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Feuerwehr gut aufgestellt

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Har­mo­nisch ver­lief die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau und ihrer Abtei­lungen. Rein­hold Gall, Vor­sit­zender des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes, zeigte sich voll Lobes. „Die Feu­er­wehren im Stadt- und Land­kreis Heil­bronn sind gut auf­ge­stellt, gut ausgerüstet und gut aus­ge­bildet für die beacht­li­chen Her­aus­for­de­rungen, vor die sie immer wieder gestellt werden.“ Der Ober­sulmer strich heraus, „eine Feu­er­wehr gut auszurüsten, ist zukunfts­ori­en­tiert.“ Auch auf die Zusam­men­le­gung der Abtei­lungen Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen ging Gall ein. Die Ent­schei­dung sei sicher­lich kein leichter Schritt und nicht ein­fach gewesen, „aber es ist richtig, denn die Zeiten ändern sich und damit hat sich auch die Erreich­bar­keit der Wehrmänner dra­ma­tisch geändert. Wir haben heute viel mehr Pendler, so dass die Zusam­menführung eine rich­tige und wich­tige Ent­schei­dung.“

Der 60-jährige nutzte die Gele­gen­heit aber auch, Wer­bung in eigener Sache zu machen. „Wir werden immer wieder mit der Frage kon­fron­tiert, für was brau­chen wir den Kreis­feu­er­wehr­ver­band“, so Gall, „aber der Ver­band ist die Inter­es­sens­ver­tre­tung der Feu­er­wehren gegenüber der Politik.“ Denn in der Politik, so der ehe­ma­lige Lan­des­in­nen­mi­nister, „werden Dinge ent­schieden, die auch Aus­wir­kungen auf die Feu­er­wehren haben. Des­halb ist es wichtig, auch in Berlin präsent zu sein.“ Als Bei­spiel führte Gall die geplante Ände­rung bei der Ertei­lung der Fahr­erlaubnis an. „Wäre die Ände­rung beschlossen werden, hätte jeder Maschi­nist einen Per­so­nenbeförde­rungs­schein machen müssen und das hätte die Feu­er­wehren vor große Pro­bleme gestellt.“

Vor­aus­sicht­lich zum letzten Mal war Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen zu Gast bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung. „Die Jah­res­haupt­ver­samm­lung ist eines der High­lights im Feu­er­wehr­jahr, es ist die Gele­gen­heit, das Jahr Revue pas­sieren zu lassen, zu fragen was ist pas­siert und auch die Gele­gen­heit, Dank zu sagen für die umfas­sende Ein­satz­be­reit­schaft.“ Ein Trend, so Blättgen, sei in den ver­gan­genen Jahren deut­lich zu spüren gewesen. „Die Ein­satz­zahlen kennen nur eine Rich­tung, nach oben.“ 159 Einsätze hatten die Retter im ver­gan­genen Jahr abzu­ar­beiten, „sie können mit stolzer Brust nach außen gehen“, so Blättgen, „denn die Feu­er­wehr ist ein wich­tiger Teil der Ver­wal­tung, ein wich­tiger Teil des Sicher­heitsgefüges der Stadt.“ Ohne Feu­er­wehr, so Blättgen, „würde es in der Stadt nicht gehen, des­halb sind die Ver­wal­tung und der Gemein­derat auch gerne bereit, die ent­spre­chenden Mittel zur Verfügung zu stellen.“ Blättgen wagte einen Aus­blick auf die kom­menden Jahre. „In den nächsten Jahren werden einige größere Pro­jekte zu rea­li­sieren zu sein. Nach dem Neubau des Feu­er­wehr­hauses für die Abtei­lung Süd, steht das Feu­er­wehr­haus Mitte an und das wird eine ganze Ecke umfang­rei­cher werden als das Feu­er­wehr­haus Süd.“

Ausführlich ging Kom­man­dant Felix Mann, unterstützt von seinen Stell­ver­tre­tern Thomas Wachno und Axel Klum­bach, auf das zurücklie­gende Jahr ein. Die 159 Einsätze glie­dern sich in tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung inklu­sive Gefahr­stoff (73), Brände, Explo­sionen (37), Fehl­alar­mie­rungen (32), Tiere, Insekten (5) sowie sons­tige Einsätze (12). Bewältigt wurden diese Einsätze von 268 Ein­satzkräften bewältigt, ins­ge­samt hat die Feu­er­wehr Bad Rap­penau mit Alter­ab­tei­lungen und Jugend­feu­er­wehren 439 Mit­glieder. (nit)

Hin­ter­grund:

Im Rahmen der Jah­res­haupt­ver­samm­lung wurden Stefan Klöss (Bad Rap­penau), Tobias Mayer, Markus Rein­hardt (Fürfeld), Torsten Böhm, Bertram Last (Grom­bach), Sascha Berg und Steffen Sat­tel­mann (Ober­gim­pern) mit dem Feu­er­wehr­eh­ren­zei­chen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst aus­ge­zeichnet. Seit 40 Jahren und damit neue Ehren­zei­chenträger in Gold sind Ottmar Bär (Bab­stadt), Harald Last und Thomas Zim­mer­mann (Bad Rap­penau). Über Beförde­rungen durften sich Conrad Wagen­bach (Bad Rap­penau, Brand­meister) und Jürgen Harrer (Tresch­klingen, Ober­brand­meister) freuen.