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Ausflug der Altersabteilungen im Kreisfeuerwehrverband

Der Jah­res­ausfug der Alters­ka­me­raden im Kreis­feu­er­wehr­ver­band Heil­bronn führte in 2011 nach Win­nenden. Knapp 400 Teil­nehmer und Teil­neh­me­rinnen waren dem Ruf des Alters­ob­mann Rein­hold Korb aus Bad Wimpfen gefolgt und in sieben Omni­bussen der Firma Müller aus Mas­sen­bach­hausen aus dem ganze Land­kreis ange­reist. Höhepunkte des Aus­flugs waren der Besuch im Feu­er­wehr­mu­seum, der Besuch des Innen­mi­nis­ters und Ver­bands­vor­sit­zenden Rein­hold Gall MdL, der Ochs am Spiess und der Feu­er­wehr­chor aus Bad Wimpfen.

Feu­er­wehr­mu­seum in Win­nenden

Das Feu­er­wehr­mu­seum war erster Anfahrts- und Pro­gramm­punkt. 400 Teil­nehmer durch das Haus zu führen war zeit­lich nicht machbar. Des­halb gab es für die zeit­lich ver­setzt ein­tref­fenden Gruppen eine kurze Einführung in die His­torie und das Kon­zept des Museums durch den 1. Vor­sit­zenden Helmut Pflüger.

Der in 1875 erbaute Güter­schuppen im Bereich des Bahn­hofs wurde in Eigen­leis­tung des Ver­eins in jah­re­langer Arbeit ent­kernt und vor 10 Jahren eine Stahl­kon­struk­tion mit 3 Gale­rien und einem Trep­pen­turm ein­ge­baut. Der sanierte Bau wurde im Mai 2003 ein­ge­weiht und platzt schon wieder aus allen Nähten. In wenigen Wochen soll ein bereits geneh­migter Anbau begonnen werden, um wei­tere der­zeit aus­ge­la­gerte Expo­nate zeigen zu können.

Beson­ders stolz sind die Mit­glieder auf die Muse­umstücke, die nach dem Fort­schritt der Feuerlösch­technik präsen­tiert werden. Wohl geordnet sind his­to­ri­sche Helme und eine Viel­zahl the­men­be­zo­gener Samm­lungen. Von ein­fa­chen Hand­spritzen aus Holz und Bronce über Hand­druck­spritzen sind Feuerlöschfahr­zeuge bis in die Neu­zeit um 1953 zu bestaunen. High­lights der Aus­stel­lung sind zwei Pfer­de­zu­g­lei­tern aus den 20-er Jahren.

Aus­ge­zeichnet als beson­dere Sehenswürdig­keit in der Region Stutt­gart ist die „Auto­mo­bil­spritze Benz-Gag­genau“ Bau­jahr 1925 mit einer Leis­tung von 40 Ps. Die 2,5 to schwere Über­land­feu­er­spritze war immerhin 50 km schnell und konnte bis zu 11 Mann befördern. Die drei­stu­fige Zen­tri­fu­gal­pumpe hatte eine Förder­leis­tung von 1200 l Wasser in der Minute bei 80 m Förderhöhe.

Bum­meln und Regen­schauer

Zu einem kurz­wei­ligen Bum­meln lud die Fußgänger­zone in der Alt­stadt ein. Zahl­reiche Straßencafés rund um den Markt­platz platzten aus allen Nähten. Bei einem Kaffee oder Bier­chen genossen viele die tro­ckenen Minuten im Freien, bevor kurz vor der Wei­ter­fahrt schau­er­ar­tige Regenfälle dem kurz­wei­ligen Treiben ein Ende berei­teten. Die meisten konnten tro­ckenen Fußes in die Busse bei der nahe gele­genen Feu­er­wehr Win­denden zur Wei­ter­fahrt ein­steigen.

Gemein­samer Abschluss mit Ochs am Spies

Für die Orga­ni­sa­toren ist es immer schwierig zu viele Gäste an einem Ort unter­zu­bringen. In Sie­ben­eich/Bretz­feld wurde man bei Weinbau Waibler fündig, der in seiner Halle als Attrak­tion einen ganzen Ochsen am Spieß anbietet. Der Ochse wird „ganz“ auf den Spieß gehängt und 6-7 Stunden vor dem ersten Anschnitt auf dem Gas­grill bei Tem­pe­ra­turen bis 600* C gedreht. Bis der ganze Ochse fertig ist, dauert der Gar­pro­zess bis zu 11 Stunden, ergibt dann aber ca. 430 Por­tionen wohl­schme­ckendes, zartes Fleisch, das den­noch Biss hat.

Grußwort Rein­hold Korb

Nach dem Ansturm auf die Theke ergriff Alters­ob­mann Rein­hold Korb die erste Gele­gen­heit und konnte die gesam­melte Gäste­schar begrüßen. in seine Ausführungen waren zahl­reiche Mit­tei­lungen und aktu­elle Infos aus den Feu­er­wehr­gre­mien ein­ge­bunden.

So soll in Zusam­men­hang mit der Ver­wal­tungs­vor­schrift Dienst­klei­dung auch über die Feu­er­wehr­be­klei­dung im All­ge­meinen beraten werden. Hierbei soll Funk­tion und Design fest­ge­legt werden, um ein ein­heit­li­ches Erschei­nungs­bild der baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehren zu gewährleisten.

Die der­zeit an zwei Stand­orten ope­rie­rende Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal soll auf einen Standort beim Übungsgelände kon­zen­triert werden. Bau­be­ginn ist 2012, die Finan­zie­rung steht, mit einer zweijährigen Bau­zeit wird gerechnet.

Die Mit­glieder der Alters­ab­tei­lungen sollen mehr in die Arbeit der Aktiven ein­ge­bunden werden. Dabei ist in erster Linie an Ange­bote an die Aktiven gedacht. Sie könnten bei­spiels­weise bei Maßnahmen zur Brand­schutz­er­zie­hung mit­wirken, den Gerätewart bei der Arbeit unterstützen, Umfang­rei­chere Ausführungen zu diesem Thema finden auch auf den KFV-Seite vom 08.März 2011 unter: Info­treff der Obmänner der Alters­ab­tei­lungen.

Die Neu und Umbaumaßnahme Feu­er­wehr­heim Titisee ist abge­schlossen. Die Finan­zie­rung ist gesi­chert. Das Feu­er­wehr­hotel Stankt Flo­rian am Titisee bietet auch 2012 einen fle­xi­blen Bele­gungs­plan an. So sind auch Kurz­ur­laube buchbar. Drin­gend gesucht wird u.a. ein qua­li­fi­zierter Koch. Ein Video­film kom­men­tiert von Rein­hold Korb visua­li­sierte die Impres­sionen der erwei­terten neuen Anlage am Titisee.

Grußwort Innen­mi­nister Rein­hold Gall MdL

Eine hohe Wertschätzung erbrachte Rein­hold Gall, seines Zei­chens Innen­mi­nister im Land Baden Württem­berg den Alters­ka­me­raden. Er, der nach wie vor Vor­sit­zender des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn ist, lies es sich nicht nehmen trotz Ter­min­drucks nach der dreitägigen Kon­fe­renz der Innen­mi­nister in Frank­furt bei seinen Feu­er­wehr­ka­me­raden auf­zu­kreuzen.

Seine Ausführungen tan­gierten die Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal, deren Neubau bevor­steht. Dabei sollen nicht nur die Räumlich­keiten neu gestaltet, auch Inhalte der Aus­bil­dung sollen neu for­mu­liert und orga­ni­siert werden. Gall denkt dabei auch an eine Feu­er­wehr­aka­demie, die dem lebens­langen Pro­zess des Ler­nens der Führungskräfte Rech­nung tragen soll.

Die Ein­nahmen des Landes aus dem Auf­kommen der Feu­er­schutz­steuer seien stabil. So können Anträge auf Zuwen­dungen für das Feu­er­wehr­wesen, zur Unterstützung der Gemeinden bei der Beschaf­fung von Fahr­zeugen und zum Bau von Feu­er­wehrhäusern wei­terhin gefördert werden.

Positiv bewertet der Ver­bands­vor­sit­zende auch die kon­stanten Mit­glie­der­zahlen in den Feu­er­wehren. Die Ver­zah­nung der Jugend­feu­er­wehren und Alters­ka­me­raden mit den Aktiven soll erhalten und weiter gefördert werden.

Abschließend dankte der Innen­mi­nister den Orga­ni­sa­toren Rein­hold Korb und Franz Rit­ten­auer für die aufwändige Orga­ni­sa­tion des Tages und allen Anwe­senden für die freund­liche Auf­nahme im Kreis der Alters­ka­me­raden der Feu­er­wehr.

Präsen­ta­tionen und Feu­er­wehr­chor

Franz Rit­ten­auer aus Offenau präsen­tierte Fotos von der Ver­ab­schie­dung von Alters­ob­mann Werner Kümmerle anlässlich der Wein­probe in der Weingärtner­ge­nos­sen­schaft in Heil­bronn und Bilder vom letztjährigen Aus­flug der Alters­ka­me­raden nach Sins­heim. Der Aus­flug 2010 führte grup­pen­weise ins Auto & Technik Museum und in die gegenüber­lie­gende Rhein Neckar Arena des TSV 1899 Hof­fen­heim.

Der Feu­er­wehr­chor aus Bad Wimpfen trug mit Feu­er­wehr­lie­dern zur Stim­mung bei. Es waren zwar nicht die Fischer Chöre, aber Rudi Fischer gab den Takt mit dem Akkor­deon vor. Nach dem Kuf­stein­lied und einem letzten Muß i denn, muß i denn zum Städele hinaus traten die sieben Busse zur Heim­reise an.

Anmer­kung: Die Fotos sind rein zufällig ent­standen und sollen eine kleinen Ein­blick in die Ver­an­stal­tung ver­mit­teln