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Hilfsfristen im Rettungsdienst eingehalten

von Thomas Dorn, HSt

Jede Menge Dienste und Einsätze: Auch das Jahr 2012 hielt die 1370 Bereit­schafts­mit­glieder in den 37 Orts­ver­einen des Deut­schen Roten Kreuzes auf Trab. Dabei ergänzen sich ehren- und haupt­amt­liche Mit­ar­beit her­vor­ra­gend, wie der Kreis­vor­sit­zende Detlef Pie­pen­burg bei der Ver­samm­lung des DRK-Kreis­ver­bandes Heil­bronn in Leh­ren­steins­feld ver­deut­lichte. "Das ver­setzt uns in die Lage, ein breites Auf­ga­ben­spek­trum zu bewältigen", sagte der Landrat. Sein Dank galt 22646 Förder­mit­glie­dern, die die Arbeit mit finan­zieren.

Kurs­an­gebot Sehr zufrieden ist Pie­pen­burg, dass es erneut gelungen ist, die ret­tungs­dienst­liche Hilfs­frist für Ret­tungs- und Not­arzt­wagen in mehr als 95 Pro­zent der Fälle ein­zu­halten. In der Brei­ten­aus­bil­dung hat das Rote Kreuz noch einmal zuge­legt. Das Gesamt­kurs­an­gebot, geprägt durch den Schwer­punkt Erste Hilfe, wurde auf 873 Kurse gestei­gert. Und eine erwei­terte Auf­gabe hat der Kreis­ver­band inner­halb des DRK-Such­dienstes über­nommen, der Men­schen dabei unterstützt, Angehörige wie­der­zu­finden. Seit 2012 ist Heil­bronn als eines von sechs Bera­tungs­zen­tren des Lan­des­ver­bands für die Region Nordwürttem­berg/Nord­baden zuständig.

Kreis­be­reit­schafts­lei­terin Karin Laible berich­tete von vielen Einsätzen, unter denen das viertägige Lan­des­turn­fest in Heil­bronn "das pla­nungs­auf­wen­digste" gewesen sei. Es habe enorm viele Kräfte gebunden. 40 Pro­zent mehr Einsätze melden die 16 Helfer-vor-Ort-Gruppen, die 3400 Mal gerufen wurden. Und 53 Mal wurden Teams des Not­fall­nach­sor­ge­dienstes alar­miert, meist nach einer erfolg­losen Reani­ma­tion.

"Die Anfor­de­rungen an die Hel­fe­rinnen und Helfer steigen", sagte Laible, zumal der "Bereit­schafts­alltag" neben pri­vaten und beruf­li­chen Pflichten geleistet werden muss. "Als Schlag ins Gesicht jedes Ehren­amt­li­chen" emp­fand sie umso mehr die öffent­liche Kritik an der sanitätsdienst­li­chen Betreuung nach dem Kon­zert der Toten Hosen.

Viel­falt Stich­worte wie Essen auf Rädern und betreutes Reisen, Pfle­ge­heime und Klei­der­laden, Bürger­treff Neckar­sulm und ambu­lanter Pfle­ge­dienst belegen die Viel­falt der DRK-Arbeit. Als "segens­reiche Ein­rich­tung", die Leben retten kann, bewertet Kreis­so­zi­al­lei­terin Jutta Lang den häusli­chen Notruf. Über 800 Men­schen nehmen ihn übers DRK in Anspruch. Sorgen macht sich Lang, ob es künftig gelingen wird, genügend junge Men­schen für die Frei­wil­li­gen­dienste zu begeis­tern.

Bild: Die aktiven Mit­glieder der Orts­ver­eine des DRK-Kreis­ver­bands Heil­bronn - hier Ret­tungs­helfer bei einer Reani­ma­tionsübung - sind gut aus­ge­bildet. (Foto: DRK)