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Eppinger Feuerwehr unter neuer Führungsmannschaft

Eppingenvon Stefanie Pfäffle, HSt

Ste­hende Ova­tionen, eine Halle voller klat­schender Kame­raden. Dieses Bild dürfte Rein­hard Frank lange Zeit in Erin­ne­rung bleiben. Es war die Reak­tion auf seine letzte Ansprache an seine Wehr: Nach 45 Jahren Dienst und 30 Jahren in der Führungs­riege der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Eppingen trat Frank bei der Haupt­ver­samm­lung am Freitag nicht mehr zur Wahl des Stadt­kom­man­danten an.

Die Gesamt­wehr hat unter seiner Führung noch einmal ein ereig­nis­rei­ches Jahr hinter sich gebracht. 156 Einsätze, dar­unter 45 Brände und 100 Hil­fe­leis­tungen, und rund 10 650 Ein­satz-, Übungs- und Aus­bil­dungs­stunden hatte die mit 509 Mit­glie­dern größte Wehr des Land­kreises zu ver­zeichnen. Nicht mit ein­be­rechnet sind die unzähligen Einsätze im Rahmen des Hei­mat­ta­ge­jahres.

Der Großteil des Abends stand jedoch ganz im Zei­chen des Führungs­wech­sels. Es fiel Rein­hard Frank, der von Oberbürger­meister Klaus Holaschke nach seiner Ernen­nung zum Ehren­kom­man­danten der Abtei­lung Eppingen nun auch zum Ehren­kom­man­danten der Gesamt­wehr berufen und mit dem Wap­pen­teller der Stadt aus­ge­zeichnet wurde, schwer, die ganzen Jahre in Worte zu fassen. „Was ich da alles erlebt habe, das würde den Abend sprengen.“ Außerdem müsse man einen Feu­er­wehr­mann nicht an die psy­chi­schen und phy­si­schen Belas­tungen seiner Einsätze erin­nern, davon träume er sowieso immer mehr. „Die Feu­er­wehr war und ist mein Leben“, fasste Frank zusammen, ehe er mit brüchiger Stimme seiner Frau für die jah­re­lange Unterstützung dankte. Diese war als Über­ra­schung bei der Ver­samm­lung anwe­send.

Es musste also gewählt werden. Mit 213 von 216 abge­ge­benen Stimmen wurde der neue Abtei­lungs­kom­man­dant von Eppingen, Martin Kuh­mann, auch zum Stadt­kom­man­danten gemacht; seine Stell­ver­treter sind Bernd Rei­mold und Bernd Lacho­witzer. „Ich will das Amt im Sinne meines Vorgängers wei­terführen und die Zusam­men­ar­beit und die Ver­schmel­zung der ein­zelnen Wehren weiter vor­an­treiben“, erklärte Kuh­mann. Auch er werde wohl in erster Linie immer einer der Kame­raden sein, so habe es ihm Frank in der Jugend­feu­er­wehr schon bei­gebracht.

Man werde weiter nach einer Lösung suchen, damit möglichst ab 2009 alle Flo­ri­ansjünger die Leis­tungs­ab­zei­chen des Land­kreises Heil­bronn auf Gesamt­wehr­basis absol­vieren können. Der neue Wehr­chef: „In einer Fußball­mann­schaft sind heute schließlich auch nicht mehr alle Spieler aus einem Ort.“

Es sind große Fußstapfen, in die Kuh­mann tritt. „Weit über die Kreis­grenzen hinaus ist die Eppinger Feu­er­wehr mit dem Namen Frank ver­bunden“, beschrieb Holaschke. Nicht die Geräte und nicht die Taktik hätten bei ihm im Mit­tel­punkt gestanden, son­dern immer der Mensch.

Bild: „Die Feu­er­wehr war und ist mein Leben.“ -Alt­kom­man­dant R. Frank