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Erschreckend viele Brandopfer zu Weihnachten: Feuerwehrverband fordert bundesweite Pflicht für Rauchwarnmelder

von Deutscher Feuerwehrverband

"Min­des­tens zwölf Men­schen sind bun­des­weit bei Bränden an den Weih­nachts­tagen ums Leben gekommen, drei wei­tere bei einem tra­gi­schen Gas­unglück. Dies ist aus Sicht der Feu­er­wehren eine erschre­ckende Häufung und ein­malig während der Weih­nachts­tage in den ver­gan­genen Jahren", sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV).

Die Brand­opfer waren bei je zwei Bränden in Baden-Württem­berg, Bran­den­burg, Nie­der­sa­chen und Nord­rhein-West­falen zu beklagen. Allein fünf Men­schen ver­loren im nord­rhein-westfälischen Unna bei einem Wohn­haus­brand ihr Leben. Bei diesen und wei­teren Feuern wurden laut DFV außerdem min­des­tens 25 Men­schen ver­letzt, meh­rere davon schwer.

"Die meisten Brand­opfer der Weih­nachts­tage waren in den Abend- und den frühen Mor­gen­stunden zu beklagen. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Men­schen vom Feuer über­rascht wurden. Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band sieht sich des­halb in seiner For­de­rung nach einer gesetz­li­chen Ein­bau­pflicht für Rauch­warn­melder in Pri­vat­woh­nungen in allen Bun­desländern bestätigt. Bis­lang ist dies erst in acht von 16 Bun­desländern der Fall", erklärt Feu­er­wehr-Präsident Kröger.

Vor dem Hin­ter­grund des Gas­unglückes in Frank­furt am Main appel­liert der DFV auch an die Politik, die Stan­dards bei der Über­wa­chung von Hei­zungs­an­lagen nicht abzu­senken. "Koh­len­mon­oxid­ver­gif­tungen durch defekte Hei­zungs­an­lagen sind im Verhältnis zu anderen Ländern bei uns sel­tene Ereig­nisse, weil das Schorn­stein­fe­ger­hand­werk bei uns vor­bild­lich orga­ni­siert ist", sagt Kröger.

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band ver­tritt die mehr als eine Mil­lion aktiven Angehörigen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, der Berufs- und der Werk­feu­er­wehren. DFV-Präsident Kröger: "Allen Feu­er­wehrmännern und -frauen, die zu Weih­nachten und zum Jah­res­wechsel rasche Hilfe bringen, danke ich sehr. Meine beson­dere Ach­tung gilt den Feu­er­wehr­angehörigen, die bei den schweren Brand­er­eig­nissen an den Weih­nachts­tagen im Ein­satz waren. Den Angehörigen der Todes­opfer bei diesen Bränden gilt auch das Mitgefühl der Feu­er­wehren."