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Museumsstücke rollen durch Obergimpern

Bad Rappenauvon Gabriele Schneider, HSt

Mit einer Parade his­to­ri­scher und aktu­eller Fahr­zeuge hat die Feu­er­wehr Ober­gim­pern am Sonntag den Schluss­punkt unter die Feier zu ihrem 75-jährigen Bestehen gesetzt. Drei Tage fei­erte die Abtei­lung das Jubiläum.

Die vier kleinen Jungs neben der katho­li­schen Kirche hielten sich immer wieder die Ohren zu und riefen vergnügt, wenn die vielen roten Feu­er­wehr-Fahr­zeuge im Festzug langsam an ihnen vor­bei­rollten, dabei hupten oder die Sirene ein­schal­teten. Seit 75 Jahren ist die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Ober­gim­pern aktiv, anfangs als eigenständige Wehr, nach der Ein­ge­mein­dung 1972 als Abtei­lung der Bad Rap­pen­auer Feu­er­wehr.

Über 16 Monate hatten die Ober­gim­perner das dreitägige Jubiläums­fest mit Ban­kett, Vorführungen, ökume­ni­schem Got­tes­dienst und Fest­umzug vor­be­reitet. Der Umzug schlängelte sich wie ein feu­er­roter Wurm vom Gewer­be­ge­biet Lust und Zeil durch die Orts­mitte bis hoch zum Dresch­platz.

In der Krebs­bach­halle trafen sich die meisten der vielen Zuschauer zum Abschluss bei Kaffee und Kuchen. Mehr als 40 Wagen- und Fußgruppen betei­ligten sich am Festzug. 24 Feu­er­wehren aus dem Land­kreis Heil­bronn, dem Neckar-Oden­wald-Kreis und dem Rhein-Neckar-Kreis sowie die Feu­er­wehr aus Bad Rap­penaus Part­ner­stadt Con­trexéville präsen­tierten unter dem Motto „Feu­er­wehr früher und heute“ eine vielfältige Aus­wahl an Fahr­zeugen.

Früher, so zeigte sich, zogen oft Bull­dogs die hand­be­trie­benen Sprit­zen­wagen. Die Fran­ken­ba­cher Wehr hatte eine vom Traktor gezo­gene aus­zieh­bare Feu­er­wehr­leiter aus Holz aus dem Jahr 1912 dabei. Die Wies­lo­cher Wehr schickte einen his­to­risch geklei­deten Wehr­mann zu Fuß los, und die Fürfelder einen mit Hand­si­rene, die er immer wieder schrill ertönen ließ. Ehrstädter Feu­er­wehr­frauen machten sich einen Spaß daraus, die Zuschauer mit ihrer alten Spritze nass­zu­spritzen. Neben dem Feu­er­wehr­auto Emma, Bau­jahr 1963, das die Feu­er­wehr Rau­en­berg mit­ge­bracht hatte, waren ein VW Bully der Ilves­heimer Feu­er­wehr und die Feu­er­wehr-Quickly, mit der Rudi Vasek, der Vor­sit­zende der Quickly-Freunde Ober­gim­pern, im Umzug mit­fuhr, wei­tere beson­dere Hin­gu­cker.

Bild: Die Alters­mann­schaft der Ober­gim­perner Wehr hatte einen eigenen Wagen beim Feu­er­wehr­umzug ins Rennen geschickt. (Foto: Gabriele Schneider)