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Einsatz läuft schnell und effizient

Beilsteinvon Wolfgang Seybold, HSt

Am frühen Don­ners­tag­abend fahren in großer Eile Feu­er­wehr­fahr­zeuge durch die Beil­steiner Haupt­straße. Mit Blau­licht und Mar­tins­horn bahnen sie sich ihren Weg zum Ein­satzort im Lin­denweg. Eine Holz­hand­lung droht hier in Flammen auf­zu­gehen. Zum Glück ist dieser Ein­satz kein Ernst­fall, son­dern es han­delt sich um eine Alarmübung.

Sze­nario Kom­man­dant Bernd Kir­cher hat am Übungs­ob­jekt die Sze­nerie vor­be­reitet. Ein Auto, das neben der Lager­halle geparkt ist, brennt. Das Feuer hat schon auf das Vor­dach der Halle über­ge­griffen. Im Innern des Lagers, das dick ver­qualmt ist, wird ein Mensch ver­misst. „Ich werde jetzt die Alar­mie­rung mit der Not­ruf­nummer 112 in Gang setzen“, sagt der Kom­man­dant. Der Notruf funk­tio­niert. Kir­cher beauf­tragt die Ret­tungs­leist­stelle um 18.30 Uhr, den Übungs­alarm auszulösen. „Das geschieht nach 18 Uhr nur über die stumme, über Funk ver­brei­tete Alar­mie­rung“, erklärt er.

Wie lange dauert es, bis die Ein­satz­fahr­zeuge ankommen? Nach acht Minuten ist der Mann­schafts­wagen mit Ein­satz­leiter Jürgen Brosi vor Ort. Zwei Minuten später kommt das große Tanklöschfahr­zeug mit 2500 Liter Wasser an Bord an. Das Löschgrup­pen­fahr­zeug und der Gerätewagen folgen wenige Minuten danach.

Ein­satz­leiter Jürgen Brosi gibt die Lage an die Löschmann­schaft aus: „Das Feuer greift vom Pkw auf das Gebäude über. Eine Person wird in der Halle ver­misst.“ Die Beil­steiner Wehr­leute kennen ihre Auf­gaben genau. Ein B-Schlauch ver­bindet Löschfahr­zeug und Ver­teiler. Ein nahe gele­gener Hydrant stellt bald darauf die Was­ser­ver­sor­gung sicher. Der Angriffs­trupp hat das Feuer am Auto mit einem Schaumlöscher schnell gelöscht. Inzwi­schen macht sich ein Atem­schutz­trupp in der ver­qualmten Halle auf die Suche nach dem Ver­missten. Hier gilt es, keine Zeit zu ver­lieren. „Die ver­misste Person ist geborgen“, meldet der Ein­satz­leiter kurz danach.

Ana­lyse Mit 25 Mann ist die Frei­wil­lige Feu­er­wehr ausgerückt. Die Trupps erle­digen ihre Auf­gaben an Schläuchen, Pumpen, beim Retten und Löschen mit großer Ruhe und Rou­tine. Alle Hand­griffe und Lauf­wege sind bei vielen Übungs­abenden so trai­niert worden, dass sie, ohne viele Worte zu ver­lieren, auch bei Dun­kel­heit sitzen. „Feuer aus!“, kann Ein­satz­leiter Jürgen Brosi nach gut einer halben Stunde Kom­man­dant Bernd Kir­cher melden. Für ihn und die gesamte Mann­schaft gilt es, bei den fol­genden Proben den Ver­lauf zu ana­ly­sieren. Man müsse vor allem sehen, wo Abläufe noch zu ver­bes­sern sind. „Der Ein­satz unserer Feu­er­wehr­leute war bei dieser Alarmübung schnell und effi­zient“, lautet das erste Fazit des Beil­steiner Kom­man­danten.

Bild: Jeder kennt seine Auf­gabe: Diese Feu­er­wehr­leute legen die Schlauch­ver­bin­dung und schließen sie an den Hydranten an. (Foto: Werner Kuhnle)