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MoWaS, das satellitengestützte modulare Warnsystem

von Medienteam KFV Heilbronn

„Seit Oktober 2016 setzt das Land Baden-Württem­berg bei der amt­li­chen War­nung der Bevölke­rung lan­des­weit erfolg­reich auf das im gesamten Bun­des­ge­biet verfügbare modu­lare Warn­system des Bundes, kurz: MoWaS, um Men­schen vor Gefah­ren­si­tua­tionen zu warnen. Mit diesem satel­li­ten­gestützten System können die von einer Gefah­ren­lage betrof­fenen Men­schen zuverlässig und schnell gewarnt werden. In einer digi­talen Welt braucht es ein digi­tales Angebot. Das ist die dazugehörige Warn-App NINA, die Not­fall-Infor­ma­tions- und Nach­richten-App – die ‚Sirene für die Hosen­ta­sche‘. Sie setzt flächen­de­ckend in ganz Baden-Württem­berg die amt­li­chen War­nungen um“, sagte Staats­se­kretär Wil­fried Klenk MdL am Freitag, 25. Januar 2019, bei der Vor­stel­lung der aktu­ellen MoWaS-Ent­wick­lung in Stutt­gart.

In der Leit­stelle für Sicher­heit und Mobilität Stutt­gart (SIMOS) stellten Staats­se­kretär Wil­fried Klenk MdL und der Präsident des Bun­des­amtes für Bevölke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe, Chris­toph Unger, ein Update des Warn­sys­tems MoWaS und die dazugehörige Warn-App NINA vor.

„Die Anbin­dung der Leit­stellen ermöglicht eine schnelle und zeitgemäße War­nung, die auch die pas­senden Hand­lungs­emp­feh­lungen umfasst. Dies ist gerade auch vor dem Hin­ter­grund sich häufender Unwet­ter­ereig­nisse und der sich verschärfenden Sicher­heits­lage in Europa ein wesent­li­cher Bestand­teil des Bevölke­rungs­schutzes. Ich bedanke mich bei allen Betei­ligten in Baden-Württem­berg für die sehr gute Zusam­men­ar­beit“, unter­strich Präsident Unger die Bedeu­tung des Warn­sys­tems. Großer Vor­teil des Warn­sys­tems ist, dass mit einer ein­zigen Ein­gabe ver­schie­denste Warn­me­dien und Mul­ti­pli­ka­toren zeit­gleich ange­steuert werden können: Fernseh- und Rund­funk­sta­tionen, Online­re­dak­tionen der Tages­zei­tungen und die Warn-App NINA.

Gemeinsam arbeiten Bund und Länder an der ständigen Fort­ent­wick­lung des Sys­tems. Um den Mel­deweg abzukürzen und die kom­mu­nale Ebene noch besser an MoWaS anzu­binden, wurde vom Bund mit Unterstützung der Länder in Ergänzung zum bestehenden modu­laren Warn­system eine web-basierte MoWaS-Ver­sion ent­wi­ckelt. „Damit können die Warn­mel­dungen direkt von den Inte­grierten Leit­stellen in den Stadt- und Land­kreisen online in das Warn­system ein­ge­geben und zur Frei­gabe an das Lage­zen­trum der Lan­des­re­gie­rung im Innen­mi­nis­te­rium gesendet werden“, führte Staats­se­kretär Klenk aus. „Mit den web-basierten MoWaS-Oberflächen gehen wir jetzt den nächsten Schritt zur Wei­ter­ent­wick­lung unserer digi­talen Kanäle und nutzen bei der War­nung der Bevölke­rung kon­se­quent die Chancen, die sich durch die fort­schrei­tende Digi­ta­li­sie­rung ergeben.“ In Baden-Württem­berg nehmen 37 Stadt- und Land­kreise an dieser Test­phase teil.

Seit Einführung des Sys­tems ist die Zahl der War­nungen kon­ti­nu­ier­lich gestiegen. Ins­ge­samt seien bereits 133 Warn­mel­dungen über MoWaS gesteuert worden, davon in 2016 (ab Oktober) sieben Mel­dungen, im Jahr 2017 bereits 36 Mel­dungen und im Jahr 2018 90 Mel­dungen. Die aller­meisten Warn­mel­dungen seien dabei von den Städten, Gemeinden und Land­kreisen in Baden-Württem­berg ver­an­lasst worden, zum Bei­spiel bei Bränden, Bom­ben­entschärfungen, Trink­was­ser­ver­un­rei­ni­gungen oder bei Aus­fall der Notruf-Num­mern.