Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

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Stabile Personalsituation und Rekordeinsatzzahl - Einsatzjahr 2018 der FFL

Lauffen a.N.von M. Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Mit einem Zitat des verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Schmidt, „Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und am vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener“, eröffnete der Lauffener Feuerwehrkommandant Stadtbrandmeister Heiner Schiefer am 01.02.2019 die Jahreshauptversammlung der Lauffener Wehr (FFL) in der vollbesetzten Stadthalle.

In seinem Bericht zum Feuerwehrjahr 2018 konnte Kommandant Schiefer auf ein Rekordjahr zurückblicken. Im Jahr 2018 wurde die FFL bei 126 Einsätzen gefordert. „Das sind noch einmal 13 Einsätze mehr, als im bisherigen Rekordjahr 2014 mit 113 Einsätzen“, stellte der Kommandant fest. Für die FFL war hier das gesamte Einsatzspektrum geboten. Kleinbrände, Großbrände, Messtechnik Einsatze, technische Hilfeleistungen, Unwetter- und Hochwassereinsätze, Fehlalarme und sonstige Einsätze mussten abgearbeitet werden. Froh war man darüber, dass man bei einem Verkehrsunfall auf der B 27 am 27.07., bei welchem mehrere Fahrzeuge beteiligt waren und bei welchem ein junger Fahrzeugführer leider verstorben ist, auf den Lauffener Pfarrer und Feuerwehrkamerad Gunter Bareis zurückgreifen konnte. Pfarrer Bareis ist ausgebildete Kraft in der Einsatzkräftenachsorge, welcher nach diesem doch für alle Einsatzkräfte bewegenden Einsatz, als Gesprächspartner zur Verfügung stand.

Bei 27 Einsätzen, darunter auch Einsätze zur Unterstützung der Feuerwehr Heilbronn, musste sich die FFL mit den Auswirkungen von Hochwasser- und Unwetterlagen befassen.

Um aber für die Einsätze gerüstet und ausgebildet zu sein, ist das Üben ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit. An Lehrgängen auf Kreisebene, an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal und an sonstigen Lehrgängen, haben 52 Feuerwehrangehörige teilgenommen und bei der FFL wurden 171 Dienste abgeleistet. „Zeit- und Stundenaufwand auf das Personal heruntergerechnet, würde man hier im Vergleich auf fünf Vollzeitstellen kommen“, spiegelt der Kommandant die ehrenamtlich geleistete Arbeit wieder.

Mit einem Personalstand von 161 Gesamtmitgliedern ist die FFL gut aufgestellt. Der Einsatzabteilung gehören 112 Personen (104 männlich, 8 weiblich) an. Die Alterswehr zählt 23 Mann und die Jugendfeuerwehr lässt mit 26 Angehörigen (21 männlich, 5 weiblich) auf eine gut aufgestellte Wehr in der Zukunft hoffen.

Auch Stadtjugendwart Timo Kraft konnte in seinem Jahresbericht auf ein interessantes Jugendfeuerwehrjahr 2018 zurückblicken. Nach der Übernahme von mehreren Jugendlichen in die Einsatzabteilung, ist man mit 26 Jugendlichen wieder stabil aufgestellt. Neben einer feuerwehrtechnischen Ausbildung in den Übungsdiensten, den sonstigen Diensten mit Spiel und Spaß, nannte Stadtjugendwart als besonderes Highlight die Besichtigung der Schleusenbaustelle und einer Führung im Schleusenbetrieb. „Beeindruckend war es hier, in der tiefen Schleusenkammer zu stehen und die Wassermassen neben sich zu wissen“, untermalte der Stadtjugendwart die Eindrücke der Gruppe. In die Zukunft schauend, blickte Timo Kraft auf das Jugendzeltlager der Kreisjugendfeuerwehr, welches in diesem Jahr in Lauffen stattfinden wird und auf den Ausflug der Jugendfeuerwehr in den Erlebnispark Tripsdrill, welchen die Jugendfeuerwehr zum 25. Jubiläum von der FFL im Jahr 2018 geschenkt bekommen hat.

Von Seiten der Stadt Lauffen, bedankte sich auch der Lauffener Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger als oberster Feuerwehrmann in Lauffen, für die von den Angehörigen der FFL geleisteten Einsatz- und Übungsstunden. „Ich bin dankbar und stolz darauf, in Lauffen eine personell und technisch so gut aufgestellte Wehr zu haben, ich danke Ihnen aus vollem Herzen für Ihren Einsatz“, unterstrich Bürgermeister Waldenberger den Stellenwert der Lauffener Wehr. An drei Beispielen machte der Bürgermeister die Wichtigkeit einer funktionierenden Sicherheit und Ordnung deutlich. „Eine zweifellos abscheuliche Tat war der Brandanschlag auf die Lauffener Moschee in der Seestraße, bei welchem zum Glück nur Sachschaden entstanden ist. Hoffentlich können die Täter auch entsprechend verurteilt werden“, machte Bürgermeister Waldenberger auf den medialen Brandfall des Jahres aufmerksam. Als zweites Beispiel benannte der Bürgermeister den Amokalarm in der Werkrealschule, welcher zum Glück nur einer Rauferei von zwei Schülern geschuldet war. „Auch wenn Alarmpläne und Verhaltenshinweise vorliegen, wird es leider nie die absolute Sicherheit geben. Zudem darf der Amokalarm nicht geübt werden“, schilderte Waldenberger die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von hoffentlich nie eintretenden Amoklagen. Als letzten Punkt sprach der Lauffener Bürgermeister die Fehlalarme der Brandmeldeanlage in der Asylbewerberunterkunft in der Bahnhofstraße, kurz „B 80“ genannt, an. „Seit der Übernahme der Unterkunft als Anschlussunterbringung durch die Stadt Lauffen, wurden jetzt zur Minimierung von Fehlalarmen verschiedene Rauchwarnmelder in thermische Melder umprogrammiert“, hofft Waldenberger auf den Rückgang von Fehlalarmen in der Unterkunft.

Kreisbrandmeister Uwe Vogel überbrachte Grüße des Landratsamt Heilbronn und bedankte sich ebenfalls für eine leistungsstarke Lauffener Wehr. In seiner kurzen Ansprache berichtete er über die Arbeit und den Ausbau der Integrierten Leitstelle (ILS) in Heilbronn, die Anschaffung einer mobilen Sandsackabfüllanlage und die anstehende Umstellung auf den digitalen Funkverkehr.

Im Anschluss an die Grußworte wurden dann verschiedene Kameraden für eine langjährige Zugehörigkeit mit einem Ehrenzeichen ausgezeichnet werden. Bei der FFL wurde hier zum ersten Mal das neu geschaffene Ehrenzeichen in Bronze verliehen.

Für 15 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden mit dem Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet: Michael Kenngott, Marco Kroneis, Simon Moser, Marc Schnatterer und Ralph Schuller

Für 25 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet: Steffen Bähr, Volker Gramit, Michael Hornberger und Markus Menold

Beförderungen:

Vom Feuerwehranwärter zum Feuerwehrmann wurden befördert:

Mirco Hartmann, Marius Krahnke, Manuel Kubat, Julian Mayer, Sophia Menold, Daniel Münig, Philipp Ulmschneider, Maximilian Wenz und Tobias Witzemann

Vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann wurden befördert:

Gregor Ader, Florian Bachert, Lukas Barth, Fabian Fritz, Till Hamberger, Dennis Kenngott, Ann- Kathrin Laumann, Jochen Lupfer, Rouven Mayer und Manuel Rieß

Vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister wurden befördert:

Max Galan Moreno und Marco Kroneis

Bild 1: Die Geehrten

v.l.: Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Steffen Bähr, Markus Menold, Simon Moser, stellv. Kommandant Peter Link, Kommandant Heiner Schiefer

h.l.: Kreisbrandmeister Uwe Vogel, Michael Hornberger, Volker Gramit, Ralph Schuller, Marco Kroneis, Michael Kenngott

auf dem Bild fehlt Marc Schnatterer

Bild 2: Die Beförderten