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Jahresstatistik der Feuerwehren 2018

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Medienteam KFV Heilbronn

Innen­mi­nister Thomas Strobl gibt die Zahlen der Feu­er­werk­sta­tistik 2018 bekannt. Dank der sta­bilen Per­so­nal­aus­stat­tung der Feu­er­wehren konnte der Anstieg der Einsätze um mehr als 12 Pro­zent bewältigt werden. Innen­mi­nister Strobl erklärt: „Ent­gegen aller Pro­phe­zei­ungen ist die Zahl der Ein­satzkräfte bei unseren Gemein­de­feu­er­wehren stabil geblieben.“

2018 waren – ähnlich wie im Jahr 2016 – viele Feu­er­wehren auf­grund von Extrem­nie­der­schlägen, Stürmen und Über­schwem­mungen enorm belastet. Durch diese Natur­er­eig­nisse sind die Ein­satz­zahlen bei der Tech­ni­schen Hilfe lan­des­weit um mehr als 20 Pro­zent in die Höhe geschnellt. In den beson­ders betrof­fenen Regie­rungs­be­zirken Karls­ruhe und Stutt­gart betrug die Zunahme der Einsätze bei der Tech­ni­schen Hilfe sogar 25 bzw. 36 Pro­zent. Die 56.016 Tech­ni­sche Hilfe-Einsätze 2018 (2017: 46.565) wurden auch als abso­lute Zahl in den letzten 20 Jahren nur im Jahr 2013 mit seinen ver­hee­renden Unwet­tern von Mai bis Juli und den daraus resul­tie­renden 57.247 Einsätzen übert­roffen.

Bei den Brand­einsätzen betrug die Stei­ge­rung 6,9 Pro­zent gegenüber dem Vor­jahr (von 18.461 auf 19.736) und bei den sons­tigen Einsätzen 10,9 Pro­zent (von 14.126 auf 15.664).

Da bei allen Ein­satz­ka­te­go­rien 2018 eine Zunahme zu ver­zeichnen war, ist die Zahl der Einsätze und Alar­mie­rungen auch absolut auf Höchst­stand. 2018 gab es mit 124.844 Einsätzen und Alar­mie­rungen eine Stei­ge­rung um 12,2 Pro­zent (2017: 111.245).

„Solche Her­aus­for­de­rungen lassen sich nur bewältigen, wenn die Per­so­nal­aus­stat­tung stabil bleibt und die tech­ni­sche Aus­stat­tung nicht ver­nachlässigt wird“, sagte der Stell­ver­tre­tende Minis­terpräsident und Minister für Inneres, Digi­ta­li­sie­rung und Migra­tion, Thomas Strobl, anlässlich der Vor­stel­lung der Feu­er­wehr­jah­res­sta­tistik 2018 in Stutt­gart.

Bei den ins­ge­samt 124.844 Einsätzen hatte die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung mit 56.016 Einsätzen einen Anteil von 44,9 Pro­zent am gesamten Ein­satz­ge­schehen und stellt wie auch in den Vor­jahren das Haupttätig­keits­feld der Feu­er­wehren dar. Gefolgt von den Fehl­alarmen, die um 3 Pro­zent auf inzwi­schen 23.866 Fälle zuge­nommen haben und damit 19,1 Pro­zent aller Alar­mie­rungen der Feu­er­wehren aus­ma­chen (2017: 23.167). Erst an dritter Stelle finden sich die Einsätze zur Brandbekämpfung: Diese haben 2018 mit 19.736 Einsätzen (2017: 18.461) um 6,9 Pro­zent gegenüber dem Vor­jah­res­zeit­raum zuge­nommen und ergeben einen Anteil von 15,8 Pro­zent (2017: 16,6 Pro­zent) aller Feu­er­wehr­einsätze.

Die Zahl der Feu­er­wehr­angehörigen ist in den letzten Jahren trotz aller Unken­rufe stabil geblieben und in der Ten­denz sogar leicht stei­gend. Im Jahr 2018 leis­teten 111.482 Feu­er­wehr­frauen und Feu­er­wehrmänner in den Ein­satz­ab­tei­lungen der Gemein­de­feu­er­wehren ihren Dienst für die Sicher­heit der Bürge­rinnen und Bürger (2017:110.958), davon 109.193 ehren­amt­lich bei einer Frei­wil­ligen Feu­er­wehr (2017:108.724). Die Anzahl der weib­li­chen aktiven Mit­glieder hat sich auch wei­terhin leicht erhöht. Es gibt in Baden-Württem­berg mitt­ler­weile 6.489 Frauen in unseren Feu­er­wehren, was einem Anteil von 5,8 Pro­zent ent­spricht.

Die her­vor­ra­gende Nach­wuchs­ar­beit in unseren Jugend­feu­er­wehren hat sicher­lich in nicht zu unterschätzendem Maße dazu bei­getragen, dass der Per­so­nal­be­stand in den Ein­satz­ab­tei­lungen kon­stant ist. In Baden-Württem­berg gibt es bei 93,2 Pro­zent der 1.099 Gemein­de­feu­er­wehren eine Jugend­feu­er­wehr. Getragen durch ein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment, gewährleistet diese die beständige Nach­wuchs­ar­beit und leistet damit ihren Bei­trag, dass die kom­mu­nalen Feu­er­wehren auch zukünftig ihre Ein­satzfähig­keit sicher­stellen können. Die Jugend­feu­er­wehren leisten aber auch eine her­vor­ra­gende Jugend­ar­beit. Sie sind weitaus mehr als eine Orga­ni­sa­tion zur Nach­wuchs­ge­win­nung. Ins­ge­samt sind in den Jugend­feu­er­wehren in Baden-Württem­berg 32.676 Kinder und Jugend­liche aktiv und somit 3,6 Pro­zent mehr als 2017 (31.529).

„Die Zukunft wird auch bei den Jugend­feu­er­wehren weib­li­cher. Die Anzahl der Mädchen hat sich in den letzten 17 Jahren von 3.210 im Jahre 2001 auf jetzt 6.164 fast ver­dop­pelt“, sagte Minister Thomas Strobl. Der Anteil der Mädchen in den Jugend­feu­er­wehren beträgt 18,9 Pro­zent und die abso­lute Zahl ist im Ver­gleich zum Vor­jahr um 9,1 Pro­zent ange­stiegen.

Bei vielen Feu­er­wehren im Land gibt es auch Kin­der­gruppen in den Jugend­feu­er­wehren, damit die Nach­wuchs­ar­beit schon früh beginnen kann. „Die Begeis­te­rung, die hier ent­steht, müssen wir erhalten, damit der Feu­er­wehr­nach­wuchs gesi­chert ist. Hierfür gilt mein Dank allen Betreue­rinnen und Betreuern in der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg“, so Minister Strobl.

Bei den Alters­ab­tei­lungen waren 2018 geringfügig weniger Senioren aktiv: 31.672 zu 31.838 im Jahr 2017. Aller­dings lässt das die Ver­mu­tung zu, dass die Feu­er­wehr­angehörigen erst später von den Ein­satz­ab­tei­lungen in die Alters­ab­tei­lungen wech­seln und länger in der Ein­satz­ab­tei­lung bleiben. Auch dies ist eine erfreu­liche Ent­wick­lung. Doch auch die Senioren in den Feu­er­wehren nehmen eine wich­tige Rolle ein. Ins­be­son­dere bei der Ver­sor­gung, Logistik, Betreuung, Kom­mu­ni­ka­tion und Wer­te­ver­mitt­lung.

„Der Dienst in einer Feu­er­wehr ist in jedem Alter attraktiv – von der Kin­der­gruppe bis in die Alters­ab­tei­lung – von der Ein­satz­ab­tei­lung über die Werk­feu­er­wehren bis hin zu den Musik­ab­tei­lungen mit 3.759 Musi­ke­rinnen und Musi­kern“, sagte der Innen­mi­nister.

Ebenso über­nehmen zusätzlich zu den 111.482 Frauen und Männern in den Ein­satz­ab­tei­lungen der Gemein­de­feu­er­wehren die 6.212 Angehörigen in den 168 Werk­feu­er­wehren in Baden-Württem­berg eine wich­tige Auf­gabe in der betrieb­li­chen Gefah­ren­ab­wehr. Davon sind 1.249 als haupt­amt­liche Kräfte ange­stellt.

Im Jahr 2018 wurden 12.750 Per­sonen von den Feu­er­wehren bei Brand­einsätzen und Einsätzen zur Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung gerettet und in Sicher­heit gebracht (2017: 11.018). 1.504 Men­schen mussten in diesem Jahr tot geborgen werden (Vor­jahr 2017:1.549).

„Mein tiefer, herz­li­cher Dank gilt allen Men­schen, die sich bei der Feu­er­wehr enga­gieren. Sie tragen ganz ent­schei­dend zum Schutz unserer Bevölke­rung bei. Mein Wunsch für sie alle ist, dass Sie stets gesund und unver­sehrt aus Ihren Einsätzen nach Hause zu ihren Fami­lien zurückkehren mögen“, so Innen­mi­nister Thomas Strobl abschließend.

Wei­tere Infor­ma­tionen gibt es in der beigefügten Feu­er­wehr­sta­tistik 2018.

Quelle: Innen­mi­nis­trium Baden-Württem­berg