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Stabile Personalsituation und Rekordeinsatzzahl - Einsatzjahr 2018 der FFL

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Mit einem Zitat des ver­stor­benen Alt­bun­des­kanzler Helmut Schmidt, „Ehren­amt­liche Feu­er­wehr­leute sind die zuverlässigsten und am ver­trau­enswürdigsten Diener am öffent­li­chen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staats­diener“, eröffnete der Lauf­fener Feu­er­wehr­kom­man­dant Stadt­brand­meister Heiner Schiefer am 01.02.2019 die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Lauf­fener Wehr (FFL) in der voll­be­setzten Stadt­halle.

In seinem Bericht zum Feu­er­wehr­jahr 2018 konnte Kom­man­dant Schiefer auf ein Rekord­jahr zurückbli­cken. Im Jahr 2018 wurde die FFL bei 126 Einsätzen gefor­dert. „Das sind noch einmal 13 Einsätze mehr, als im bis­he­rigen Rekord­jahr 2014 mit 113 Einsätzen“, stellte der Kom­man­dant fest. Für die FFL war hier das gesamte Ein­satz­spek­trum geboten. Kleinbrände, Großbrände, Mess­technik Ein­satze, tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, Unwetter- und Hoch­was­ser­einsätze, Fehl­alarme und sons­tige Einsätze mussten abge­ar­beitet werden. Froh war man darüber, dass man bei einem Ver­kehrs­un­fall auf der B 27 am 27.07., bei wel­chem meh­rere Fahr­zeuge betei­ligt waren und bei wel­chem ein junger Fahr­zeugführer leider ver­storben ist, auf den Lauf­fener Pfarrer und Feu­er­wehr­ka­merad Gunter Bareis zurückgreifen konnte. Pfarrer Bareis ist aus­ge­bil­dete Kraft in der Ein­satzkräftenach­sorge, wel­cher nach diesem doch für alle Ein­satzkräfte bewe­genden Ein­satz, als Gesprächs­partner zur Verfügung stand.

Bei 27 Einsätzen, dar­unter auch Einsätze zur Unterstützung der Feu­er­wehr Heil­bronn, musste sich die FFL mit den Aus­wir­kungen von Hoch­wasser- und Unwet­ter­lagen befassen.

Um aber für die Einsätze gerüstet und aus­ge­bildet zu sein, ist das Üben ein wich­tiger Bestand­teil der Feu­er­wehr­ar­beit. An Lehrgängen auf Kreis­ebene, an der Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal und an sons­tigen Lehrgängen, haben 52 Feu­er­wehr­angehörige teil­ge­nommen und bei der FFL wurden 171 Dienste abge­leistet. „Zeit- und Stun­den­auf­wand auf das Per­sonal her­un­ter­ge­rechnet, würde man hier im Ver­gleich auf fünf Voll­zeit­stellen kommen“, spie­gelt der Kom­man­dant die ehren­amt­lich geleis­tete Arbeit wieder.

Mit einem Per­so­nal­stand von 161 Gesamt­mit­glie­dern ist die FFL gut auf­ge­stellt. Der Ein­satz­ab­tei­lung gehören 112 Per­sonen (104 männlich, 8 weib­lich) an. Die Alters­wehr zählt 23 Mann und die Jugend­feu­er­wehr lässt mit 26 Angehörigen (21 männlich, 5 weib­lich) auf eine gut auf­ge­stellte Wehr in der Zukunft hoffen.

Auch Stadt­ju­gend­wart Timo Kraft konnte in seinem Jah­res­be­richt auf ein inter­es­santes Jugend­feu­er­wehr­jahr 2018 zurückbli­cken. Nach der Über­nahme von meh­reren Jugend­li­chen in die Ein­satz­ab­tei­lung, ist man mit 26 Jugend­li­chen wieder stabil auf­ge­stellt. Neben einer feu­er­wehr­tech­ni­schen Aus­bil­dung in den Übungs­diensten, den sons­tigen Diensten mit Spiel und Spaß, nannte Stadt­ju­gend­wart als beson­deres High­light die Besich­ti­gung der Schleu­sen­bau­stelle und einer Führung im Schleu­sen­be­trieb. „Beein­dru­ckend war es hier, in der tiefen Schleu­sen­kammer zu stehen und die Was­ser­massen neben sich zu wissen“, unter­malte der Stadt­ju­gend­wart die Eindrücke der Gruppe. In die Zukunft schauend, blickte Timo Kraft auf das Jugend­zelt­lager der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr, wel­ches in diesem Jahr in Lauffen statt­finden wird und auf den Aus­flug der Jugend­feu­er­wehr in den Erleb­nis­park Trips­drill, wel­chen die Jugend­feu­er­wehr zum 25. Jubiläum von der FFL im Jahr 2018 geschenkt bekommen hat.

Von Seiten der Stadt Lauffen, bedankte sich auch der Lauf­fener Bürger­meister Klaus-Peter Wal­den­berger als oberster Feu­er­wehr­mann in Lauffen, für die von den Angehörigen der FFL geleis­teten Ein­satz- und Übungs­stunden. „Ich bin dankbar und stolz darauf, in Lauffen eine per­so­nell und tech­nisch so gut auf­ge­stellte Wehr zu haben, ich danke Ihnen aus vollem Herzen für Ihren Ein­satz“, unter­strich Bürger­meister Wal­den­berger den Stel­len­wert der Lauf­fener Wehr. An drei Bei­spielen machte der Bürger­meister die Wich­tig­keit einer funk­tio­nie­renden Sicher­heit und Ord­nung deut­lich. „Eine zwei­fellos abscheu­liche Tat war der Brand­an­schlag auf die Lauf­fener Moschee in der See­straße, bei wel­chem zum Glück nur Sach­schaden ent­standen ist. Hof­fent­lich können die Täter auch ent­spre­chend ver­ur­teilt werden“, machte Bürger­meister Wal­den­berger auf den medialen Brand­fall des Jahres auf­merksam. Als zweites Bei­spiel benannte der Bürger­meister den Amok­alarm in der Werk­re­al­schule, wel­cher zum Glück nur einer Rau­ferei von zwei Schülern geschuldet war. „Auch wenn Alarmpläne und Ver­hal­tens­hin­weise vor­liegen, wird es leider nie die abso­lute Sicher­heit geben. Zudem darf der Amok­alarm nicht geübt werden“, schil­derte Wal­den­berger die Schwie­rig­keiten bei der Umset­zung von hof­fent­lich nie ein­tre­tenden Amok­lagen. Als letzten Punkt sprach der Lauf­fener Bürger­meister die Fehl­alarme der Brand­mel­de­an­lage in der Asyl­be­wer­ber­un­ter­kunft in der Bahn­hofstraße, kurz „B 80“ genannt, an. „Seit der Über­nahme der Unter­kunft als Anschluss­un­ter­brin­gung durch die Stadt Lauffen, wurden jetzt zur Mini­mie­rung von Fehl­alarmen ver­schie­dene Rauch­warn­melder in ther­mi­sche Melder umpro­gram­miert“, hofft Wal­den­berger auf den Rückgang von Fehl­alarmen in der Unter­kunft.

Kreis­brand­meister Uwe Vogel über­brachte Grüße des Land­ratsamt Heil­bronn und bedankte sich eben­falls für eine leis­tungs­starke Lauf­fener Wehr. In seiner kurzen Ansprache berich­tete er über die Arbeit und den Ausbau der Inte­grierten Leit­stelle (ILS) in Heil­bronn, die Anschaf­fung einer mobilen Sand­sackabfüllan­lage und die anste­hende Umstel­lung auf den digi­talen Funk­ver­kehr.

Im Anschluss an die Grußworte wurden dann ver­schie­dene Kame­raden für eine langjährige Zugehörig­keit mit einem Ehren­zei­chen aus­ge­zeichnet werden. Bei der FFL wurde hier zum ersten Mal das neu geschaf­fene Ehren­zei­chen in Bronze ver­liehen.

Für 15 Jahre Feu­er­wehr­zugehörig­keit wurden mit dem Ehren­zei­chen in Bronze aus­ge­zeichnet: Michael Kenn­gott, Marco Kroneis, Simon Moser, Marc Schnat­terer und Ralph Schuller

Für 25 Jahre Feu­er­wehr­zugehörig­keit wurden mit dem Ehren­zei­chen in Silber aus­ge­zeichnet: Steffen Bähr, Volker Gramit, Michael Horn­berger und Markus Menold

Beförde­rungen:

Vom Feu­er­wehranwärter zum Feu­er­wehr­mann wurden befördert:

Mirco Hart­mann, Marius Krahnke, Manuel Kubat, Julian Mayer, Sophia Menold, Daniel Münig, Philipp Ulm­schneider, Maxi­mi­lian Wenz und Tobias Wit­ze­mann

Vom Feu­er­wehr­mann zum Ober­feu­er­wehr­mann wurden befördert:

Gregor Ader, Flo­rian Bachert, Lukas Barth, Fabian Fritz, Till Ham­berger, Dennis Kenn­gott, Ann- Kathrin Lau­mann, Jochen Lupfer, Rouven Mayer und Manuel Rieß

Vom Haupt­feu­er­wehr­mann zum Lösch­meister wurden befördert:

Max Galan Moreno und Marco Kroneis

Bild 1: Die Geehrten

v.l.: Bürger­meister Klaus-Peter Wal­den­berger, Steffen Bähr, Markus Menold, Simon Moser, stellv. Kom­man­dant Peter Link, Kom­man­dant Heiner Schiefer

h.l.: Kreis­brand­meister Uwe Vogel, Michael Horn­berger, Volker Gramit, Ralph Schuller, Marco Kroneis, Michael Kenn­gott

auf dem Bild fehlt Marc Schnat­terer

Bild 2: Die Beförderten