QR-Code zur Seite

Auch der Nachwuchs will Brände löschen

Neuenstadt a.K.von Waltraud Langer, HSt

Ins­ge­samt 114 Aktive sind in Neu­en­stadt bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr mit den Abtei­lungen Neu­en­stadt, Cle­ver­sulz­bach und Stein/Kochertürn im Ein­satz. Dazu kommen 29 Nach­wuchskräfte in der Jugend­feu­er­wehr. Die Bedeu­tung dieser 1990 gegründeten Gruppe für die Schlag­kraft der Wehr stellte Kom­man­dant Hartmut Schaf­froth bei der Gene­ral­ver­samm­lung in Stein deut­lich heraus. „Unsere Wehr rekru­tiert sich zuneh­mend aus der Jugend­ar­beit“, sagte er.

Gegenüber dem Vor­jahr habe sich die Anzahl der Jugend­li­chen um neun erhöht. Auch die Frauen seien im Vor­marsch, wenn auch mit drei Aktiven noch relativ schwach ver­treten. Die Alters­sta­tistik zeigt bei den 18- bis 30-Jährigen mit 50 Aktiven eine deut­liche Spitze und eine Delle bei den 31- bis 40-Jährigen. In der Alters­klasse 51 bis 65 sind noch sechs Feu­er­wehr­leute aktiv. „Wir brau­chen die gute Mischung zwi­schen Erfah­rung und jugend­li­chem Elan“, sagte Schaf­froth.

Über­land­hilfe Im Jahr 2008 war die Neuenstädter Feu­er­wehr 84 Mal im Ein­satz. Zu Bränden wurde sie 23 Mal gerufen. Dar­unter im Zuge der soge­nannten Über­land­hilfe mit dem mobilen Großven­ti­lator zu Bränden in Schwai­gern und Möglingen im Kreis Lud­wigs­burg. Der relativ hohe Anteil an Fehl­alarmen sei unter anderem durch Brand­mel­de­an­lagen ausgelöst worden, manchmal seien auch Staub­ent­wick­lungen falsch inter­pre­tiert worden, sagte Schaf­froth.

Eine beson­dere Her­aus­for­de­rung sei das Unwetter im Mai gewesen, wel­ches die Feu­er­wehr vor allem im Loben­ba­cherhof gefor­dert habe. Mensch­lich ging es da zu: „Die Leute waren so dankbar. Sie haben uns mit Essen und Trinken ver­sorgt“, sagte Schaf­froth. Er ver­wies in diesem Zusam­men­hang aber auch auf die Grenzen des Feu­er­wehr­ein­satzes: „Wir sind Erst­helfer, das wei­tere ist Sache des tech­ni­schen Hilfs­werks oder pri­vater Dienste“. Auch sei die Anzahl der Sicher­heits­wach­dienste bei Ver­an­stal­tungen zu über­denken.

Aus­bil­dung Die Neuenstädter Feu­er­wehr legt großen Wert auf die Aus­bil­dung ihrer Mit­glieder. Neben zahl­rei­chen Übungen, gemeinsam und in den Abtei­lungen, haben im ver­gan­genen Jahr 52 Feu­er­wehr­leute Lehrgänge besucht, konnten im Brandübungs­con­tainer den Ernst­fall üben und sich zum Truppführer qua­li­fi­zieren lassen.

Höchst­stand Gesel­lig­keit ist bei der Neuenstädter Wehr auch kein Fremd­wort. Jugend­leiter Alex­ander Müller berich­tete von einem India­ka­tur­nier in Bad Wimpfen, von Zelt­la­gern und Piz­za­essen. Stolz verkündete er: „Wir haben den Höchst­stand an Jugend­li­chen seit der Gründung der Abtei­lung 1990.“

Zusam­men­fas­send sprach Kom­man­dant Schaf­froth von großen Her­aus­for­de­rungen in der Zukunft. Dies ins­be­son­dere mit Blick auf das nun­mehr bebaute Gewer­be­ge­biet GIK, wes­halb auf dem Bedarfs­plan für das Jahr 2013 auch eine Dreh­leiter steht.

Bild: Übungen halten die Feu­er­wehrmänner fit. Neben diesem Trai­ning besuchten im ver­gan­genen Jahr 52 Feu­er­wehr­leute Lehrgänge und qua­li­fi­zierten sich weiter. (Foto: Wal­traud Langer)