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Neujahrsempfang zu 150 Jahre Feuerwehr Möckmühl

Möckmühlvon Feuerwehr Möckmühl

Sehr fest­lich und auch stim­mungs­voll star­tete die Feu­er­wehr Möckmühl in das Jahr 2013. Zu ihrem 150-jährigen Bestehen hielt sie erst­mals einen Neu­jahrs­emp­fang ab. Ein kleines Feu­er­werk durch Reden, Musik, Anspra­chen und Gesang wurde hierbei abge­brannt.

Nach dem Sekt­emp­fang rief das gemein­same Orchester von Gym­na­sium und Musik­schule die Gäste mit Trumpet Tune auf ihre Plätze.

Kom­man­dant Uwe Thoma begrüßte den Bun­des­tags­ab­ge­ord­neten Eber­hard Gienger, Bürger­meister Ulrich Stammer, Altbürger­meister Hans-Joa­chim Ehr­mann, die Herren Bun­des­ver­dienst­kreuzträger Günter Schmidt und Erich Noe. Wei­terhin den stellv. Kreis­brand­meister Heiner Schiefer sowie den Kom­man­danten der WF DLR Volker Krebs und viele wei­tere Gäste. Ins­ge­samt waren 240 gela­dene Gäste in der gut gefüllten Stadt­halle, Land­tags­ab­ge­ord­neter Bern­hard Lasotta musste leider krank­heits­be­dingt absagen.

Thoma erläuterte den Anwe­senden, warum die Feu­er­wehr diesen Neu­jahrs­emp­fang zu Beginn des Jubel­jahres abhält und berich­tete von ver­schie­denen Themen, welche bei einem sol­chen Emp­fang behan­delt werden könnten. So kam er auch auf Europa und den Euro, den kürzlich ver­liehen Frie­dens­no­bel­preis und dass Deutsch­land im Ver­gleich zu anderen Staaten sehr gut dasteht. Wir können uns glücklich schätzen, in einem Land zu leben mit Frieden und Wohl­stand sagte er. Daher ist es auch besser, den Euro zu retten, als, wie in der Ver­gan­gen­heit Repa­ra­tions- und Auf­bau­zah­lungen leisten zu müssen. Den gewon­nenen Wohl­stand muss man leider in man­chen Dingen als kon­tra­pro­duktiv sehen, die Bereit­schaft Jugend­li­cher, sich ehren­amt­lich zu betätigen, lässt stark nach. Die Eltern leben dies aber auch oft zu leicht­fertig vor, indem durch das vor­han­dene Geld zu ein­fach die Geldbörse geöffnet wird, anstatt ehren­amt­lich etwas zu erar­beiten.

Er dankte dem jet­zigen Bürger­meister für die zahl­rei­chen Beschaf­fungen in den zurücklie­genden Jahren sowie seinem Vorgänger, wel­cher mit dem dama­ligen Gemein­derat und der Feu­er­wehrführung in den 70er Jahren die Fahr­zeuge beschaffte, damit Möckmühl im nördli­chen Land­kreis die Stützpunkt­funk­tion und heu­tige Über­land­hilfe über­nehmen konnte. Auch der Bau des Feu­er­wehr­hauses in dieser Zeit war weit vor­aus­schauend.

Der Chor Voca­lis­simo stimmte danach die Gäste mit Happy New Year von ABBA auf das neue Jahr ein. Anschließend nutzte Bürger­meister Ulrich Stammer die Gele­gen­heit für einen kom­mu­nalen Rück- und Aus­blick. Er berich­tete von einem erfolg­rei­chen Jahr 2012, in dem für Schüler, Klein­kinder und Bau­wil­lige sowie bei der Was­ser­ver­sor­gung, im Straßenbau und im Forst­wesen vieles geleistet und auf den Weg gebracht worden sei. Bei einer wei­terhin vor­han­denen Null­ver­schul­dung betrage der Gesamt­etat für das neue Jahr 21,5 Mil­lionen Euro. Vor­ran­gige Pro­jekte sind dabei der Krip­pen­ausbau, die Sanie­rung des Gym­na­siums und die Bau­ge­biets­er­schließung.

Mit dem Musikstück Te Deum wurde die Über­lei­tung zu Dr. Kurt Hahn absol­viert, er erbrachte Grußworte für den erkrankten Dr. Bern­hard Lasotta. Es folgte von den Musi­kern Fluch der Karibik bevor Eber­hard Gienger MdB mit der Fest­rede begann, welche das Ehrenamt zum Thema hatte. Der Abge­ord­nete begann seinen Vor­trag mit einem Zitat des Frei­herren von Richt­hofen: Ver­eine sind der soziale Kitt unserer Gesell­schaft. Kinder und Jugend­liche müssen die Men­schen, welche ein Ehrenamt in Ver­einen und Insti­tu­tionen ausüben als Vor­bilder wahr­nehmen. Schu­lisch könnte solch ein Enga­ge­ment sich im Zeugnis wie­der­finden. 36 Pro­zent aller Deut­schen finden sich in einem Verein, bemerkte er. Dadurch erspare der Bund 50 Mil­li­arden Euro, gegen gerechnet. Der frei redende und viel Zitate ein­bau­ende Gienger fand lobende Worte für die Firmen, welche ihre Mit­ar­beiter für Einsätze frei­stellen.

Der Tor­re­a­domarsch aus Carmen folgte auf diese enga­gierte Rede. Bei den anschließenden Schluss- und Dan­kes­worten durch Kom­man­dant Thoma wurde zuerst Innen­mi­nister Gall, der sich wegen einer wei­teren Ver­pflich­tung ent­schul­digt hatte, als Vor­zei­ge­bei­spiel im Ehrenamt erwähnt. Trotz zeit­rau­bender Tätig­keit als Innen­mi­nister ist er der Feu­er­wehr treu geblieben. Ähnli­ches gelte für die Firmen, so wurden die Volks­bank und dessen Vor­stand Rainer Schwab erwähnt. Die Volks­bank Möckmühl war vor sechs Jahren die erste Ein­rich­tung, welche in Möckmühl zum Partner der Feu­er­wehr ernannt wurde.

Der Grund­schul­chor sang im Anschluss das neue Möckmühler Hei­mat­lied und erhielt hierzu starken Applaus. Die deut­sche Natio­nal­hymne been­dete einen rundum gelun­genen Neu­jahrs­emp­fang. Nach einem gemein­samen Essen gingen drei Gruppen der Stern­singer auf die Bühne und setzten an diesem Nach­mittag mit ihrem Auf­tritt einen schönen Schluss­punkt.

Wei­tere Bilder finden von diesem Festtag finden Sie unter: www.feuerwehr-moeckmuehl.de

Bilder:

Bild 2 : v.l.n.r. Dr. Kurt Hahn, Bun­des­tags­ab­ge­ord­neten Eber­hard Gienger, Kom­man­dant Uwe Thoma

Bild 3 : v.l.n.r. Frau Stammer, BM Ulrich Stammer, Dr. Kurt Hahn

Bild 4 : v.l.n.r. Kom­man­dant Uwe Thoma