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Teures Feuerwehrfahrzeug: Gemmingen hält sich Klage offen

Gemmingenvon Simon Gajer, HSt

Die Gemeinde Gem­mingen ist davon über­zeugt, dass sie wegen wett­be­werbs­wid­riger Abspra­chen zu viel für ein Feu­er­wehr­fahr­zeug bezahlt hat. Ob die Gemeinde gegen den Lie­fe­ranten klagt, ent­scheidet in wenigen Tagen Bürger­meister Timo Wolf.

Das Bun­des­kar­tellamt hat her­aus­ge­funden, dass sich nahezu alle Her­steller von Feu­er­wehr­fahr­zeugen wett­be­werbs­widrig ver­halten haben. Es habe Preis­ab­spra­chen gegeben, der Markt sei auf­ge­teilt worden. Auch die Gemeinde Gem­mingen war davon betroffen, als sie vor knapp zehn Jahren ein LF 8/6 für die Abtei­lung Steb­bach gekauft hatte.

Mitt­ler­weile haben die Firmen einen Regu­lie­rungs­fond mit 6,7 Mil­lionen Euro aus­ge­stattet. Gem­mingen könnte auf jeg­liche Ansprüche ver­zichten und dafür 1620 Euro erhalten, infor­mierte die Ver­wal­tung am Montag in der Sit­zung des Haupt­aus­schusses.

Aller­dings erwartet die Ver­wal­tung um Bürger­meister Timo Wolf das Vier­fache davon, sollte sie vor Gericht Ihre ansprüche gel­tend machen und Recht bekommen.

Zunächst hatte Wolf vor­schlagen wollen, sich auf den Deal ein­zu­lassen. Davon nahm er aber Abstand: Ende Juli wird mit einem zweit­in­stanz­li­chen Urteil einer Gemeinde gerechnet, die bereits in erster Instanz gegen einen Her­steller gewonnen hatte. Wolf möchte das Urteil und wei­tere Ent­wick­lungen auf Lan­des­ebene abwarten. Viel Zeit bleibt dem Ort nicht: Bis Mitte August müssen sich die Kom­munen ent­scheiden, ob sie auf den Regu­lie­rungs­fond zugreifen wollen.