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Brandübungscontainer 2008

Brackenheimvon Heiko Zeyer

In der Zeit vom 4. bis 10. Sep­tember stand auf dem Hof der Feu­er­wehr Bra­cken­heim eine von der EnBW zur Verfügung gestellte gas­be­feu­erte Brand­si­mu­la­ti­ons­an­lage. Bei dieser Anlage han­delt es sich um einen LKW-Anhänger der im Inneren sechs ver­schie­dene Brand­stellen hat. Die Brand­stellen werden von einem Bedien­stand aus gesteuert und über­wacht. Es kann unter anderem ein Trafo-, Elek­tro­schrank-, Gas­flansch- und Trep­pen­brand simu­liert werden.

67 Atem­schutzgeräteträger der Feu­er­wehr Bra­cken­heim, 16 der Feu­er­wehr Clee­bronn sowie 12 der Feu­er­wehr Mas­sen­bach­hausen hatten hier die Möglich­keit ihr Wissen zu erwei­tern und zu ver­tiefen. Die Vor­be­rei­tungen für diesen Durch­gang begannen bereits im März. In kleinen Gruppen wurde in einem leer ste­henden Haus in der Innen­stadt von Bra­cken­heim das tak­ti­sche Vor­gehen im Innen­an­griff geübt. Dar­unter wurden Türöffnungs­pro­ze­duren, Umgang mit dem Hohl­strahl­rohr, Vor­gehen im Brand­raum, Ein­satz­stel­len­funk und die Atem­schutzüber­wa­chung trai­niert.

So vor­be­reitet wurde es dann in der Woche ab dem 4. Sep­tember „ernst". Bei Raum­tem­pe­ra­turen von teil­weise über 400 Grad Cel­sius musste jeder Trupp mit Schutz­klei­dung und Atem­schutzgeräten in zwei Durchgängen die Flammen bekämpfen. Beim ersten Durch­gang wurde ein Kel­ler­brand simu­liert. An einem undichten Gas­flansch hatte sich ausströmendes Gas entzündet. Die Feu­er­wehr­leute mussten sich nun über eine bren­nende Treppe zum Gas­flansch durch kämpfen und den Gas­hahn schließen. Beim zweiten Durch­gang wurde ein Zim­mer­brand mit totaler Ver­rau­chung simu­liert. Unter „Null Sicht" wurde in den Brand­raum vor­ge­gangen und die Flammen abgelöscht. Im Anschluss wurde dann ein so genannter „Flash-Over" simu­liert. Dabei han­delt es sich um eine Rauch­gas­durch-zündung an der Decke. Diese musste dann mit dem Hohl­strahl­rohr „geblockt" werden.

Für einige jüngere Kame­raden war dies die erste „heiße" Erfah­rung bei der Brandbekämpfung. Sie erlebten zum ersten mal die Hitze in einem Brand­raum und eine zurückschla­gende Dampf­wolke beim Löschen.

Dank gilt der EnBW für die kos­ten­lose Bereit­stel­lung des Brandübungs­con­tai­ners, dem Aus­bilder-, Bedie­nungs- und Ver­sor­gungs­team für die logis­ti­sche Leis­tung, sowie dem DRK Bra­cken­heim, das während der Heißaus­bil­dung ständig in Bereit­schaft stand.

(von www.brackenheim112.de)