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Realistische Alarmübung bei der Schönberg-Wohnanlage Oedheim

Oedheimvon Heinz Schmierer, Feuerwehr Oedheim

Feu­er­wehren Oed­heim und Bad Fried­richs­hall üben den Ernst­fall im Senio­ren­heim Oed­heim.

Dunkle Rauch­wolken, meh­rere Feu­er­wehr­fahr­zeuge, die Dreh­leiter und viele Per­sonen signa­li­sieren einen Großein­satz der Feu­er­wehr Oed­heim mit Unterstützung der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall bei der Wohn­an­lage der Schönberg Pflege- und Senio­ren­dienste GmbH an der Heuch­linger Straße in Oed­heim. Doch erfreu­li­cher­weise han­delt es sich um eine große Alarmübung der beiden Feu­er­wehren, die unter sehr rea­lis­ti­schen Ein­satz­be­din­gungen ablief. Die echten Bewohner stellten sich trotz zum Teil sehr hohem Alter als Sta­tisten zur Verfügung und die Übung war nur drei Führungskräften der Feu­er­wehr bekannt, die als Beob­achter agierten. Für die über 60 Feu­er­wehr­leute war die Lage sehr akut und real. Aus­gangs­lage des Ein­satzes war starke Rauch­ent­wick­lung im Bereich der Küche des Wohn­be­reichs 3 im 2. Ober­ge­schoss zwi­schen den beiden Flügeln des Gebäudes. In diesem Bereich sind drei Pfle­gekräfte und meh­rere, zum Teil pflege- und hilfsbedürftige sowie demenz­er­krankte Bewohner ein­ge­schlossen und teil­weise bereits bewußtlos. Erschwe­rend kommt hinzu, dass der Ein­satz am Wochen­ende ist und somit der Regio­nal­leiter sowie der Haus­meister nicht im Hause sind, die die tech­ni­schen Anlagen betreuen.

Unter schwerem Atem­schutz dringen die Feu­er­wehrmänner ins Haus vor, löschen den Brand und kämpfen sich zu den Wohnräumen vor, die es auf der Suche nach wei­teren ein­ge­schlos­senen Per­sonen zu durch­su­chen gilt. Die ver­letzten und bewußtlosen Bewohner und Pfle­gekräfte werden aus der Gefah­ren­zone gerettet und mit­tels Tragen vor dem Haus an die geru­fenen Notärzte und Sanitäter überg­eben. Die noch gehfähigen Bewohner werden sowohl körper­lich als auch mora­lisch unterstützt und über die Flucht­wege zu den fest­ge­legten Sam­melräume gebracht. Dort kann die Vollzählig­keit der Bewohner fest­ge­stellt werden.

Mit­tels Rauch­vorhängen ist es der Feu­er­wehr gelungen, die Trep­penhäuser rauch­frei zu halten. Nach der Brandbekämpfung und der Ret­tung der Ver­letzten ist die Haupt­auf­gabe für die Feu­er­wehr, das Gebäude mit­tels Lüftern rauch­frei zu machen, was auch gelang.

Ein bettlägriger Bewohner konnte nicht über die Treppen gerettet werden, er wurde auf dem Balkon im 2. Ober­ge­schoss betreut, auf eine trans­portfähige Trage umge­bettet und dann über die bereit­ge­stellte Dreh­leiter hinter dem Pfle­ge­heim aus dem Gefah­ren­be­reich gerettet.

Nach dem Ein­satz zeigten sich Kom­man­dant Sven Kübler, Bürger­meister Ulrich Ruoff, der Regio­nal­leiter des Senio­ren­heims, Jochen Ziegler und auch Bad Fried­richs­halls Kom­man­dant Marcel Vogt zufrieden mit dem fast feh­ler­freien Ver­lauf der Alarmübung und den getrof­fenen Mass­nahmen der Feu­er­wehr zur Ret­tung der Ver­letzten. Auch die Pfle­gekräfte wurden für ihr Ver­halten gelobt, beson­ders in der Zeit zwi­schen der Auslösung des Alarms und dem Ein­treffen der Feu­er­wehr. Hier zahlen sich zwei Schu­lungs­ter­mine durch die Feu­er­wehr Oed­heim im Vor­feld aus. Die Bewohner haben sich gerne an dieser Alarmübung beteilt, diente diese doch auch der Sicher­heit und Gebor­gen­heit in ihrem neuen Zuhause.