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Zwei Großtraktoren brennen aus

Eppingenvon Jürgen Kümmerle, HSt

Es scheint, als sei über Nacht fri­scher Schnee in der Fach­werk­stadt gefallen. Tatsächlich han­delt es sich um weißen Löschschaum, den die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Eppingen beim Brand meh­rerer land­wirt­schaft­li­cher Arbeits­ma­schinen und Fahr­zeuge versprühen musste. Auch am Frei­tag­morgen riecht es auf dem Außengelände des Kraichgau-Raiff­eisen-Zen­trums (KRZ) nach ver­branntem Gummi. Die Ske­lette der abge­brannten Trak­toren stehen auf einem Tep­pich aus dem Löschschaum.

Schwarzer Rauch

Nach Poli­zei­an­gaben wählten am Frei­tag­morgen gegen 0.45 Uhr meh­rere Ver­kehrs­teil­nehmer die Not­ruf­nummer. Sie mel­deten ein Feuer auf dem Außengelände des KRZ an der Heil­bronner Straße. Als die Feu­er­wehr Eppingen kurze Zeit später ein­traf, stand ein Traktor in hellen Flammen. "Das Feuer hatte bereits auf einen zweiten Großtraktor über­ge­griffen", sagt Martin Kuh­mann, Kom­man­dant der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Eppingen. "Das Haupt­pro­blem waren die Reifen." Deren Volumen sei deut­lich größer als bei einem Pkw oder Lkw. Zudem entstünden durch bren­nende Reifen extrem dunkler Rauch und gefährliche Gase. "Da kann man nur mit Atem­schutz ran." Zu Beginn habe man nur mit Wasser gelöscht, sagt Kuh­mann. Durch Öl, Fett und die vielen Kunst­stoff­teile an den Trak­toren habe man keine Lösch­erfolge erzielen können. "Mit Schaum konnten wir die bren­nenden Flächen benetzen und kühlen und eine Art Tep­pich über die Trak­toren legen." Dem Feuer sei so der Sau­er­stoff ent­zogen worden.

Dach kühlen

Die Feu­er­wehr ging anfangs von einem Gebäude­brand aus. Ein Fahr­zeug mit Dreh­leiter war im Ein­satz. Kuh­mann: "Damit konnten wir präventiv das Dach der angren­zenden Halle abkühlen und so ein Überg­reifen der Flammen ver­hin­dern." Meh­rere Roll­tore der Halle wurden laut Poli­zei­be­richt den­noch beschädigt. Im Gebäude sind wei­tere teure Großtrak­toren und Land­ma­schinen unter­ge­bracht.

Wie es zum Brand kam, ist bis­lang nicht bekannt. "Kurz­schluss oder Brand­stif­tung man weiß es nicht", sagt KRZ-Werk­statt­leiter Werner Maier. Das Gelände sei nachts abge­schlossen. Ein­bruch­spuren am Zaun habe er keine gesehen. Die Buch­hal­tung müsse nun prüfen, wie der Schaden abge­wi­ckelt wird.

Den Gesamt­schaden an Fahr­zeugen und Roll­toren schätzt die Polizei auf 320 000 Euro. Werk­statt­leiter Maier geht von einer halben Mil­lion Euro aus. Ein Sach­verständiger soll klären, wie es zu dem Brand kam. Hin­weise auf Brand­stif­tung gibt es bis­lang nicht. Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Eppingen war mit 31 Mann und sechs Fahr­zeugen am Ein­satzort. "Zum Glück ist es draußen pas­siert. Drinnen wäre es eine Kata­strophe", sagt Maier mit Blick auf die Maschinen in der Halle.

Bild: Diese beiden Trak­toren sind durch das Feuer zerstört worden. Die Feu­er­wehr setzte Löschschaum ein, um den Brand zu bekämpfen. Fotos: Jürgen Kümmerle