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Das waren die kuriosesten Feuerwehr-Einsätze 2017

Heilbronnvon Redaktion HSt

Heil­bronn: Tiere, Men­schen, Sen­sa­tionen: Jedes Jahr gibt es Notfälle, die selbst die erfah­rensten Feu­er­wehr­leute so noch nicht erlebt haben. Die Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr musste auch im Jahr 2017 zu einigen ungewöhnli­chen Notfällen ausrücken.

Von Helmut Buch­holz

Die Feu­er­wehr löscht – wie ihr Name schon sagt – Feuer. Das ist bei der Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr nicht anders. Aller­dings mischen sich zwi­schen die Brand­einsätze viele Hilfs­dienste, die aus dem Rahmen der tägli­chen Ret­ter­rou­tine fallen.

Der Spre­cher der Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr, Jürgen Vogt, hat auf Bitte der Stimme in seinem dienst­li­chen Tage­buch 2017 zurückgeblättert und die kurio­sesten Fälle samt Fotos her­aus­ge­sucht. Daraus wurde ein Erin­ne­rungs­album der Marke „Unver­hofft kommt oft“.

Voll­schlank

Viel­leicht können jetzt nach den kalo­rien­rei­chen Weih­nachts­fei­er­tagen einige Men­schen nach­emp­finden, was einer Kröte schon im Sep­tember pas­siert ist. Die pralle Amphibie muss wohl ihren eigenen Körper­um­fang leicht unterschätzt haben, als sie sich in der Klin­gen­berger Fel­sen­straße durch die Maschen eines Boden­git­ter­rostes zwängen wollte. Die Kröte schaffte es zwar noch mit ihrem Kopf durch die Eisen­ma­schen, blieb aber hoff­nungslos mit der Wampe hängen. Und zwar so blöd, dass sie sich nicht mehr selbst aus ihrer miss­li­chen Lage befreien konnte. Ein klarer Fall für die Spe­zi­alkräfte der Feu­er­wehr, denen nichts Mensch­li­ches fremd ist und schon gar nichts Tie­ri­sches. Da die Kröte zwar quaken kann, was die Feu­er­wehr aber nie mit­be­kommen hätte, musste eine Frau, die das arme Geschöpf in ihrer Klemme ent­deckt hatte, die Inte­grierte Leit­stelle infor­mieren. Die Retter befreiten die Kröte und entließen sie in ein nahe­ge­le­genes Waldstück in die Frei­heit.

Klemme, die Zweite

Die Kröte war übri­gens nicht allein, zumin­dest im Prinzip nicht. Im Mai geriet eine Mädchen auf einem Schulhof in eine ganz ähnliche Lage. Das Kind war beim Spielen gestol­pert und so unglücklich gegen einen Baum gefallen, dass es mit dem linken Knie zwi­schen zwei Stämmen ste­cken blieb. Eine Leh­rerin der Schule setzte den Notruf ab. Die Retter der Feu­er­wehr drückten mit einem hydrau­li­schen Spreizer die Stämme aus­ein­ander, so dass das Mädchen wieder frei kam.

Klemme Nummer drei

Klemme Nummer drei klingt fast noch kurioser: Im August wollte ein Mädchen in Sont­heim wohl aus­pro­bieren, wie weit sie sich von einem elek­tri­schen Gara­gentor nach oben ziehen lassen kann. Die Ant­wort lau­tete hin­terher: zu weit. Denn weil das Kind das Tor nicht recht­zeitig losließ, wurde es mit beiden Armen in das teil­weise auf­ge­rollte Tor hin­ein­ge­zogen. Es hing frei in zwei Meter Höhe. Bis zum Ein­treffen der Wehr wurde das Mädchen von Pas­santen zur Ent­las­tung abgestützt.

Male­risch

Wie man mit auf­ge­stellter Kip­per­mulde auf seinem Laster unter der Peter-Bruck­mann-Brücke durch­fahren kann, wollte wohl der Fahrer eines Kip­pers im November aus­pro­bieren. Die Idee war wohl ori­gi­nell, aber auch ziem­lich daneben. Denn die Kip­per­mulde blieb an der Brücke hängen, riss vom Fahr­ge­stell ab und ver­keilte sich zwi­schen Brücken­decke und Straße. Fast ein male­ri­sches Bild, das die Spe­zia­listen der Feu­er­wehr aber nicht lange ansehen konnten. Die Ein­satzkräfte sperrten die Unfall­stelle ab und rei­nigten die Straße vom aus­ge­lau­fenen Hydrauliköl.

Streit führt zu Auto­brand

Nicht schlecht staunten die Feu­er­wehr­leute, als sie in einer Juni­nacht zu einem bren­nenden Auto in die Bad­straße gerufen wurden. Bren­nende Wagen sind keine Sel­ten­heit für die Retter. Doch der Grund für das Feuer war ziem­lich ungewöhnlich. Der BMW gehört zu einem Pärchen, das während der Fahrt in Streit geraten war und im Eifer des Gefechts einen Haufen mit Grünabfällen am Straßenrand rammte. Ihr Pech war, dass der Wagen in dem Haufen ste­cken­blieb. Alle Befrei­ungs­ver­suche schlugen fehl, das Pärchen ging also zu Fuß nach Hause. Der heiße Aus­puff setzte später das getrock­nete Gras in Brand. Dumm gelaufen.

Nomen est Omen

Wohl etwas in der Jah­res­zeit hatte sich im Mai ein Lkw-Fahrer geirrt. Beim Abbiegen verlor der Anhänger größere Mengen Streu­salz – und das aus­ge­rechnet in der Salz­straße. Nomen est Omen.