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Betrunkener 24-Jähriger schläft auf Hölderlin-Denkmal

Lauffen a.N.von Redaktion HSt

Einen recht ungewöhnli­chen und zugleich ori­gi­nellen Platz zum Schlafen suchte sich am Samstag in den frühen Mor­gen­stunden ein 24-Jähriger in Lauffen. Der Mann hatte es sich in schwin­delnder Höhe auf dem Hölderlin-Denkmal, einem Krei­sel­kunst­werk von Peter Lenk, gemütlich gemacht, teilte die Polizei mit.

Kein Scherz

„Wir dachten zu erst, dass es sich um einen Scherz han­delt“, erklärt Reiner Kuh­mann von der Heil­bronner Polizei, als Ver­kehrs­teil­nehmer eine auf dem Straßenkunst­werk zwi­schen Nord­heimer Straße, Kies­straße und Im Brühl lie­gende Person mel­deten. Es käme immer wieder vor, dass kuriose Anrufe bei der Not­ruf­zen­trale ein­gehen.

Doch die ein­tref­fende Streife des Poli­zei­re­viers Lauffen bestätigte kurz darauf, dass es sich tatsächlich nicht um einen Streich han­delte. Ein junger Mann lag schla­fend und unge­si­chert auf dem schmalen Feder­kiel des Denk­mals in etwa fünf Metern Höhe.

Er hatte sich zwi­schen den beiden Dar­stel­lungen Hölder­lins und unter­halb der Figur von Schiller und Goethe zur Ruhe gelegt.

Inspi­ra­tion

Die Ret­tung des alko­ho­li­sierten 24-Jährigen über­nahm die Feu­er­wehr Lauffen unter Zuhil­fe­nahme der Dreh­leiter. „Nicht bekannt ist bis­lang, ob sich der junge Mann von den Dich­tern und Den­kern hautnah inspi­rieren lassen wollte und wie er auf das Denkmal gelangte“, erklärt Kuh­mann.

Da es zu keiner Sach­beschädigung und zu keiner Erre­gung öffent­li­chen Ärger­nisses gekommen sei, habe der Schläfer mit keiner Anzeige zu rechnen. Auch ver­letzt wurde bei der Klet­ter­ak­tion nie­mand.

Allein die Kosten für den Ein­satz der ausgerückten Flo­ri­ansjünger und den Ret­tungs­dienst muss der Lauf­fener tragen.

Bild: Das Kunst­werk von Peter Lenk wurde im Jahr 2003 errichtet und befindet sich auf einer Kreis­ver­kehrs­insel. (Foto: Archiv/HSt)