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Feuerwehr bringt Licht ins Dunkel

Eppingenvon Isabel Hansen, HSt

Eppingen - Der Großein­satz der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Elsenz verzögerte sich beim Wald­fest um eine knappe halbe Stunde und war trotzdem recht­zeitig. Erst nach Ein­bruch der Dun­kel­heit brachte die nacht­schwarze Kulisse die Was­ser­licht-Show am Elsenzer See per­fekt zur Gel­tung.

Magi­sche Linien

Die alte Bühnen­weis­heit, dass nur die Gene­ral­probe schief gehen muss, damit die Vor­stel­lung rei­bungslos verläuft, scheint sich zu bewahr­heiten. Bis zu 15 Meter hoch spritzen die Fontänen aus den elf Stahl­rohren. Ange­strahlt von gelbem, rotem, blauem und grünem Schwein­wer­fer­licht zau­bern sie im Takt zum Lied Music von John Miles magi­sche Linien in den Nacht­himmel, per­fekt syn­chron schwingen sie aus­ein­ander, treffen wieder zusammen und for­mieren sich zu immer neuen Bil­dern. Den Schluss­ak­kord setzen Feu­er­werkskörper, die Jürgen Schön nach zehn Jahren erst­mals in das Nacht­pro­gramm inte­griert hat.

Fünfein­halb Minuten dauert das Spek­takel, bis zu 1600 Liter Wasser fördern die beiden Pumpen dabei aus dem Elsenzer See. „Das Wasser fließt über die Wiese gleich wieder in den Bach", sagt Abtei­lungs­kom­man­dant Ingo Klein.

Auf­wen­dige Vor­ar­beiten

„Zugabe, Zugabe" ver­langt das Publikum aus sicherer Tro­cken­zone laut­stark und wird belohnt. Die Wie­der­ho­lung ist fester Bestand­teil des Auf­trittes. „Das Ein­stu­dieren eines Stückes ist schon sehr auf­wendig. Wir machen Tro­ckenübungen und proben auf dem Sport­platz. Ins­ge­samt treffen wir uns zehn bis 15 Mal. Um eine zweite Cho­reo­gra­phie zu ent­wi­ckeln und zu lernen, fehlt die Zeit. Wir könnten gar nicht früh genug mit den Proben beginnen, weil es zu kalt wäre", sagt Schön.

Bei 45 Aktiven, die neben der Show das zweitägige Wald­fest auf die Beine stellen, stößt die Per­so­nal­ka­pazität an ihre Grenzen. Immerhin werden inklu­sive Diri­gent und Licht­tech­niker 13 Akteure gebraucht. In den Augen der Zuschauer hat sich die Arbeit gelohnt. „Ich sehe die Show zum ersten Mal und bin echt begeis­tert", lobt Ursula Ott aus Adels­hofen. Familie Fuhr-Pel­le­g­rini ist zu diesem Zeit­punkt wieder zu Hause. „Luca hält nicht so lange durch. Er ist erst ein halbes Jahr alt", sagt Mutter Kathrin. Aller­dings haben Kathrin, Vater Thomas und Tochter Vivian im Tages­licht alles bekommen, was sie wollten: ein Abend­essen. „Die Ham­burger sind super", schwärmt Vater Thomas.

Bild: Fünfein­halb Minuten dauert die Show, die die Abtei­lungs­wehr in den Himmel am Elsenzer See zau­bert. Ohne Zugabe lassen die Zuschauer die 13 Akteure nicht abrücken.Foto: Isabel Hansen