihre Kinder schnell und sicher in ihre Obhut nehmen wollten“, so Scheer.

Neu­ig­keiten Stolz und froh sind die Feu­er­wehrmänner über ihr neues Löschfahr­zeug, das im August abge­holt wurde, nach gründli­cher Ein­wei­sung und Übung am 26. November in Ein­satz gestellt wurde und einen Tag später zum ersten Mal ausrückte. Das rund 285 000 Euro teure Fahr­zeug LF10/6 wird am 12. April bei einem Tag der offenen Tür der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Auch der etwa 160 000 Euro teure Anbau der Feu­er­wehr mit den Frau­en­um­kleiden ist inzwi­schen fer­tig­ge­stellt.

Per­so­nell ist die frei­wil­lige Feu­er­wehr wei­terhin stabil auf­ge­stellt: In der Ein­satz­ab­tei­lung sind 57 Männer aktiv, bei der Jugend sind zwölf Mit­glieder, dar­unter zwei Frauen, dabei. 15 Mit­glieder zählt die Alters­ab­tei­lung. „Diese Zahlen sind sehr gut, wenn man sie mit dem all­ge­meinen Trend ver­gleicht, der eher rückläufig ist. Die Jugend­ar­beit bleibt ein wich­tiges Stand­bein und funk­tio­niert gut“, lobte Michael Scheer.

Auch Heiner Schiefer, der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister, ging auf das Nach­wuchs­pro­blem ein: „Wir müssen um die jungen Leute kämpfen. Wenn wir da begeis­tern können, bleiben die Leute auch später bei uns.“ Flagge zeigt die Fleiner Wehr bei vielen örtli­chen Ver­an­stal­tungen: Sei es beim Trol­lin­ger­ma­ra­thon, bei dem die Feu­er­wehr die Straßenab­sper­rungen regelt oder beim jährli­chen Wein­fest ums Rat­haus, bei dem die Alters­ab­tei­lung frühmor­gens ab sechs Uhr die Rat­haus­gassen von Scherben und Müll befreit.

Bild: Der Anbau für die neuen Frau­en­um­kleideräume wurde 2014 fer­tig­ge­stellt. Eine Inves­ti­tion, die rund 160 000 Euro gekostet hat. (Foto: Kirsten Weimar)