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2016 war das Jahr der Ausbildungsoffensive

Neckarwestheimvon Uwe Mundt, HSt

Im ver­gan­genen Jahr hat sich die Leis­tungsstärke der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Neckar­west­heim durch Lehrgänge und Fort­bil­dungs­ar­beit stark erhöht. Das berich­tete Kom­man­dant Marc Wei­nert bei der Haupt­ver­samm­lung. Das Jahr 2016 könne als Jahr der Aus­bil­dungs­of­fen­sive beschrieben werden, sagte er.

Er hat im abge­lau­fenen Jahr am eigenen Leib zu spüren bekommen, was schnelle Ein­satz­be­reit­schaft der Feu­er­wehr bedeutet: Bürger­meister Jochen Winkler, damals noch ziem­lich neu im Amt, musste bei einer Übung aus einem oberen Stock­werk des Rat­hauses mit der Dreh­leiter der Lauf­fener Feu­er­wehr in Sicher­heit gebracht werden. Dabei hatte der Schultes erkannt: „Wir haben gesehen, wie hilflos die Ein­ge­schlos­senen waren.“

Ausbau Die Ver­wal­tung will jetzt zügig die Aus­schrei­bung für ein Mann­schafts-Trans­port­fahr­zeug aus­fer­tigen. Der Ausbau des Feu­er­wehr­hauses soll in diesem Jahr ange­packt werden, wie es vor kurzem bei der Dis­kus­sion des Feu­er­wehr-Bedarfs­planes im Gemein­derat bespro­chen worden sei. Dazu gehört auch ein Ausbau der sanitären Ein­rich­tungen, die durch die zuneh­mende Zahl weib­li­cher Feu­er­wehr­angehöriger not­wendig werde.

In diesem Jahr feiert die Jugend­feu­er­wehr ihr 25-jähriges Bestehen. Armin Oben­land hatte sie einst ins Leben gerufen. Heute umfasst die Nach­wuchs­truppe neun Jungen und ein Mädchen zwi­schen zwölf und 16 Jahren. Neben der feu­er­wehr­tech­ni­schen Aus­bil­dung widmen sie sich der Frei­zeit­ge­stal­tung und stehen bei Übungen als Opfer bereit.

Etwas gemütli­cher, so berich­tete deren Vor­sit­zender Thomas Zeeh, können es sich die Angehörigen der Alters­ab­tei­lung machen. Die 15 Mann haben sich aber auch über das neue Hil­fe­leis­tungs- und Löschfahr­zeug HLF 20 und dessen Möglich­keiten infor­miert und treffen sich etwa alle zwei Monate.

Spek­takuläre Einsätze hatten die Wehr­leute 2016 kaum zu bewältigen. Unter schwerem Atem­schutz aller­dings wurden sie Anfang April ver­gan­genen Jahres gerufen, als es galt, einen Dehn­fu­gen­brand zwi­schen zwei Gebäuden in den Griff zu bekommen. Dabei musste auch die Dreh­leiter der Lauf­fener Feu­er­wehr ein­ge­setzt werden. Das Feuer sei „rasch und gezielt bekämpft“ worden, heißt es im Ein­satz­be­richt. Ver­gleichs­weise schnell unter Kon­trolle war ein Brand in der Küche des Rat­hauses.

Wahlen Etwas Zeit in Anspruch nahm die Wahl des Neckar­west­heimer Feu­er­wehr-Aus­schusses, dem der Kom­man­dant, seine beiden Stell­ver­treter, die Leiter der Jugend­feu­er­wehr und der Alters­ab­tei­lung kraft Amtes angehören, und zu denen fünf wei­tere Wehr­angehörige in geheimer Wahl zu bestimmen waren. Unter den acht Wehr­angehörigen, die sich für dieses Gre­mium zur Wahl gestellt hatten, bestimmten die Mit­glieder der Ein­satz­ab­tei­lung Ina Gabeli, Mathias Hoff­mann, Marc-Ulrich Kurrle, Ralf Liss und Mike Sautter zu Mit­glie­dern.