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Provisorische Lösung funktioniert

Lauffen a.N.von Thomas Dorn, HSt

Die Polizei spricht von einem tech­ni­schen Defekt. Ein Pro­blem in der Elek­trik war wohl Ursache für den nächt­li­chen Brand im Lauf­fener Kin­der­garten Char­lot­ten­straße am Don­nerstag voriger Woche. Nun muss das Gebäude grund­le­gend saniert werden. Die Kinder werden übergangs­weise in anderen Ein­rich­tungen betreut.

Der Schaden ist groß: Nachdem zunächst von meh­reren zehn­tau­send Euro die Rede war, rechnet Klaus-Peter Wal­den­berger inzwi­schen mit Kosten von 200.000 Euro. "Der gesamte Kin­der­garten ist kon­ta­mi­niert", sagt der Bürger­meister. "Alles ist voller Ruß und Rauch."

Wände, Decken und Böden müssen gerei­nigt und zum Teil aus­ge­tauscht werden. Ein Teil des Daches ist kaputt. Und natürlich wird auch das gesamte Inventar einer gründli­chen Überprüfung unter­zogen. "Was nicht gerei­nigt werden kann, wird weg­ge­worfen", unter­streicht Wal­den­berger. Die Stadt hofft, dass der Kin­der­garten im Sep­tember wieder genutzt werden kann.

Vor­ran­gige Auf­gabe war es aber, für die Kinder eine schnelle und gute Übergangslösung zu finden. Das ist gelungen, auch dank der Hilfe des Wal­dorf­ver­eins und der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­meinde. "Die haben sich sofort bei uns gemeldet und haben uns Räume ange­boten", sagt Bürger­meister Wal­den­berger. "Ich find das klasse."

Acht Krip­pen­kinder sind im städti­schen Kin­der­garten Neckar­straße inte­griert, acht wei­tere im Wal­dorf-Kin­derstüble Herrenäcker. Und die 25 Jungs und Mädchen der Kin­der­gar­ten­gruppe dürfen im evan­ge­li­schen Gemein­de­zen­trum "Fenster" Räume der Jugend­ar­beit nutzen.

Während sie wohl bis zum Rück-Umzug dort bleiben können, peilt die Stadt für die Krip­pen­kinder eine neue Lösung an. Bis zum 1. Mai soll das Dach­ge­schoss des evan­ge­li­schen Kin­der­gar­tens Her­de­gen­straße pro­vi­so­risch so umge­baut werden, dass die unter Dreijährigen dort betreut werden können.