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Trümmer zusammenkehren nach Scheunenbrand

Ilsfeldvon Daniel Stahl, HSt

Die ganze Nacht war die Feu­er­wehr im Ils­felder Orts­teil Abstet­terhof wegen einem großen Scheu­nen­brand im Ein­satz. Bis zum Morgen loderten Glut­nester im Stroh. Die Scheune ist ein­sturzgefährdet.

Am Tag nach dem großen Feuer wird in Abstet­terhof aufgeräumt. In dem Ils­felder Orts­teil war am Sonn­tag­abend gegen 19.20 Uhr ein Feuer ent­standen, eine Scheune im Rai­n­ackerweg ist kom­plett aus­ge­brannt. Nach ersten Schätzungen der Polizei ent­stand ein Schaden von etwa 200.000 Euro. Ein 47 Jahre alter Anwohner erlitt durch den Brand außerdem eine leichte Rauch­gas­ver­gif­tung. Am Montag liegt der Geruch von Ruß und Rauch noch im Ort in der Luft.

Die Tochter der Besit­zerin kehrt vor der aus­ge­brannten Scheune. In der Nacht hatten Feu­er­wehrmänner von einer Dreh­leiter aus Ziegel vom Scheu­nen­dach geschlagen, um den Brand besser bekämpfen zu können. Stun­den­lang halfen bis zu 70 Feu­er­wehr­leute bei den Löschar­beiten. Am Morgen steigt immer noch Rauch aus der Scheune auf, überall auf der Straße liegen zer­bors­tene Ziegel. Ver­kohlte Balken ragen aus dem Dach des Gebäudes, das weiträumig abge­sperrt ist.

Die Scheune sei wahr­schein­lich ein­sturzgefährdet, sagt die Tochter der Besit­zerin. Jetzt müsse man auf ein Brand­gut­achten warten und sehen, ob die Scheune abge­rissen werden muss. Zerstört worden sei vor allem das Gebälk des Gebäudes, unter dem noch Stroh gela­gert habe. Im unteren Teil der Scheune habe eine Zim­merei Mate­rial gela­gert. Was davon noch gerettet werden könne, sei unklar, sagt die Frau.

Ver­mut­lich ist das meiste zerstört. Denn das Feuer wütete am Sonn­tag­nacht meh­rere Stunden. Es ent­stand gegen 19.20 Uhr. „Wir haben das Feuer am Sonntag gegen halb acht bemerkt und schnell noch die Nach­barn raus­ge­klin­gelt“, erzählt Anwohner Mike Höft. Wohl auch des­halb brachten sich alle recht­zeitig in Sicher­heit. Ein älteres Ehe­paar eva­ku­ierte das Rote Kreuz in der Nacht sicher­heits­halber, weil nicht klar war, wie lange die Löschar­beiten dauern würden.

Laut Poli­zei­be­richt könnten Repa­ra­tur­ar­beiten an einem VW Bus einen Brand ent­facht haben, worauf eine Gas­fla­sche im Bus explo­dierte. Dadurch gerieten auch die benach­barte Scheune und ein Wohn­haus in Brand. Der aus­ge­brannt Bus ist inzwi­schen zur Unter­su­chung abtrans­por­tiert worden. Auch ein Wohn­haus, neben dem der Bus stand, hat deut­liche Brand­spuren. Das Feuer an der Gie­bel­seite des Hauses hatte die Feu­er­wehr am jedoch bald gelöscht. Der Brand in der Scheune loderte dagegen bis spät in die Nacht.

Die letzten Feu­er­wehr­leute packen am Mon­tag­mittag kurz nach 13 Uhr zusammen. Neun Ils­felder Feu­er­wehr­leute haben an der Scheune Nacht­wache gehalten, sagt der stell­ver­tre­tende Ils­felder Kom­man­dant Steffen Roth. „Es gab noch einige Glut­nester im Stroh.“ Mehr­mals hätten er und seine Kam­mer­aden nachts gelöscht. Mit einer Wärme­bild­ka­mera haben die Feu­er­wehr­leute die abge­brannte Scheune am Mon­tag­mittag noch einmal überprüft. Jetzt sei alles okay.

Foto: Daniel Stahl. HSt