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Dienstversammlung der Feuerwehrkommandanten

Landkreis Heilbronnvon Volker Lang, Pressesprecher KFV Heilbronn

Landrat Detlef Pie­pen­burg blickte in seinen Grußworten ins­be­son­dere auf den Umwelt­ein­satz an der Jagst zurück. Dabei haben die Feu­er­wehren wieder einmal gezeigt, dass sie verlässliche Partner sind, so Pie­pen­burg. Abschließend über­reichte er dem wie­dergewählten Kreis­brand­meister Uwe Vogel die Ernen­nungs­ur­kunde für die nun dritte Amts­pe­riode.

Im ersten Vor­trag berich­tete Johannes Mentzen von der Inte­grierten Lei­stelle (ILS) über den Leit­stel­len­be­trieb im Unwet­ter­modul. Pro Tag gehen im Nor­mal­be­trieb über 1.000 Anrufe ein. Sobald das Unwet­ter­modul gestartet wird, werden bis zu 10 zusätzliche Dis­po­nenten akqui­riert. Diese kommen ent­weder aus der Frei­zeit oder aus der dienst­ha­benden Schicht der Berufs­feu­er­wehr. Der Erst­alarm für eine betrof­fene Wehr erfolgt auf dem „nor­malen“ Weg der digi­talen Mel­de­empfänger mit einem Hin­weis auf den Unwet­ter­modus. Ab diesem Moment gelten auch spe­zi­elle Ein­satz­stich­worte. Alle wei­teren Einsätze werden nur noch per Fax an die jewei­ligen Führungshäuser über­mit­telt. Die örtli­chen Führungskräfte koor­di­nieren dann selbstständig, setzten Prioritäten und arbeiten die Ein­satz­stellen ab. Sollte in diesem Zeit­raum ein drin­gender Ein­satz ein­gehen wird dieser in der ILS separat abge­ar­beitet und die betrof­fene Wehr auf dem regulären Weg über Mel­de­empfänger alar­miert.

Uwe Thoma ließ mit Bilder und Daten noch einmal den Umwelt­ein­satz an der Jagst Revue pas­sieren. Ein ganz dickes Lob gab es am Ende für Landrat Detlef Pie­pen­burg, der vom ersten bis zum letzten Tag Präsenz vor Ort zeigte. Er war täglich min­des­tens zwei mal vor Ort um sich mit dem Führungs­stab abzu­stimmen und sich ein eigenes Bild der Lage zu machen. Uwe Thoma: „er hat uns über die gesamte Ein­satz­dauer den Rücken frei­ge­halten“.

Eben­falls mit Bilder und Daten blickte Heiner Schiefer auf die Wald­brandübung des Regie­rungspräsidiums zurück, die erst vier Wochen zuvor im Bereich der neuen Wind­kraft­an­lage bei Löwen­stein statt­ge­funden hat. Hier waren ins­ge­samt rund 300 Ein­satzkräfte aktiv. Neben den Ein­heiten aus dem Stadt- und Land­kreis Heil­bronn kamen diese aus wei­teren vier umlie­genden Land­kreisen.

Felix Mann von der Feu­er­wehr Bad Rap­penau und Ste­phan Frank von der Feu­er­wehr Eppingen stellten das Kon­zept der Trupp­mann­aus­bil­dung 2 vor. Da diese Aus­bil­dung in den regelmäßigen Ein­satz- und Aus­bil­dungs­dienst inte­griert ist, wird es künftig ein soge­nanntes Schein­heft als Nach­weis für die gefor­derten Aus­bil­dungs­ab­schnitte geben.

Aktu­elles:

  • KBM Uwe Vogel berichtet über die anste­hende Ersatz­be­schaf­fung der beiden GW-Meß, die bei den Feu­er­wehr Lauffen a.N. und Neckar­sulm sta­tio­niert sind. Die Zuschüsse des Regie­rungspräsidiums sind bewil­ligt, die Beschaf­fungsmaßnahme läuft, so dass die Fahr­zeuge ver­mut­lich noch 2016 zur Verfügung stehen werden.

  • Im Stab wurde das Führungs­kon­zept ver­fei­nert,

  • Zum 01.01.2016 erfolgt die Umstel­lung der AAO auf die neue Alar­mie­rungs­folge. Dazu müssen die Melder der betrof­fenen GAS 4, GAS 5 und GAS 6 Ein­heiten umpro­gram­miert werden..

  • Für die Lage­dar­stel­lung wurden zwei kom­plette Sätze des FÜSYS Sys­teme beschafft.

  • Der­zeit wird ein eigenes Alar­mie­rungs­kon­zept für Flücht­lings­un­ter­brin­gungen erstellt.

  • Die ILS hat zusätzliche Auf­gaben wie z.B. den Kassenärzt­li­cher Notruf über­nommen. Um dies abde­cken zu können, werden zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen.

  • Für HLF 10 / LF 10 mit Allrad gib es eine neue Gewichts­grenze von 13 t,
    für HLF 10 / LF 10 mit Straßenfahr­ge­stellt von 12,5 t.

Der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Rein­hold Gall bat die Kom­man­danten, mit Blick auf die im kom­menden Jahr anste­hende Neu­fas­sung des Feu­er­wehr­ge­setztes, die Neue­rungen auch zeitnah in die örtli­chen Sat­zungen auf­zu­nehmen.

Er wies noch einmal auf die Erwar­tungen an die Gemeinden hin, die aus dem Stra­te­gie­paper zur Stärkung des Feu­er­wehr­amts her­vor­gehen, die das Innen­mi­nis­te­rium vor kurzem her­aus­ge­geben hat.

Der im Sep­tember durchgeführte Akti­onstag zur Nach­wuchs- und Mit­glie­der­ge­win­nung war erfolg­reich, zahl­reiche neue Mit­glieder, sowohl für die Ein­satz­ab­tei­lungen als auch für die Jugend­feu­er­wehren konnten bereits gewonnen werden. Zudem gab es viele Inter­es­sens­be­kun­dungen, bei denen es nun Sache der jewei­ligen Feu­er­wehren ist am Ball zu bleiben.