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Ernüchterung bei der Ittlinger Feuerwehr

Ittlingenvon Nicole Theuer, HSt

Ernüchte­rung hat sich bei der Itt­linger Ver­wal­tung und Feu­er­wehr­kom­man­dant Flo­rian Hernik breit gemacht: Ver­gan­gene Woche ging der Förder­be­scheid für den geplanten Bau des Feu­er­wehr­hauses im Rat­haus ein. Der Zuschuss fiel geringer aus als erwartet. Ob das Pro­jekt auf der Kippe steht, ist unklar.

„Wir haben mit Förder­mit­teln in Höhe von 590.000 Euro gerechnet“, erklärte Kämmerer Stefan Salen auf Nach­frage - 240.000 Euro aus der so genannten Fachförde­rung und 350.000 Euro aus dem Aus­gleichs­stock sollten es sein. Wären diesen Summen geflossen, hätte die Gemeinde etwa 410.000 Euro selbst auf­bringen müssen, auf eine Mil­lion Euro ist das Pro­jekt geschätzt.

Aus­fahrt soll künftig über Sägmühlstraße erfolgen

Die Realität sieht so aus: Die Itt­linger bekommen 230.000 Euro aus dem Fachförder­topf und 195.000 Euro aus dem Aus­gleichs­stock. Das hatte schon der schei­dende Bürger­meister Achim Heck im gespräch mit unserer Zei­tung kri­ti­siert (siehe Hin­ter­grund). Welche Folgen das Fehlen der 155.000 Euro hat, weiß Flo­rian Hernik noch nicht. „Darüber werden wir uns Gedanken machen müssen. Letzt­end­lich kommt es auf den Gemein­derat an.“ Keinen Hehl machte der 29-jährige daraus, dass der Um- und Neubau drin­gend erfor­der­lich sei. „Bei jeder Ver­an­stal­tung in der Fest­halle muss ich Fahr­zeuge umparken lassen, weil sie unsere Aus­fahrt zustellen.“

Im Ein­satz­fall rücken die Retter über den Park­platz der Fest­halle aus, nach dem Neubau soll die Aus­fahrt störungs­frei über die Sägmühlstraße erfolgen. „Das jet­zige Feu­er­wehr­haus bleibt erhalten, aber die Fahr­zeug­halle soll kom­plett neu gebaut werden.“ Und zwar im rückwärtigen Teil des Areals, so dass sich die Feu­er­wehr einen Innenhof mit dem Bauhof teilen wird. Im Neubau fänden auch alle Fahr­zeuge Platz. Das Tanklöschfahr­zeug musste eine um 35 Zen­ti­meter gekappte Son­der­an­fer­ti­gung sein, damit es über­haupt in die Halle passt. Auch die anderen Bereiche wie Sanitär und Umkleide seine nicht mehr zeitgemäß, betont der Kom­man­dant.

Bau­vor­haben in zwei Abschnitten

„Noch ziehen wir uns in der Fahr­zeug­halle um.“ Steht einmal die neue Fahr­zeug­halle, soll das jet­zige Domizil als Umklei­de­raum umge­baut werden. Auch einen neuen Funk­raum, sozu­sagen das Herzstück einer Wache, haben die Ver­ant­wort­li­chen ein­ge­plant. „Jetzt ist der Funk­raum im Ober­ge­schoss und ich muss mich auf Kameras ver­lassen. In der neuen Halle wird der Funk­raum eben­erdig sein, mit einem großen Fenster zur Halle hin.“

Geplant ist, das Bau­vor­haben in zwei Abschnitte ein­zu­teilen. „Sobald die neue Fahr­zeug­halle fertig ist, ver­la­gern wir unsere Fahr­zeuge und alle das, was dort rein soll. Danach wird der Umbau der jet­zigen Halle in Angriff genommen.“ Welche Kosten letzt­end­lich zu erwarten sind, weiß Hernik noch nicht. „Wir haben die Pla­nungs­phase jetzt abge­schlossen. Nun suchen wir einen Archi­tekten, der die Kosten zusam­men­stellt.“