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Weitere Probleme bei Aufträgen

Talheimvon Kirsten Weimar, HSt

Der Neubau für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr beschert der Tal­heimer Gemein­de­ver­wal­tung einige unvor­her­ge­se­hene Pro­bleme. Erneut teure Ange­bote.

Bei der Ver­gabe wei­terer Aufträge geht es nicht so schnell voran, wie erhofft. Schon das erste Aus­schrei­bungs­paket hatte Sorgen bereitet, lagen doch die Preise um 225 000 Euro über der Kos­ten­be­rech­nung von 3,8 Mil­lionen Euro. So musste sich der Gemein­derat erst einmal ans Strei­chen machen.

Bürger­meister Rainer Gräßle berich­tete jetzt dem Gre­mium, dass auch die Aus­schrei­bung für die Feu­er­wehr­tore nur zwei über­teu­erte Ange­bote erbracht habe. Das eine Angebot über­steigt die Berech­nung um fast ein Drittel. Das zweite liegt sogar um mehr als die Hälfte drüber.

Freihändig

Dies sei völlig über­teuert, beschei­nigte das Archi­tek­turbüro Otto/Hüfft­lein-Otto. Der Gemein­derat hob daher ein­stimmig die Aus­schrei­bung wieder auf. Außerdem wurde die Ver­wal­tung ermächtigt, selbst Ange­bote für die Tore ein­zu­holen. Diese soge­nannte freihändige Ver­gabe war von der Gemein­deprüfungs­an­stalt im Vor­feld geneh­migt worden.

Ebenso ver­fuhr der Tal­heimer Gemein­derat bei der Ver­gabe für die Fens­ter­fas­sade mit Son­nen­schutz. Auch hier wird die Ver­wal­tung freihändig Ange­bote ein­zu­holen und das wirt­schaft­lichste aus­zu­su­chen.

Bei der Aus­schrei­bung für die Fenster hatten sogar 22 inter­es­sierte Firmen die Unter­lagen ange­for­dert, ein Angebot war jedoch nicht ein­ge­gangen. „Das liegt wahr­schein­lich an der eher sel­tenen Holz-Alu­mi­nium-Kon­struk­tion der Fenster“, mutmaßte Kämmerer Dieter Uhler. Nun sollen auch Alter­na­tiven abge­fragt werden. Der Kämmerer warnte auch schon mal den Gemein­derat vor, dass es mit dem Bau­zei­ten­plan für die Fenster knapp werden könnte. Denn nach der Auf­trags­ver­gabe dauere es min­des­tens sechs bis acht Wochen, bis die Fenster fertig seien.

Günstiger

Keine Pro­blem gab es bei der Ver­gabe der Gerüstbau­ar­beiten. Hier kam die Neckar­sulmer Firma Rein­hardt zum Zug. Erfreu­li­cher­weise liegt dieses Angebot mit rund 37 000 Euro geringfügig unter der Vor­aus­be­rech­nung.

Welche Firma die Dach­ab­dich­tungs­ar­beiten und die Begrünung des Daches ausführt, steht noch nicht fest. Auch hier gibt es eine Verzögerung. Zwar liegen 13 Ange­bote beim Stutt­garter Archi­tek­turbüro vor. Weil noch Nachprüfungen anstehen, wurde die Ver­gabe auf die Sit­zung am 20. Januar ver­schoben.

Bild: Auf der Bau­stelle für das neue Feu­er­wehr­haus an der Hork­heimer Straße wird emsig gear­beitet. Bei der Auf­trags­ver­gabe hakt es momentan aller­dings ein wenig. (Foto: Kirsten Weimar)