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Blick in die Vergangenheit und Weichenstellung für die Zukunft

Pfaffenhofenvon Michael Stuber, Feuerwehr Pfaffenhofen

Die Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Pfaf­fen­hofen zum Dienst­jahr 2020 war eine ganz beson­dere. Einer­seits konnte sie auf­grund der Corona-Pan­demie mit rund einem halben Jahr Verspätung erst am 23. Juli 2021 unter den aktuell mögli­chen Rah­men­be­din­gungen statt­finden und ander­seits fand mit den tur­nusgemäß anste­henden Wahlen eine Neu­aus­rich­tung in der Führungs­struktur der Feu­er­wehr statt.

Die Coro­nalage war natürlich auch an diesem Abend all­ge­genwärtig. Mit Abstand an Ein­zel­ti­schen, vor­he­riger Tes­tung und ohne Bewir­tung wurden die erfor­der­li­chen Vor­keh­rungen getroffen und bei den Berichten standen die beson­deren Vor­gaben und Rah­men­be­din­gungen des ver­gan­genen Jahres beson­ders im Fokus. So gab es auf­grund der begrenzten Möglich­keiten im Übungs­be­trieb und kame­rad­schaft­li­chen Bereich auch weniger als gewohnt zu berichten und daher keine Ein­zel­be­richte der ver­schie­denen Abtei­lungen, son­dern einen Gesamt­be­richt von Kom­man­dant Mat­thias Fried sowie einen eben­falls recht über­schau­baren Kas­sen­be­richt von Kas­sie­rerin Elke Stengel.

Doch nicht nur der Blick auf das ver­gan­gene schwie­rige Jahr sollte Thema des Abends sein, son­dern vor allem die Wei­chen­stel­lungen für die Zukunft der Feu­er­wehr. Bei den nach fünf Jahren wieder tur­nusgemäß anste­henden Wahlen stellte sich Kom­man­dant Mat­thias Fried nach drei Amts­pe­ri­oden zur Wie­der­wahl. Die aktiven Wehrmänner und -frauen schenkten ihrem bis­he­rigen und neuen Kom­man­danten erneut das Ver­trauen. Bei den beiden stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten gab es dagegen einen Wechsel: Nach zehn Jahren Amts­zeit stellten sich die beiden Stell­ver­treter Mat­thias Koch und Markus Beitler nicht mehr zur Wahl. Statt­dessen wurden Johannes Stuber und Marlon Fried als neue stell­ver­tre­tende Kom­man­danten gewählt. Mit einem jungen Führungs­team sollen nun wich­tige Auf­gaben wie etwa die Auf­stel­lung der Alarm- und Ausrücke­ord­nung sowie das Thema Nach­wuchs­ge­win­nung ange­gangen werden.

Wie gewohnt stand auch das Thema Ehrungen und Beförde­rungen auf der Tages­ord­nung - und auch hier gab es in diesem Jahr eine Beson­der­heit. Als erster und bisher ein­ziger Kamerad der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Pfaf­fen­hofen wurde Ger­hard Stuber für 50 Jahre aktiven Feu­er­wehr­dienst geehrt. Von seinem Ein­tritt im Jahr 1971 bis zu seinem heu­tigen „65Plus“-Dienst hat Ger­hard Stuber viele Funk­tionen und Ämter inner­halb der Feu­er­wehr über­nommen und war stets mit vollem Ein­satz dabei. Außerdem wurde Klaus Rustler für 40 Jahre Feu­er­wehr­dienst geehrt und bei den Beförde­rungen wurden Maxi­mi­lian Haagen, Jule Rösinger und Fynn Rösinger zum Feu­er­wehr­mann bzw. -frau, Dominik Böckle, Milanka Fried und Leon Scheid zum Ober­feu­er­wehr­mann bzw. -frau sowie Til­mann Schiedel zum Oberlösch­meister befördert.

Und noch ein Novum gab es an diesem Abend: Beide Grußwort­redner - sowohl Bürger­meis­terin Carmen Kien­inger als auch Kreis­brand­meister Bernd Halter – hatten ihre Pre­miere bei der Haupt­ver­samm­lung der Feu­er­wehr Pfaf­fen­hofen. In ihren Grußworten spra­chen beide ihren Dank für das Enga­ge­ment und den Ein­satz der Kame­ra­dinnen und Kame­raden aus und berich­teten außerdem über aktu­elle Themen aus dem Land­kreis und der Gemeinde.

Mit dem Aus­klang der Haupt­ver­samm­lung wurde noch­mals beson­ders deut­lich, wie prägend das ver­gan­gene Jahr war und wie sehr sich alle nach der Nor­malität mit regulärem Übungs­be­trieb und kame­rad­schaft­li­chen Aktivitäten zurücksehnen. Viele Kame­ra­dinnen und Kame­raden haben sich auf­grund des ein­ge­schränkten bzw. nur grup­pen­weisen Übungs­be­triebes und der gel­tenden Vor­schriften oft schon über ein Jahr nicht mehr getroffen. Umso inten­siver wurde daher im Freien und auf Abstand die Gele­gen­heit zum gemein­samen Aus­tausch genutzt. Und darin sind sich alle einig: Wir hoffen auf eine Zukunft mit mehr persönli­chen Begeg­nungen, regulärem Übungs­be­trieb und kame­rad­schaft­li­chen Treffen sowie eine „nor­male“ Haupt­ver­samm­lung 2022.