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Besuch der Feuerwehr in der Asylbewerberunterkunft

Zusammen mit Gemein­de­diakon Bernd Maier von der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­meinde Nord­heim besuchten Führungskräfte und ein türkisch­spre­chender Kamerad am Sonntag, den 11. Oktober die über 80 Flücht­linge - über­wie­gend Fami­lien - um sich gegen­seitig ken­nen­zu­lernen. Für die Kinder war es eine rießen Freude das mit­ge­brachte Löschgrup­pen­fahr­zeug zu inspi­zieren und auch einmal mit einem Strahl­rohr etwas Wasser zu ver­spritzen. Doch zuerst einmal zur Vor­ge­schichte warum es für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Nord­heim wichtig war Kon­takt zu knüpfen:

Tag der deut­schen Ein­heit, halb zehn in Nord­heim. Die Funk­mel­de­empfänger der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Nord­heim melden „Feu­er­alarm Asyl­be­wer­ber­un­ter­kunft Nord­heim-Nord­hausen“. Vor Ort Erleich­te­rung: jemand hatte beim Duschen unver­schuldet einen Rauch­melder ausgelöst. Die vor Ort instal­lierte Brand­mel­de­an­lage löste dar­aufhin direkt bei der Inte­grierten Leit­stelle Heil­bronn einen Feu­er­alarm aus. Don­nerstag darauf, 2 Uhr, selbes Spiel. Beim Land­ratsamt als Betreiber der Unter­kunft wird von der Feu­er­wehr bemängelt das eine feh­lende Türe zum Vor­raum, also ein Bau­fehler, für den Alarm ver­ant­wort­lich ist und um umge­hende Abhilfe gebeten.

„Wir möchten auch das Sie nachts schlafen und nicht wegen dem Was­ser­dampf hierher müssen“ äußerte eine Familie beim Gespräch. Man ver­suche sich der­zeit damit zu behelfen indem man ver­sucht die anderen Duschräume zu ver­wenden aber dies sei auch keine länger­fris­tige Lösung. Vor allem nicht über die kalten Win­ter­tage. Auch zeigte man große Bewun­de­rung, als man das System der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr erklärte.

In Ihr Zimmer lud eine dreiköpfige Familie ein. Für die Feu­er­wehr war dies ein sehr wich­tiger Ein­blick, ein Zimmer im bewohnten Zustand vorab besich­tigen zu können bevor es zu einem Ernst­fall kommen kann. Stolz zeigte man die Stan­dard­ein­rich­tung, welche aus einem Ein­zel­bett, Hoch­bett, Tisch, einem kleinen Kühlschrank und zwei Spinden besteht. Der Mann der Familie erklärte später, dass man sich hier auch verständigen könne auch wenn nicht alle die gleiche Sprache spre­chen. „Mit Händen und Füßen geht es immer“. Man erwähnte gleich darauf den Deutsch­kurs in den Sie sich schon ein­ge­tragen haben und seien schon voller Vor­freude.

Ein Kamerad fand gegen später noch Anschluss an zwei Jugend­liche im ungefähr selben Alter. Was machen die Jugend­li­chen den ganzen Tag? „Bike“ und „sport“ waren Wörter, die trotz Sprach­bar­riere verständlich waren. Nachdem die Jugend­li­chen das Smart­phone des Kame­raden in der Hand sahen kamen auch Wörter wie „Whatsapp“ und „Face­book“ dazu - Wörter die unter Jugend­li­chen welt­weit bekannt sind. So wurde erklärt, das Mobil­te­le­fone der ein­zige Weg seien um Kon­takt mit seinen Freunden und der Familie, in anderen Unterkünften und der Heimat, auf­recht zu halten.

Am Ende standen Feu­er­wehr­ka­me­raden und Gemein­de­diakon zusammen mit den Gast­ge­bern auf deren Ein­la­dung mit einem Kaffee in der Hand am Ein­gang der Unter­kunft und unter­hielten sich. Seinen Ruf als Helfer in der Not konnte man schluss­end­lich in diesem Ver­trau­ens­rahmen auch noch unter Beweis stellen. Nach einem „Excuse me, can you help me?“ wurde ein defektes Vorhänge­schloss mit einem Bol­zen­schneider geöffnet und dem Mitbürger mit Flücht­lings­status unbürokra­tisch geholfen.