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Notruf 112: Europäischer Aktionstag am 11. Februar

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Medienteam KFV Heilbronn

Der soge­nannte Euro-Notruf - die euro­pa­weite ein­heit­liche Not­ruf­nummer 112 kann Leben retten. Um das noch mehr Men­schen ins Gedächtnis zu rufen, gibt es seit mitt­ler­weile fünf Jahren am 11. Februar einen euro­pa­weiten Akti­onstag. Das sagte Innen­mi­nister Rein­hold Gall am Dienstag, 5. Februar 2012, in Stutt­gart.

In Deutsch­land würden zwar 75 Pro­zent der Befragten die Nummer kennen. Es sei aber nur 19 Pro­zent bewusst gewesen, dass die gebühren­freie 112 euro­pa­weit gelte. In allen Mit­glieds­staaten der Europäischen Union könne über die 112 schnellstmöglich Hilfe gerufen und Feu­er­wehren, Ret­tungs- oder Hilfs­dienste alar­miert werden. Unter dieser Kurz­wahl­nummer erreiche der Hil­fe­su­chende seit Ende 2008 jeder­zeit eine Leit­stelle, die - je nach Not­fall - Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst oder Polizei verständige. Das Ver­brei­tungs­ge­biet umfasse neben allen EU-Mit­glieds-staaten auch die Türkei, Schweiz, Ser­bien, Island, die Färöer-Inseln, Liech­ten­stein, Nor­wegen, Andorra, Monaco und San Marino. Beson­ders für Rei­sende sei dieser große Gel­tungs­be­reich ein wich­tiger Ser­vice, der in Extrem­si­tua­tionen auch Leben retten könne. Man müsse nicht die Tele­fon­nummer des jewei­ligen Landes kennen, son­dern könne unter der von zuhause bekannten Nummer Hilfe rufen.

Einer von der EU im Februar 2011 veröffent­lichten Umfrage zufolge sei nur knapp über ein Viertel (26 Pro­zent) der befragten EU-Bürger bewusst, dass man über die 112 an jedem Ort in der EU die Polizei, Feu­er­wehr oder medi­zi­ni­sche Hilfe errei­chen kann. Nur in fünf Ländern (Luxem­burg, Tsche­chi­sche Repu­blik, Slo­wakei, Finn­land und Polen) habe die Mehr­heit der Bevölke­rung gewusst, dass die 112 eine euro­pa­weite Not­ruf­nummer sei.

Die Not­rufe könnten von jedem Telefon, egal ob Fest­netz oder Mobil­funk­netz, ohne Vor­wahl abge­setzt werden. Bei Über­las­tung der Netze würden Not­rufe 112 prio­ri­siert, das heißt, andere Ver­bin­dungen even­tuell getrennt, um den Notruf absetzen zu können. Außerdem würden Infor­ma­tionen zum Standort und der Name des Tele­fon­hal­ters auto­ma­tisch an die Leit­stelle über­mit­telt, um eine schnelle Ortung eines poten­ti­ellen Unfall­op­fers zu erleich­tern.

Hör- und Sprach­geschädigte haben die Möglich­keit, bei einem Not­fall die Not­ruf­nummer 112 per Fax zu nutzen. Hierzu steht ein spe­ziell ent­wi­ckelter Vor­druck zur Verfügung, der im Not­fall ein­fach und schnell ausgefüllt werden kann. Dieser Ser­vice ist auch für Per­sonen geeignet, die sich in der deut­schen Sprache für einen tele­fo­ni­schen Notruf noch nicht sicher genug fühlen.

Neben dem Euro-Notruf seien die natio­nalen Not­ruf­num­mern eben­falls gültig, etwa in Deutsch­land der Polizei-Notruf 110. Diese Polizei-Nummer ist den Bürgern seit Jahr­zehnten bekannt und fest im Gedächtnis der Bevölke­rung ver­an­kert. Das wollen wir auch für die euro­pa­weit gültige 112 errei­chen, damit es in der Europäischen Union noch ein­fa­cher wird, überall schnell Hilfe zu bekommen. Um den Bekannt­heits­grad weiter zu stei­gern, hat die EU den 11. Februar (11.2.) zum Europäischen Tag des Not­rufs 112 erklärt, so der Innen­mi­nister.

Zusatz­in­for­ma­tionen:

Wei­tere Infor­ma­tionen zum Akti­onstag gibt es unter anderem beim Bun­des­mi­nis­te­rium des Innern (unter: www.bevoelkerungsschutz-portal.de) und beim Bun­desamt für Bevölke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe (www.bbk.bund.de).

Einen Vor­druck für den Fax-Notruf gibt es im Ser­vice­portal des Landes (www.service-bw.de) in der Lebens­lage Not­lagen unter www.notlagen.service-bw.de und auf der Inter­net­seite des Lan­des­ver­bandes der Gehörlosen unter www.lv-gl-bw.de.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg