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Mit der Fackel in der Hand über die Brücke

Möckmühlvon Rudolf Landauer, HSt

Herbst­fest der Feu­er­wehr hat festen Platz - Ange­branntes Essen sorgt für Ein­satz

Aus dem Jah­res­zy­klus der Ver­an­stal­tungen in Möckmühl ist das Herbst­fest der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr über­haupt nicht mehr weg­zu­denken. Die Festgäste wissen, dass sie mit ihrem Besuch die Feu­er­wehr unterstützen und damit eine beson­ders wich­tige Ein­rich­tung der Stadt. Die ehren­amt­lich aktiven Mit­glieder der Feu­er­wehr haben in zahl­rei­chen Einsätzen und Gefah­ren­si­tua­tionen bereits ein­drucks­voll demons­triert, was sie können.

Ihr Können auf anderem Gebiet zeigen sie aber stets auch beim Herbst­fest in und um das Feu­er­wehrgerätehaus im Gewer­be­ge­biet an der Daim­ler­straße. Die Besu­cher wissen nämlich auch, dass es bei der Feu­er­wehr ein zünftiges und vor allem preis­wertes Essen und gute Getränke gibt, und besu­chen das Fest auch des­wegen.

Enga­giertes Team Uwe Thoma weiß ein enga­giertes Team um sich, das kräftig zupa­cken kann: „In der Auf­bau­phase hatten wir kein gutes Wetter, den­noch waren an drei Einsätzen je fast 40 Mit­glieder zur Stelle und rich­teten alles pico­bello her, das ist ein­fach richtig toll“, schwärmte der Chef über seine Mann­schaft. Denen sei nichts zu viel und jeder wisse was er zu tun habe, „das läuft alles rund“, fügte Thoma an. Dass aber manchmal dann doch etwas dazwi­schen­kommen kann, zeigte sich am Samstag beim beliebten Fackel­lauf der Kinder über die Jagstbrücke hinüber zur Alt­stadt und danach über den Fußgänger­steg zurück zum Gerätehaus. Gerade waren die Fackeln entzündet und die Kinder war­teten auf das Signal zum Abmarsch, da kamen zum Blau­licht auf dem Begleit­fahr­zeug ein Blau­licht und ein Signal­horn hinzu. Das große Löschfahr­zeug musste mit einer Mann­schaft zu einem rich­tigen Ein­satz ausrücken. Uwe Thoma: „Wir hatten in der Ver­gan­gen­heit beim Herbst­fest bereits meh­rere Einsätze, so habe ich heuer vor­sorg­lich eine Mann­schaft ein­ge­teilt, die prompt ausrückte“, sagte er. Ein ange­branntes Essen auf der Herd­platte mit Rauch­ent­wick­lung hatte den Feu­er­melder ausgelöst, die Feu­er­wehr­leute hatten in kurzer Zeit das Pro­blem besei­tigt.

Seit 20 Jahren kommt Helmut Glöggler aus Schwäbisch Gmünd regelmäßig nach Möckmühl und besucht das Feu­er­wehr­fest – so auch am Samstag. Der rüstige 82-Jährige besuchte mit seiner Möckmühler Bekannten Ilse Schweiß das Fest: „Das Fest bei der Feu­er­wehr lassen wir uns nicht ent­gehen, da gehen wir immer hin“, waren sie sich einig. Feu­er­wehr­mann Ralph Winkler kam mit meh­reren Freunden aus Sins­heim an die Jagst: „Ich bin schon lange mit Uwe Thoma befreundet und wir besu­chen uns regelmäßig gegen­seitig“, sagte er und fügte hinzu: „Wenn das Wetter am Sonntag mit­spielt, fahren wir noch mal mit dem Motorrad nach Möckmühl“.

Beste Unter­hal­tung Beste Blas- und Unter­hal­tungs­musik bot am Sams­tag­abend die Odenwälder Trach­ten­ka­pelle aus Mudau. Ihre Musik mit Gesangs-Duo kam bes­tens an bei den Gästen, die teil­weise auch in Dirndl und Leder­hose kamen. Am Sonntag präsen­tierte die Feu­er­wehr ihr Gerätehaus und den ansehn­li­chen Fahr­zeug­park, und die Musik­ka­pellen Möckmühl und Sig­lingen/Züttlingen unter­hielten die Besu­cher mit Blas­musik.

Im Ein­satz
Rund 170 Frauen und Männer aus Möckmühl und den Orts­teilen Bit­tel­bronn, Korb, Ruchsen und Züttlingen sind Mit­glied in den Abtei­lungs­wehren und im Kernort. 70 Jugend­liche sind in der Jugend- und Kin­der­feu­er­wehr orga­ni­siert. Hier werden sie frühzeitig an Ver­ant­wor­tung und Pflicht­be­wusst­sein her­angeführt. Die aktiven Feu­er­wehr­angehörigen wurden durch­schnitt­lich 100 Mal im Jahr zu Bränden, Unfällen oder anderen Einsätzen gerufen. Das setzt Moti­va­tion, eine gute Aus­bil­dung und einen gut aus­ge­stat­teten Fahr­zeug- und Gerätepark voraus.