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Vermisste Person nach Sturm

Schwaigernvon Volker Lang, Feuerwehr Schwaigern

Ein Sturm war über den Schwai­gerner Stadt­teil Nie­der­hofen gezogen und hatte dabei ins­be­son­dere im Bereich der Otti­lienhöfe schwere Schäden hin­ter­lassen. Das war die Aus­gangs­si­tua­tion für die vom stell­ver­tre­tender Feu­er­wehr­kom­man­dant Michael Wagen­plast geplant Hauptübung der Schwai­gerner Wehr.

Auf der Zufahrt zu den Otti­lienhöfen waren zwei dicht hin­ter­ein­ander fah­rende PKW ver­unglückt. Ein PKW prallte gegen eine gerade umgestürzten Baum, kam von der Fahr­bahn ab und blieb im Straßengraben liegen. Die vier Insassen konnten das Fahr­zeug nicht mehr ver­lassen, da die Türen ver­klemmt waren. Der zweite PKW wurde von einem umstürzenden Baum getroffen. Hier war die Insassen ein­ge­klemmt. Durch einen Kurz­schluss auf einem Höfe kam es zu einem Brand in einer Scheune, in der noch Per­sonen arbei­teten.

Die zuerst anfah­rende Abtei­lung Nie­der­hofen stieß auf der Anfahrt auf die Unfall­stelle mit den beiden PKW. Sofort kümmerte man sich um die ver­letzten Per­sonen und begann mit Siche­rungsmaßnahmen. Die nach­fol­gende Abtei­lung Stetten a.H. konnte so umge­hende beginnen, mit Hilfe von hydrau­li­schen Ret­tungsgeräten die Per­sonen aus dem im Straßengraben lie­genden PKW zu befreien. Die Besat­zung des Schwai­gerner HLF kümmerte sich um die Ret­tung der Insassen des von einem Baum getrof­fenen PKW.

Vom inzwi­schen eben­falls an der Ein­satz­stelle ein­ge­troffen DRK Orts­ver­eins wurde in unmit­tel­barer Nähe der Unfall­stelle eine Ver­letz­ten­sam­mel­stelle ein­ge­richtet. Die Unfall­opfer wurden dann direkt nach der Ret­tung dorthin gebracht und von den DRK Kräften ver­sorgt.

Das zweite Schwai­gerner Löschfahr­zeug, sowie die Kräfte aus Mas­sen­bach wurden über einen Umweg zu der Ein­satz­stelle an den Otti­lienhöfen geleitet. Trupps unter Atem­schutz begannen dort sofort mit der Suche nach den dort ver­missten Per­sonen. Par­allel wurde eine etwas 500m lange Was­ser­ver­sor­gung zum dor­tigen Löschteich auf­ge­baut. Die Otti­lienhöfe sind nicht an die örtliche Was­ser­ver­sor­gung ange­bunden, son­dern verfügen jeweils nur über eigene Brunnen.

Bei der abschließenden Bespre­chung zeigte sich Kom­man­dant Jürgen Kachel, der an diesem Tag Übungs­be­ob­achter war, mit dem Ablauf sehr zufrieden. Die Ein­satz­stelle stellte die Kräfte doch auf die eine oder andere Her­aus­for­de­rung, die aber von der Ein­satz­leis­tung erfolg­reich gemeis­tert worden ist.