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Jahresstatistik 2012 der Feuerwehren

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Medienteam KFV Heilbronn

"Mit über 8.000 geret­teten Men­schen bei mehr als 100.000 Einsätzen im Land haben die Feu­er­wehren in Baden-Württem­berg einmal mehr das hohe Niveau ihrer Leis­tungsfähig­keit unter Beweis gestellt", sagte Innen­mi­nister Rein­hold Gall bei der Bekannt­gabe der Jah­res­sta­tistik 2012.

Im ver­gan­genen Jahr seien 8.030 Men­schen gerettet worden, 284 Men­schen mehr als im Vor­jahr. Die Zahl der Einsätze der ins­ge­samt 1.099 Feu­er­wehren im Land habe sich um 3,7% auf 102.201 erhöht. Dies sei umso bemer­kens­werter, da die Zahl der Feu­er­wehr­angehörigen von 110.034 auf 109.499 leicht zurückge­gangen sei.

Im Jahr 2012 seien 94 Tote bei Bränden, davon 18 bei Fahr­zeugbränden zu beklagen gewesen. Allein bei dem Unglück in der Behin­der­ten­ein­rich­tung in Titisee-Neu­stadt hätten 14 Men­schen ihr Leben ver­loren.

Mit Blick auf die leicht zurückge­gan­gene Zahl der Feu­er­wehr­angehörigen um 0,5% auf 109.499 betonte Innen­mi­nister Rein­hold Gall: "Das zeigt uns, dass wir nicht nach­lassen dürfen, bei der Bevölke­rung für das Ehrenamt im Bereich der Feu­er­wehr zu werben. Wir müssen verstärkt auch Bürge­rinnen und Bürger anspre­chen, für die ein Enga­ge­ment in einem Ehrenamt nichts Ver­trautes ist, und sie für diese Gemein­schafts­auf­gabe gewinnen". 1.990 Feu­er­wehr­angehörige (im Vor­jahr 1.934) seien haupt­amt­lich im Ein­satz gewesen, so dass der leichte Rückgang bei den ehren­amt­li­chen Feu­er­wehr­leuten fast hätte kom­pen­siert werden können.

Hinzu kämen 5.968 Feu­er­wehr­angehörige bei den 166 Werk­feu­er­wehren im Land, davon 1.159 haupt­amt­liche Kräfte. Es falle auf, dass sowohl bei den Gemein­de­feu­er­wehren als auch bei den Werk­feu­er­wehren eine Zunahme der haupt­amt­li­chen Kräfte zu ver­zeichnen sei.

Erfreu­lich sei, dass sich die Zahl der weib­li­chen Feu­er­wehr­angehörigen im Ver­gleich zum Vor­jahr um 3,7% erhöht habe. In den 997 Jugend­feu­er­wehren in Baden-Württem­berg mit 27.354 Angehörigen sei der Anteil der Mädchen mit 14,2% leicht gestiegen. Bei den aktiven Feu­er­wehr­angehörigen betrage der Frau­en­an­teil aber erst 4,3%. "Die Frauen sind ins­ge­samt noch zu schwach in den Ein­satz­ab­tei­lungen der Feu­er­wehr ver­treten. Darauf müssen wir wei­terhin bei der Per­so­nal­wer­bung achten und Frauen und Mädchen noch stärker moti­vieren, dieses inter­es­sante Ehrenamt auszuüben", so der Innen­mi­nister.

Im Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung (Einsätze bei Ver­kehrsunfällen, bei Unfällen mit Gefahr­stoffen oder bei Unwet­terschäden) seien die Gemein­de­feu­er­wehren bei 43.266 Einsätzen gefor­dert gewesen. Mit einem Anteil von 42,3% hätte damit die tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung, wie auch in den Vor­jahren, den Haupt­ein­satz­be­reich dar­ge­stellt.

Die Ten­denz der letzten Jahre mit immer weniger Einsätzen bei Großbränden habe sich im Jahr 2012 nicht fort­ge­setzt. Es seien 1.026 Großbrände zu bekämpfen gewesen, 83 mehr als im Vor­jahr. Die Brandbekämpfung habe aber mit einem Anteil von 18,5% exakt den glei­chen pro­zen­tualen Anteil an den Einsätzen wie 2011 gehabt und liege damit immer noch an zweiter Stelle des Ein­satz­spek­trums.

Bei der Vor­stel­lung der Feu­er­wehr­jah­res­sta­tistik wies der Innen­mi­nister mit Blick auf das Ein­satz­ge­schehen rund um die über­stan­dene Hoch­was­ser­lage erneut darauf hin, wie wert­voll ehren­amt­liche Helfer seien: "Ohne den selbst­losen Ein­satz der Männer und Frauen der Feu­er­wehr, des Tech­ni­schen Hilfs­werks, der Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen und der Polizei wäre der Schaden wesent­lich höher. Auch im Namen der Lan­des­re­gie­rung danke ich allen, die sich haupt- oder ehren­amt­lich in den Dienst der Bevölke­rung gestellt haben. Mein Dank gilt dabei auch den stillen Hel­fern im Hin­ter­grund in den Rathäusern, Land­ratsämtern, Regie­rungspräsidien und dem Innen­mi­nis­te­rium."

Den ehren­amt­li­chen und haupt­amt­li­chen Feu­er­wehr­angehörigen sprach der Innen­mi­nister für die im Jahr 2012 geleis­tete Arbeit seinen beson­deren Dank und seine Aner­ken­nung aus.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg