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Feuertaufe bereits bestanden

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

"Der Tag heute erfüllt mich mit großer Freude", bekun­dete Adels­ho­fens Ehren­feu­er­wehr­kom­man­dant Rein­hold Ott bei der Übergabe des Löschgrup­pen­fahr­zeugs LF 10/6 an die Abtei­lungs­wehr. „Wir haben für die Erfüllung unseres Wun­sches einige Jahre gekämpft", so Ott. Fast fünf Jahre dau­erte es, bis das neue Fahr­zeug Einzug in das Gerätehaus hielt. Doch nach 32 Jahren ent­sprach das alte LF 8/6 nicht mehr dem Stan­dard. „Die Auf­gaben der Feu­er­wehr haben sich gewan­delt, die Rich­tung geht immer mehr zu Ver­kehrsunfällen und der Gefah­ren­ab­wehr", betonte Oberbürger­meister Klaus Holaschke: „Des­halb war das neue Fahr­zeug drin­gend nötig." Seine Feu­er­taufe hat das rote Prachtstück bereits bestanden: Nach der Besei­ti­gung einer Ölspur wurden die Adels­ho­fener am Freitag zu einem kleinen Wald­brand gerufen. „Ohne das Fahr­zeug hätten wir sofort die Stützpunkt­wehr in Eppingen alar­mieren müssen, und es wäre wert­volle Zeit ver­lo­ren­ge­gangen", so Abtei­lungs­kom­man­dant Thomas Wei­ckum. Der Tank, der auf Wunsch der Wehr von vor­ge­se­henen 600 auf 1000 Liter auf­stockt worden ist, eignet sich Weickums Einschätzung nach für den soge­nannten Erst­an­griff bei einem Brand. „Das Wasser reicht drei bis vier Minuten, in dieser Zeit wird die Was­ser­ver­sor­gung her­ge­stellt." Neben dem Tank befinden sich eine Schiebe- und Steck­leiter sowie leis­tungs­starke Strahler zur Aus­leuch­tung an dem 209 000 Euro teuren Gefährt. Besetzt mit acht Löschmännern und einem Grup­penführer, kann es bei Bränden und Hoch­wasser ein­ge­setzt werden. Nicht ausgerüstet ist das Fahr­zeug mit einem Ret­tungs­satz; sollte er benötigt werden, müsste die Eppinger Stützpunkt­wehr ein­springen.

Gestemmt haben das Pro­jekt die Stadt, die drei Viertel der Kosten trägt, und der Land­kreis, der ein Viertel der Förder­gelder bereit stellte. Ange­sichts der Kos­ten­be­las­tung war Holaschke froh, dass der Gemein­derat schon vor einiger Zeit die neue Feu­er­wehr­kon­zep­tion abge­segnet hat. Deren Ziel ist es, dass jeder Stadt­teil über ein Löschgrup­pen­fahr­zeug verfügen soll. Nach Adels­hofen steht in etwa zwei Jahren die Übergabe eines sol­chen Fahr­zeugs an die Abtei­lungs­wehr in Richen an. „Wir haben die größte ehren­amt­liche Wehr im gesamten Land­kreis mit einer über 160-jährigen Tra­di­tion", so der Eppinger Schultes. Die Auf­gabe der Politik sei es, zur Unterstützung der ehren­amt­li­chen Retter für die bestmögli­chen Rah­men­be­din­gungen zu sorgen.

Getrübt wurde der Freu­dentag der Adels­ho­fener Feu­er­wehr nur durch einen nächt­li­chen Ein­bruch in die Dresch­halle, in der die Fei­er­lich­keiten statt­ge­funden haben. Gestohlen wurden meh­rere Getränke­kisten und Besteck; in der Halle haben die Ein­bre­cher ein Chaos hin­ter­lassen. Sie füllten Fri­teusen mit Öl, berei­teten sich Pommes frites zu und ver­zehrten Getränke.

Bild: Abtei­lungs­kom­man­dant Thomas Wei­ckum erklärt seinem Stell­ver­treter Roger Sitzler das neue Fahr­zeug. (Foto: Nicole Theuer)