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Aufgaben werden immer aufwendiger

Pfaffenhofenvon Werner Stuber, HSt

Nicht den echten Fahr­zeug­schlüssel und auch keinen sym­bo­li­schen, aus Hefe­teig geba­ckenen bekam Mat­thias Fried über­reicht: Zur offi­zi­ellen Übergabe des neuen Mann­schafts­trans­port­wa­gens (MTW) für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr händigte Bürger­meister Dieter Böhringer dem Pfaf­fen­ho­fener Kom­man­danten den Fahr­zeug­schein aus.

In seiner kurzen Ansprache blickte Böhringer noch einmal zurück auf den Kauf des ersten Löschfahr­zeuges, ein LF 8, im Jahr 1974 und die Anschaf­fung des Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeugs 1985 für die Abtei­lung Weiler. Beide Fahr­zeuge zusammen hätten damals die Gemeinde soviel gekostet, nämlich 60 000 Mark, wie heute der Mann­schaftsbus, für den die Kom­mune 29 000 Euro inves­tieren musste.

Rund 39 000 Euro kostet der neue VW-Bus aber ins­ge­samt, inklu­sive der vom Land Baden-Württem­berg vor­ge­ge­benen feu­er­wehr­tech­ni­schen Aus­stat­tung. Dazu gab es aller­dings auch 10 000 Euro Zuschuss.

Großen Respekt für ihre frei­wil­ligen Leis­tungen, die in der Ver­gan­gen­heit immer anspruchs­voller und zeit­in­ten­siver geworden seien, zollte der Bürger­meister den Feu­er­wehr­angehörigen. Überörtliche Schu­lungen und die nicht weniger wich­tige Jugend­ar­beit machten dann auch den Kauf eines sol­chen Fahr­zeugs erfor­der­lich, betonte Böhringer. Der neue MTW ersetzt den bis­he­rigen, inzwi­schen schon 30 Jahre alten Bus, den die Gemeinde im Jahr 2000 zur Gründung der Jugend­feu­er­wehr vom Land­kreis Heil­bronn und dem dama­ligen Kreis­brand­meister Hans Wil­helm Hans­mann geschenkt bekam.

Viel Zeit inves­tiert Kom­man­dant Mat­thias Fried freute sich, dass das Fahr­zeug end­lich da ist. Denn schon in der Woche vor Pfingsten hat er zusammen mit anderen den roten Bus im VW-Werk in Han­nover abge­holt und zur feu­er­wehr­tech­ni­schen Ausrüstung nach Fell­bach, zur Firma Barth, gebracht.

Viele frei­wil­lige Stunden hat der Kom­man­dant dann noch in der eigenen Garage in den neuen MTW inves­tiert. Feu­er­wehr­schriftzüge auf alle vier Fahr­zeug­seiten sowie der Feu­er­wehr- und Orts­name samt Wappen auf Fahrer- und Bei­fah­rertüre mussten geklebt werden, zuletzt dann auch noch die vielen gelben Zier­streifen.

Feu­er­wehr­autos in allen Größen und Aus­stat­tungen säumten nun am Sonntag den Platz und die Straße beim Pfaf­fen­ho­fener Rat­haus. Aus allen Nach­bar­ge­meinden und selbst aus Neckar­west­heim und Itt­lingen waren Abord­nungen zum Tag der offenen Tür der Pfaf­fen­ho­fener Wehr gekommen. Und nicht nur sie, auch „zivile" Besu­cher strömten in Scharen. Das neue Auto, auch wenn es nur ein Bus und kein mit Feu­er­wehr­technik bestücktes Löschfahr­zeug war, inter­es­sierte. Außerdem konnte die neue Dreh­leiter der Bra­cken­heimer Flo­ri­ansjünger besich­tigt werden.

Span­nende Technik Sehr impo­sante Technik präsen­tierte auch das Tech­ni­sche Hilfs­werk der Orts­gruppe Heil­bronn. Vor allem die Vorführung einer Stein-Ket­tensäge, mit der die THW-Männer Stahl­be­ton­teile zersägten, erstaunte viele Zuschauer.

Da war der große Lkw-Kran des THW, mit dem die Jugend­li­chen beim Wein­kis­ten­sta­peln gesi­chert wurden, schon alltägli­cher und nur für die jüngsten Besu­cher wirk­lich inter­es­sant.

Bild: Übergabe: (von links) Ex-Kom­man­dant Ger­hard Stuber, Bürger­meister Dieter Böhringer, Kom­man­dant Mat­thias Fried, Abtei­lungs­chef Roland Kux. (Foto: Werner Stuber)