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Ein dreifaches "Patschnass" auf das neue DLRG Auto

Ilsfeldvon Barbara Barth, HSt

Da Wasser und die DLRG zusam­mengehören, war es nicht weiter schlimm, dass die Taufe eines neuen Fahr­zeugs von Regen begleitet war. Das neue Schmuckstück der Orts­gruppe Ils­feld der Deut­schen Lebens­ret­tungs­ge­mein­schaft stand aber vor­sichts­halber im Tro­ckenen.

Der ökume­ni­sche Segen für das Auto durch Pfarrer Arthur Stäbler von der evan­ge­li­schen Gemeinde und Pater Augustin von der katho­li­schen Kirche sollte „unverdünnt“ von­statten gehen. „Das ehren­amt­liche Tun der Lebens­retter ist ein wich­tiger Dienst für die Gesell­schaft“, meinte Pfarrer Stäbler in seiner Andacht.

Heiß ersehnt Der Mann­schafts­trans­port­wagen der Marke Opel-Movano war lange heiß ersehnt. Er ersetzt den alters­schwa­chen Ford-Transit, der 2015 seine letzte Fahrt machte. Er war nach 24 Jahren Dienst in die Knie gegangen und nicht mehr zu repa­rieren. Gebraucht oder neu? Vor dieser Frage stand die 505 Mit­glieder zählende DLRG-Orts­gruppe, die drittstärkste im Bezirk Heil­bronn. „Gebraucht wäre ja wieder alt gewesen“, erzählte der Vor­sit­zende Ralf Null­meier zum Ent­schluss, ein neues Fahr­zeug anzu­schaffen. Eigen­mittel, Spenden vieler Ils­felder Bürge­rinnen und Bürger, von Firmen und ein Zuschuss von der Gemeinde ermöglichten es schließlich, das 40 000 Euro teure Gefährt im Dezember 2016 zu bestellen. Nach der spe­zi­ellen Ausrüstung wurde der Ret­tungs­wagen jetzt gelie­fert.

Nun sind die Ils­felder wieder ein­satzfähig für Ret­tungs­fahrten mit bis zu neun Per­sonen und Mate­rial. Vor allem aber können sie mit dem Auto das motor­ge­trie­bene Schlauch­boot auf einem Anhänger zum Ein­satzort ziehen. Es steht übri­gens auch der Ils­felder Feu­er­wehr zur Verfügung.

Neue Auf­gaben Immer neue Auf­gaben seien in den letzten Jahren auf die 1913 gegründete DLR zuge­kommen, berich­tete der Vor­sit­zende des Bezirks Heil­bronn, Peter Bartsch: Was­ser­ret­tung aus lebens­be­droh­li­chen Situa­tionen, Einsätze bei Über­schwem­mungen, Wachen in Freibädern, an Seen und Flüssen und Schwimm­kurse gehören dazu. Auch bei Ver­an­stal­tungen wie dem Trol­linger-Mara­thon oder „Fluss­ge­launt“ sind die Ils­felder DLRGler gefragt. Außerdem hat die Orts­gruppe vor fünf Jahren noch den Stützpunkt Zabergäu auf­ge­baut, der an der Ehmets­klinge und im Hal­lenbad Bra­cken­heim Dienst tut. Bartsch wünschte den Ils­fel­dern „all­zeit gute Fahrt, und kommt gut zurück“.

Musi­ka­li­sche Unter­hal­tung Mit einem drei­fa­chen „Patsch­nass“ been­deten die Was­ser­retter ihre Fahr­zeug­taufe. Der Spiel­mannszug der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr sorgte noch für musi­ka­li­sche Unter­hal­tung, ehe sich die Zugführer Heike und Ingo Krämer, Kas­sier Frank Sickinger und Orts­gruppen-Vize Hartmut Rei­chen­bach mit ihren Gästen bei Grillwürsten und Kaffee und Kuchen in Fach­gespräche ver­tieften.