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Schauübung zum Festauftakt

Zaberfeldvon Werner Stuber, HSt

Laut heult die Sirene vom Dach des nahen Feu­er­wehr­hauses. Erwar­tungs­voll stehen schon viele Schau­lus­tige vor dem Löweneck. Rauch­schwaden quellen aus einer Woh­nung über den Laden­geschäften. Lilli Stöcker steht auf dem Balkon und schreit um Hilfe. Die 13-Jährige von der Jugend­feu­er­wehr darf heute das „Opfer“ bei der Schauübung sein, mit der die Zaber­felder Feu­er­wehr­ab­tei­lung ihr zweitägiges Fest eröffnet.

Kleine Beset­zung Mit lautem Tatütata kommt das große Tanklöschfahr­zeug ange­braust. Aller­dings nur mit fünf Ein­satzkräften besetzt statt in Löschgrup­penstärke mit neun Leuten, wie es eigent­lich sein soll. Bei Tages­einsätzen könne es durchaus pas­sieren, dass nicht genügend Ein­satzkräfte zur Verfügung stehen, erklärt Simon Ach­auer den Zuschauern. Und auch dann müssten Per­sonen gerettet und Feuer gelöscht werden. Der Zaber­felder Abtei­lungs­kom­man­dant nützt die Mode­ra­tion der Übung, um Wer­bung für den Feu­er­wehr­dienst zu machen. „Men­schen­ret­tung hat bei so einem Ein­satz Vor­rang“, betont er.

Auch wenn im Tank des Löschfahr­zeugs 2500 Liter Wasser mitgeführt werden. Des­halb schickt Patrick Conz die beiden mit Atem­schutzgeräten ausgerüsteten Männer des Angriffs­trupps zuerst über die vom Schlauch­trupp bereit­ge­stellte Anle­ge­leiter auf den Balkon. Mit einer Leine gut gesi­chert, bringen die beiden die gefährdete Person sicher auf den Boden.

Michael Grund­mann von den Hel­fern vor Ort des DRK-Orts­ver­eins Zaber­feld, kurz zuvor noch bei einem rich­tigen Ein­satz gefor­dert, ist recht­zeitig mit seinem Fahr­zeug zur Übung gekommen. Er über­nimmt die Ver­letzte, ver­sorgt sie.

In der Zwi­schen­zeit ist auch Simon Heinz mit seiner Mann­schaft und dem Trans­port-Gerätewagen (GW-T) ein­ge­troffen. 2000 Meter B-Schläuche sind in den Sei­tenwänden des GW-T gebun­kert. Davon ziehen die Männer einige Meter heraus und bauen vom nächst­ge­le­genen Hydranten die Was­ser­ver­sor­gungs­lei­tung für die Löschtrupps auf. Mit drei Strahl­rohren wird jetzt dem Feuer zu Leibe gerückt. Und schon wenige Minuten später verkündet der Ein­satz­leiter: „Alle Rohre Wasser halt, Feuer schwarz.“

Jugend­flamme „Unsere Feu­er­wehr hat ein­drucks­voll bewiesen, dass sie eine schlagkräftige Truppe ist – und dass unser Geld gut ange­legt ist“, lobt Bürger­meister Thomas Csaszar die Ein­satzkräfte. Später am Abend unterhält der Musik­verein Spiel­mannszug Zaber­feld die Fest­be­su­cher. Eine eigene Show für Sonn­tag­nach­mittag hat sich die Jugend­feu­er­wehr aus­ge­dacht. Vor kurzem hat die Truppe um Jugend­wart Uwe Bohse das (Leis­tungs)-Abzei­chen Jugend­flamme Stufe 2 erfolg­reich absol­viert. Teile dieser Prüfung präsen­tiert sie jetzt vor der Bus­halle des Reisebüros Stuber. Und zur Freude aller Kinder baut sie auch noch eine Rie­sen­du­sche auf.