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Feueralarm am Heugelehof

Schwaigernvon Timo Decker, Feuerwehr Schwaigern

Mit diesem Alarm­stich­wort wurde am Frei­tag­abend die Abtei­lung Nie­der­hofen der Feu­er­wehr Schwai­gern über Funk­mel­de­empfänger und Sirene zu einem Übungs­alarm gerufen.

Nach der ersten Lage­er­kun­dung durch den Grup­penführer ergab sich fol­gendes Bild:

Bei Schweißarbeiten an Bitu­men­bahnen kam es zu einem Brand mit großer Rauch­ent­wick­lung. Nicht nur die ver­legten Bahnen, auch die zur Ver­ar­bei­tung bereit­ge­stellten Mate­ria­lien hatten bereits ange­fangen zu brennen. Zwei Arbeiter wurden ver­misst. Auf den benach­barten Cam­ping­platz sowie die angren­zenden Stal­lungen des Rei­ter­hofes drohte der Brand über­zu­greifen.

Von der Abtei­lung Nie­der­hofen wurde umge­hend die Men­schen­ret­tung sowie die Brandbekämpfung ein­ge­leitet, jedoch nicht wie sonst üblich die Abtei­lung Stetten, son­dern von der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Eppingen die Abtei­lung Klein­gartach nach­ge­for­dert.

Nach deren Ein­treffen am Ein­satzort und kurzer Rücksprache mit der Ein­satz­lei­tung stellte die Abtei­lung Klein­gartach die Was­ser­ver­sor­gung vom nahe­ge­le­genen Lein­bach her. Es war davon aus­zu­gehen, dass der Hydrant zu wenig Wasser für das Ausmaß des ange­nom­menen Ereig­nisses lie­fern kann. Des Wei­teren wurden die Nie­der­ho­fener Flo­ri­ansjünger bei der Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung unterstützt.

Bereits nach wenigen Minuten konnte der Erste der beiden Arbeiter gerettet werden. Die Ret­tung der zweiten Person gestal­tete sich wesent­lich schwie­riger, da das Gerüst auf dem der Arbeiter sich befand zusam­men­brach und diesen dar­unter begrub. Es nahm einige Zeit in Anspruch, bis der Arbeiter mit­tels Hebe­werk­zeug befreit werden konnte. Nach rund 45 Minuten konnte „Feuer aus" gemeldet werden.

Zufrieden zeigte sich Familie Kurrle beim anschließenden Rund­gang durch die gesamten Reit­an­lage über den Übungs­ab­lauf auf Ihrem Gehöft. Ist es doch keine Selbst­verständlich­keit mehr, sein Hab und Gut für eine Feu­er­wehrübung zur Verfügung zu stellen.

Aber auch für die Führungskräfte der beiden Abtei­lungen ergaben sich einige neue Erkennt­nisse. Sind doch in dem zum Teil ver­win­keltem Gebäude­trakt bis zu 20 Pferde unter­ge­stellt, die es im Ernst­fall zu retten gilt. Auch die Was­ser­ver­sor­gung von dem vor­han­denen Hydranten reicht bei weitem nicht aus.

Bei der anschließenden Übungs­kritik vor dem Nie­der­ho­fener Feu­er­wehr­haus zeigten sich Schwai­gerns Gesamt­kom­man­dant Albert Decker und die beiden Abtei­lungs­kom­man­danten Jürgen Schuster (Nie­der­hofen) und Lars Wind (Klein­gartach) mit dem Ablauf und dem Zusam­men­spiel der erst­malig zwi­schen beiden Abtei­lungen durchgeführten Übung zufrieden. Klein­gartachs Orts­vor­steher Fried­helm Ebert, selbst einmal Abtei­lungs­kom­man­dant, run­dete die Übungs­kritik mit einigen Anek­doten zur ehe­ma­ligen Rivalität, aber stets gutem Verhältnis der beiden eng bei­ein­ander lie­genden Ort­schaften ab und merkte an, solche gemein­same Übungen doch öfters durchzuführen.