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Auf den letzten Drücker

Beilsteinvon Barbara Barth, HSt

End­spurt auf der Harthöhe: Soviel Hand­werker wie noch ges­tern auf der Bau­stelle des Feu­er­wehr­hauses her­um­wu­selten, waren in ein­ein­halb Jahren selten zu sehen. Der Gedanke, dass morgen Ein­wei­hung ist, drängt sich dem Betrachter nicht unbe­dingt auf. Es ist ein Haus, kein Magazin. Darauf legt Bürger­meister Günter Hen­zler größten Wert. In einem Magazin stehen nur Fahr­zeuge und Gerätschaften, pflegt er zu sagen. In dem neuen Gebäude der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein aber gibt es auch Ver­samm­lungs- und Schu­lungsräume. Des­halb: Feu­er­wehr­haus.

Feier Nach 17-mona­tiger Bau­zeit wird es also am Samstag ein­ge­weiht, gleich­zeitig wird die Feier zum 125-jährigen Bestehen der Feu­er­wehr Schmid­hausen nach­ge­holt. Zwei Ereig­nisse haben den Ter­min­plan durch­ein­ander gebracht. Der tödliche Arbeits­un­fall des Abtei­lungs­kom­man­danten Jochen Sturm ver­hin­derte im Mai die Jubiläums­feier. Und das Hagel­un­wetter am 12. Juli zerstörte Teile des Daches, so dass der Neubau zwei Monate später fertig wurde. "Der Zeit­druck war immens", bestätigt Hen­zler. Die Asphalt­decke auf den Zuwegen aber wird wohl fertig. Ges­tern war jeden­falls die Teer­ma­schine unter­wegs. "Mit dem Asphal­tieren hatten wir zuletzt immer Pech", klagt der Schultes. Erst hat der strenge Winter 2010/11 die Fer­tig­stel­lung des Bus­bahn­hofs verzögert, jetzt stellt sich nach Wochen schönsten Herbst­wet­ters aus­ge­rechnet zur Ein­wei­hung des Feu­er­wehr­hauses Regen ein. "Auf den aller­letzten Drücker", so hofft Hen­zler, kommt der End­belag noch drauf.

Die Fin­dungs- und Pla­nungs­zeit für das wahr­schein­lich 2,8 Mil­lionen Euro teure Haus währte lange. Schon Ende der 80er Jahre wurden in der Lang­hans­stadt erste Über­le­gungen ange­stellt, damals aller­dings nur für eine Erwei­te­rung des Gebäudes an der alten Bahn. Im Laufe der Jahre kris­tal­li­sierte sich aber immer mehr eine andere Lösung heraus: Nicht nur das alte Gebäude in der Bahn­hofstraße sollte ersetzt, son­dern auch eine Fusion der beiden Abtei­lungen Beil­stein und Schmid­hausen bewerk­stel­ligt werden. Mit dem Neubau auf der Harthöhe wird nun beides Realität. Die Feu­er­wehr­sat­zung ist schon geändert, bei der Haupt­ver­samm­lung im Januar wird darüber abge­stimmt.

Pla­nung Archi­tekt Roland Kiderlen musste häufig umplanen, Leicht­beton und Zie­gel­dach statt Titan­zink und Lärche­schin­deln. Bei den Ver­gaben der Gewerke wurde im Gemein­derat stets streng gerechnet. Denn das Gebäude ist in der Bevölke­rung wegen der Inves­ti­ti­onshöhe nicht unum­stritten. Doch die Zusam­men­le­gung der beiden Abtei­lungen war unumgänglich. Die Feu­er­wehr­be­darfspläne aus den Jahren 2000 und 2008 gaben sowohl die erfor­der­liche Aus­stat­tung als auch die Ein­satz­be­reit­schaft vor. Beides konnte nur unter einem gemein­samen Dach gewährleistet werden.

Der Tag der offenen Tür im Haus an der Schmid­hau­sener Straße ist am Sonntag, 11. Dezember, von 10.30 bis 16 Uhr.

Bild: Die schräge Dach­kon­struk­tion über dem Ein­gang des neuen Feu­er­wehrgebäudes war ges­tern noch Bau­stelle. (Foto: Bar­bara Barth)