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Brand in Neuenstadt: Kleinkinder spielten vermutlich mit Feuer

Neuenstadt a.K.von Adrian Hoffmann, HSt

Es gibt Hin­weise darauf, dass das Feuer im Wohn­haus in Neu­en­stadt im Kin­der­zimmer aus­brach. Das teilten Polizei und Staats­an­walt­schaft mit. Anhalts­punkte für einen tech­ni­schen Defekt gebe es nicht.

Es gibt nach Angaben von Heil­bronner Polizei und Staats­an­walt­schaft nun Hin­weise darauf, dass der schwere Brand am Sonn­tag­morgen in Neu­en­stadt am Kocher im Kin­der­zimmer aus­ge­bro­chen ist. Das teilten die Behörden am Mitt­woch mit. Wie berichtet, waren vierjährige Zwil­lings­kinder ums Leben gekommen. Ein tech­ni­scher Defekt sei nicht fest­ge­stellt worden, heißt es weiter. Ver­mut­lich hat einer der vierjährigen Jungen - oder beide zusammen - mit Feuer gespielt.

Wie Poli­zei­spre­cher Gerald Olma sagt, habe es einen ent­spre­chenden Vor­fall bereits einmal in der Ver­gan­gen­heit gegeben. Das hätten Ermitt­lungen ergeben. Details nennt Olma aber nicht. „Die Ermitt­lungen laufen noch.“

Ermitt­lungen sind logi­sche Folge

Weiter berichten Polizei und Staats­an­walt­schaft, dass zum Zeit­punkt des Brand­aus­bruchs in der Dach­ge­schoss­woh­nung in der Les­sing­straße nach der­zei­tigem Stand „die ursprünglich ange­brachten Rauch­melder nicht mehr vor­handen oder außer Betrieb“ gewesen seien. Es seien Ermitt­lungen gegen den 29-jährigen Fami­li­en­vater auf­ge­nommen worden - wegen des Anfangs­ver­dachts der fahrlässigen Tötung.

Mit ihrem Schicksal seien die Familie und der Vater „schon genug gestraft“, sagt Poli­zei­spre­cher Gerald Olma. Letzt­lich ent­scheide die Staats­an­walt­schaft, wie und ob etwas bestraft werde. Ent­spre­chende Ermitt­lungen seien bei einem sol­chen Ver­dacht logi­sche Folge.

Es sei nicht aus­zu­schließen, dass die Folgen des Brandes durch ord­nungsgemäß ange­brachte und funk­ti­onsfähige Rauch­melder abge­mil­dert worden wären, heißt es. Die Ermitt­lungen beträfen den Vater, so Olma, weil es Hin­weise darauf gebe, dass er die Rauch­melder abmon­tiert habe.

Identität der Todes­opfer bestätigt

Ermittler des Lan­des­kri­mi­nal­amts hatten in den ver­gan­genen Tagen den Brandort unter­sucht. Anhalts­punkte für einen tech­ni­schen Defekt habe man nicht fest­stellen können, teilt die Polizei mit. Eine Fremd­ein­wir­kung und damit eine Gewalttat hatte man bereits am Montag eben­falls aus­ge­schlossen. Poli­zei­lich bestätigt ist nun auch, dass es sich bei den im Dach­ge­schoss gefun­denen Leich­namen um die vierjährigen Zwil­linge der Familie han­delt. Unter­su­chungen hätten das ergeben.

Am Sonn­tag­morgen waren um 6 Uhr meh­rere Not­rufe bei der Polizei ein­ge­gangen, weil der Dach­stuhl des Hauses brannte. 200 Ein­satzkräfte der Feu­er­wehr, des Ret­tungs­dienstes und der Polizei sowie Not­fall­seel­sorger rückten an. Der Fami­li­en­vater, die 27 Jahre alte Mutter sowie ein achtjähriger Bruder der Zwil­linge erlitten schwere Ver­let­zungen bei dem Brand.

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